Am Ende fehlen die Alternativen und ein Tor

Die SG Kleenheim bleibt in der Handball-Oberliga Hessen der Männer in eigener Halle weiter unbesiegt, hat aber beim 30:30 (17:17)-Remis gegen den spielstarken TV Reinheim den zweiten Punkt zu Hause liegen gelassen und insgesamt den vierten Minuspunkt kassiert. Dennoch rückten die Kleenheimer mit 12:4 Punkten auf den dritten Rang vor hinter dem TV Reinheim (13:5), da der Zweite SG Bruchköbel im anderen Verfolgerduell dieses Spieltages bei der SG Wallau unterlag.

(vk) Das ist gerade noch einmal gut gegangen! Die SG Kleenheim bleibt in der Handball-Oberliga Hessen der Männer in eigener Halle weiter unbesiegt, hat aber beim 30:30 (17:17)-Remis gegen den spielstarken TV Reinheim den zweiten Punkt zu Hause liegen gelassen und insgesamt den vierten Minuspunkt kassiert. Dennoch rückten die Kleenheimer mit 12:4 Punkten auf den dritten Rang vor hinter dem TV Reinheim (13:5), da der Zweite SG Bruchköbel im anderen Verfolgerduell dieses Spieltages bei der SG Wallau unterlag.

Unter den gegebenen Umständen mussten die Kleenheimer mit der Punkteteilung gegen einen überaus druckvoll agierenden Gast aus Südhessen zufrieden sein, weil durch das Fehlen von Dominik Wagner (Mittelhandbruch), Florian Eisenhardt (Todesfall) und Tim Hanika (verletzt) drei wichtige Spieler fehlten und die Alternativen mit zunehmender Spieldauer geringer wurden, zumal 14 Minuten vor Ende auch noch Christian Keil nach seiner dritten Zeitstrafe ersetzt werden musste.

Hier war durchaus eine Parallele zur bislang einzigen Saisonniederlage am vergangenen Sonntag in Bruchköbel zu ziehen, als Jörg Müller nach drei Zeitstrafen Mitte der zweiten Halbzeit ebenfalls raus musste und ebenfalls die Optionen fehlten. Bei den Kleenheimern hatten sich für den Ernstfall Oliver Heinz, der seine Laufbahn eigentlich schon beendet hat, und Axel Hoyer aus der zweiten Mannschaft bereit gehalten, beide wurden aber nicht auf dem Spielberichtsbogen notiert. So standen Trainer Walter Don und Co-Trainer Bodo Schindel gerade einmal acht Feldspieler zur Verfügung - und die wurden in 60 teilweise hochdramatischen, kämpferisch starken und mitreißenden Minuten voll gefordert.

Nach Jörg Müllers Führungstor liefen die Kleenheimer zunächst permanent einem Rückstand hinterher, den Spielmacher Dennis Köhler beim 4:4 (9.) wieder wettgemacht hatte. Reinheim setzte sich dann auf 7:4 (12.) und 10:7 (17.) ab, ehe die Gastgeber durch den jungen David Strassheim beim 10:11 (20.) den Anschluss doch wieder hergestellt hatten. Beim 14:14 (25.) hatte Dennis Köhler wieder egalisiert und Tim Spengler schaffte wenig später den leistungsgerechten 17:17-Pausenstand.

Nach Wiederbeginn hatten sich die Hausherren vor gut 250 Zuschauern beim 23:22 (41.) durch Christian Keil wieder eine Führung erarbeitet, ehe Reinheim durch den kaum auszuschaltenden achtfachen Torschützen Daniel Bauch beim 25:24 (46.) wieder in Front lag.

Steffen Rehorn, der wegen Prüfungen und Magenverstimmung nicht hatte trainieren können, schaffte beim 26:25 (51.) wieder eine Kleenheimer Führung. Am Ende sollte sich beinahe rächen, dass die Kleenheimer einige 100-prozentige Chancen hatten liegen gelassen bzw. an Reinheims Torhüter Iteb Bouali gescheitert waren. So gelang Spengler per Siebenmeter zwar das 29:28 (57.) für die Hausherren, doch Sebastian Kaspar per Siebenmeter und zum achten Mal Daniel Bauch wendeten mit dem 30:29 (59.) für Reinheim das Blatt. Nach einiger Hektik und jeweils einer Auszeit der beiden Vereine gelang Julian Reusch 25 Sekunden vor dem Abpfiff der umjubelte Ausgleichstreffer zum 30:30-Endstand. Einen letzten Freiwurf der Gäste ließen die Schiedsrichter zweimal ausführen, was aber nichts am Spielstand änderte.

»Für unsere Situation mit der dünnen Auswechselbank war der Punkt in Ordnung«, sagte Kleenheims Co-Trainer Bodo Schindel. »Wir haben in letzter Zeit in der Abwehr einige Probleme, wir kassieren einfach zu viele Gegentore. Im Angriff ist das aber in Ordnung. Außerdem hat Reinheim sehr druckvoll gespielt«, bilanzierte Schindel.

SG Kleenheim: Lang, Eckhard; Spengler (8/5), Keil (2), Strassheim (4), Müller (5), Köhler (5), Rehorn (1), Reusch (3), Wohlrab (2/1).

TV Reinheim: Bouali, Trummer; Jörg (5), Bauch (8), Bolder (3), Kaczmarek (4/1), Holler (1), Kaczmarek (1), Rühl, Gaydoul (2), Beilstein (1), Ballensiefen, Ripper, Kaspar (5/3).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Albert/Hoffelner (Obereschbach/Büdingen). / Zuschauer: 250. / Zeitstrafen: 14:10 Minuten. - Rote Karte. Spengler (46., 3x2). - Siebenmeter: 6/6:5/4.

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