Jana Becker (Mitte) von der LG Wettenberg war trotz eines soliden Saisoneinstiegs über 800 Meter mit sich nicht zufrieden. FOTO: JTH

"Am Ende fehlen die Körner"

(jth). Die Pfungstädter Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit DLV-Bundestrainer Georg Schmidt hatten am vergangenen Samstag ihre vierte Lauf-Gala unter coronabedingten Sicherheitsauflagen durchgeführt. Begrenzt auf 160 Teilnehmer und insgesamt 250 Personen traf sich die deutsche Leichtathletikspitze über 400, 800, 1500 Meter für einen letzten Test vor der DM in Braunschweig.

Ihren Saisoneinstieg gaben hier zwei Athleten des LAZ Gießen. Mit Max Rößler (LAZ/TSG Lollar) über 400m und Benjamin Lückert (LAZ/TSG Lollar) 1500m wollten beide eine Bestzeit in Angriff nehmen. Dies gelang Benjamin Lückert im ersten von drei Zeitläufen ganz hervorragend. Nach vorsichtigem Beginn auf den ersten 600 Meter führte er teilweise die Verfolgergruppe an, musste sie aber nach 800 Metern ziehen lassen. Auf sich alleine gestellt zeigte er Kämpferherz und konnte er auf den letzten 300 Meter noch zulegen. Belohnt wurde sein couragiertes Rennen in persönlicher Bestzeit von 4:14,57 Minuten. Zufrieden zeigte sich Coach Gebhardt mit seinem Athleten, steigerte er doch seine Bestzeit um fünf Sekunden.

U18-Kaderathlet Maximilian Rößler war angereist mit der Hoffnung, im ersten 400 Meter-Freiluftrennen der Saison die Quali von 51,50 min für die U18-DM zu knacken. Das gelang an diesem Abend nicht. Im ersten von drei Zeitläufen, auf der äußerten Bahn startend, war er erst auf den ersten 150 Meter ohne Kontakt zur Konkurrenz und vertrödelte den Lauf auf den ersten 200 Metern. Die 300 Meter-Zwischenzeit ließ noch auf Qualizeit hoffen, aber die Beine wurden auf der Zielgeraden schwer. Mit Platz fünf in einer Zeit von 52,92 Sekunden war die Enttäuschung groß. .

Jana Becker von der LG Wettenberg war über 800 Meter am Start gewesen. Ihr HLV-Kader Trainer Benjamin Stalf (Lauf Mittelstrecke) bescheinigte ihr einen soliden Saisoneinstieg mit 2:12,70 Minuten. Jana Becker selbst hatte jedoch persönlich mehr erwartet. "Der Lauf war bis 600 Meter sehr gut, aber hinten raus fehlten mir die Körner, die Wettkampfhärte und die Routine", sagt die Athletin der LG Wettenberg. Es war das erste Rennen draußen 2020 und Janas viertschnellste Zeit überhaupt. "Ich bin zufrieden mit dem ersten Lauf, mit der Hoffnung, dass noch zwei bis drei schnelle Rennen folgen dieses Jahr."

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