TVH-Trainer Frederick Griesbach sieht sein Team für das dritte Geisterspiel dieser Saison gewappnet. FOTO: RAS
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TVH-Trainer Frederick Griesbach sieht sein Team für das dritte Geisterspiel dieser Saison gewappnet. FOTO: RAS

Mit Emotionen gegen die Müdigkeit

(jsa). Zum Ende der englischen Woche empfängt der TV 05/07 Hüttenberg den HC Elbflorenz Dresden 2006 am heutigen Samstagabend in der Rittal-Arena. Während der TVH die Kräfte sammelt, reisen die Gäste ausgeruht an und profitieren vom Chaos in der Liga.

Bilder und Ereignisse, die derzeit das Geschehen der 2. Handball-Bundesliga bestimmen, sind leider nicht ausschließlich sportlicher Natur. Ganze vier Partien wurden am vergangenen Mittwoch aufgrund positiver Corona-Tests bei Spielern abgesagt. Die bisherige Spitze spielte sich allerdings in Bietigheim ab. Da waren die Mannschaften der SG BBM Bietigheim und des TV Großwallstadt quasi schon aufgewärmt, als plötzlich die Testergebnisse der SG hereinflatterten - ein Spieler wurde positiv gestestet. Die Partie wurde wenige Minuten vor dem Anpfiff abgesagt.

Ganz so kurzfristig traf es den HC Elbflorenz nicht: Am Morgen des eigentlich geplanten Sachsen-Derbys gegen den EHV Aue am vergangenen Mittwoch folgte die Absage des EHV - eben aufgrund positiver Testergebnisse. So folgt für den HC mit dem Spiel gegen Hüttenberg das dritte Auswärtsspiel im dritten Saisonspiel. Durch das spielfreie Wochenende am 2. Spieltag und die angesprochene Absage gegen Aue haben die Sachsen erst zwei Partien absolviert, diese aber beide erfolgreich.

Sowohl in Konstanz als auch 14 Tage später beim TuS N-Lübbecke gewann Elbflorenz mit 27:21. Das allein unterstreicht die Stärke der Mannschaft von Trainer Rico Glöde. Sein Team tritt allerdings auf der Kreisläuferposition schwer gebeutelt die Reise nach Mittelhessen an, denn nach Jonas Thümmler traf es am Dienstag auch Philip Jungemann, die beide definitiv fehlen werden.

Nichtsdestotrotz kann sich der Kader des HC sehen lassen. Mit Oskar Emanuel, Sebastian Greß und Leon Wellner genossen drei Spieler ihre Handballausbildung beim SC DHfK Leipzig. Dazu steht mit Mario Huhnstock ein Torhüter zwischen dem Pfosten, der seit Jahren seine Qualität unter Beweis stellt. Das größte Augenmerk des TV Hüttenberg liegt allerdings auf dem Rückraumlinken Greß und auf Kreisläufer Hennig Quade, der vor allem den Hüttenberger Innenblock beschäftigen wird. "Greß ist der Dreh- und Angelpunkt. Er machte glaube 20 von den bisher 54 Toren und überragt mit seiner Form derzeit alles. Dazu haben sie mit Michal Kasal auf der Position einen 2,07 Meter großen Hünen, der noch dazu gut werfen kann", weiß TVH-Trainer Frederick Griesbach, was auf sein Team zukommt. Die ständigen Wechsel der Deckungsvarianten von 6:0 auf 4:2 und umgekehrt wird die Blau-Weißen zwingen, immer wieder neue Lösungsansätze zu finden.

Ob dies klappt, wird auch von der Frische abhängen. Beim dritten Spiel in sieben Tagen werden alle Kräfte zu mobilisieren sein, um endlich Zählbares in den Händen halten zu können.

Zwar dürfen wie am 1. Spieltag keine Zuschauer in der Arena dabei sein, Griesbach sieht sein Team aber gewappnet: "Es ist für uns das dritte Geisterspiel diese Saison. Dementsprechend ist es keine ungewohnte Situation und es stellt sich eine neue, gewisse Gewohnheit ein, mit der die Mannschaft lernt, umzugehen. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass uns viele Zuschauer zu Hause am Stream die Daumen drücken." Die Emotionen sollen in der Halle derweil von der Bank und damit der Mannschaft kommen, um den Aufwand zu belohnen und die Punkte in Mittelhessen zu behalten. Der Kader wird bis auf Stefan Kneer und Moritz Zörb vollständig sein.

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