Ohne Torerfolg blieb Jan Waldgenbach bei der Niederlage in Longerich. ARCHIVFOTO: RAS
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Ohne Torerfolg blieb Jan Waldgenbach bei der Niederlage in Longerich. ARCHIVFOTO: RAS

Am Ende fehlt die Kraft

(opk). Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen musste sich am Samstagabend in Köln geschlagen geben. Die Gastgeber vom Longericher SC siegten in eigener Halle mit 27:21 (11:12) über die Mittelhessen und feierten ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel der 3. Handball-Liga Mitte. Die Mannschaft von Gennadij Chalepo hingegen wird sich vor allem wegen der Leistung in der zweiten Halbzeit über die Niederlage ärgern.

Denn für die HSG lief es im ersten Durchgang sehr gut. Über das frühe 4:1 von Linksaußen Fabian Kraft traf Mittelmann Ole Klimpke nach knapp 18 Minuten zur 9:6-Führung und sorgte damit für ein wenig Puffer, welcher allerdings nicht in die Pause gerettet werden konnte. Die Kölner glichen in Minute 28 zum 11:11 aus, HSG-Neuzugang Jonas Müller traf dann kurz vor dem Halbzeitpfiff noch zur 12:11-Führung.

Nach dem Seitenwechsel verloren die Wetzlarer aber die Kontrolle und gelangen, unter anderem wegen vieler Paraden von Kölns Valentin Inzenhofer im Tor, nach knapp 40 Minuten mit 13:17 ins Hintertreffen. "Wir hatten dann beim Stand von 21:17 nochmal Ballbesitz und somit eine Chance heranzukommen. Wegen eines technischen Fehlers haben wir diese aber nicht nutzen können," konstatierte Co-Trainer Andreas Klimpke. Die Kölner erhöhten ihre Führung in den letzten Minuten und standen am Ende mit 27:21 als Sieger auf dem Platz.

"Wie erwartet haben die Kölner ihre Stärken im Rückraum ausgespielt, gegen die wir zu wenig Zugriff bekamen. Zudem stand mit Valentin Inzenhofer ein seht gut Torwart zwischen den Pfosten", so Klimpke. Wetzlars 6:0-Deckung funktionierte im zweiten Durchgang nicht mehr wie gewünscht.

Die letzten zehn Minuten probierten sie dann, mit einer offensiven Deckung noch einige Bälle zu erobern, doch auch das brachte nicht den erhofften Effekt. Für die Abwehr der Gastgeber fand Klimpke hingegen lobende Worte. "Sie haben eine sehr massive 6:0-Deckung gespielt und uns damit vor Probleme gestellt."

Die HSG musste kurzfristig auf den erkrankten Kapitän Marvin Lindenstruth verzichten, Neuzugang Erik Irle konnte wegen Rückenschmerzen nicht eingesetzt werden und Torwart Tim Hottgenroth musste wegen eines Corona-Verdachtsfalles bei seinem Zweitverein ebenfalls passen. "Dadurch fehlte am Ende auch ein wenig die Kraft. Entscheidend waren aber die Minuten nach der Halbzeitpause," gab Klimpke zu.

Longerich: Ruch, Inzenhofer; Koenen (5), Zerwas (1), Pyszora (5), Hartmann (2), Lux, Duckert, Wolf (1), Tomassini (1), Richartz (1), Zimmermann (2), Schulz (5/2), Johnen (3), Dahlke (1)

Dutenhofen/Münchholzhausen II: Fischer, Jakob; Klimpke (5), Belter (2), Bremond, Irle, Lauer, Werth (3), Kraft (4/1), J. Waldgenbach, Okpara, T. Waldgenbach (4), Müller (3)

Stenogramm / Zuschauer: 80. - Schiedsrichter: Bendel/Schulte-Coerne. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 2/2:4/1.

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