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Erfolgreiche Gießener bei den "Hessischen" (hintere Reihe, v. l.): Florian Hilbert, Cornelius Becker, Marlon Welsch, Marc Weber, Sina Knefel, Alexej Jakobov, Finn-Luc Schättler; vorne (v. l.): Kai Frenzel, Dirk Heller, Frederik Wiesner und Marlene Gelzenleuchter.

Elfmal Edelmetall auf der Fulda

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(pm). Am Wochenende war die Fulda in Kassel Austragungsort der hessischen Ruder-Meisterschaften. Während der Samstag über die 1000-Meter-Strecke noch durch heißes Sommerwetter geprägt war, wurde die 500-Meter-Sprint-Distanz bei bedecktem, idealem Wettkampfwetter um die 20-Grad-Marke ausgetragen. Die Rennen wurden teilweise mit Vor- und Hoffnungsläufen ausgefahren, sodass die Teilnehmer bis zu drei Rennen pro Bootsgattung bis zum Finaleinzug zu absolvieren hatten. Die Gießener Trainingsgemeinschaft von der Rudergesellschaft und dem RC Hassia schickte zwar nicht alle Top-Athleten nach Kassel, dennoch war die Medaillenausbeute ansehnlich - insgesamt elfmal gab es Edelmetall.

Der frischgebackene U23-Weltmeister im Einer, Marc Weber, ließ es sich nicht nehmen, sich dem hessischen Publikum zu präsentieren und lieferte für seinen Heimatverein RC Hassia zwei Goldmedaillen im Sprint und auf der Normalstrecke mit jeweils ungefährdeten Siegen. Nebenbei übernahm er mit seiner Lebensgefährtin Sina Knefel die sportliche Leitung für die Gießener Ruderer an beiden Regattatagen, da Trainer Johannes Birkhan mit dem Gießen-Achter in der Ruder-Bundesliga unterwegs war. "Es spricht für Marc, dass er neben seiner sportlichen Topleistung auch noch den Gießener Vereinen für die Trainingsunterstützung zur Verfügung steht", freute sich Kai Frenzel, der 1. Vorsitzendes des RC Hassia. Auch der zweitschnellste Sprinter kommt aus Gießen - Alexey Jakubov (GRG) errang Silber hinter Weber. Silber gab es bei den Leichtgewichten (bis 70 kg Körpergewicht) im Männer-Einer für Cornelius Becker (GRG) über die 1000- Meter-Distanz. Marlene Gelzenleuchter (Hassia) vertrat die Altersklasse der Mädchen 13 Jahre und errang in ihren packenden Skiff-Rennen im Einer jeweils Bronze. Finn-Luc Schättler und Florian Hilbert (beide Hassia) haben sich bewusst für einen begrenzten zweimaligen Trainingsaufwand pro Woche entschieden. Umso bemerkenswerter ihr Abschneiden in Kassel. Im spontan gebildeten Doppelvierer in Renngemeinschaft mit der RG Wetzlar gab es über die Normalstrecke Bronze. Im Sprint am Sonntag dann ein Herzschlagfinale. Nach dem Sieg im Vorlauf gab es im Finale mit nur 23 Zehntelsekunden Rückstand auf die Frankfurter RG Germania eine Silbermedaille in Renngemeinschaft mit der Hanauer RC.

Marlon Welsch trat am Sonntag zum Sprint an und schlug sich prächtig im Finale mit einer Silbermedaille im Leichtgewichts-Einer der Männer. Ebenso im Sprint traten dann die dienstältesten Aktiven am Sonntag ins Regattageschehen ein. Kai Frenzel, Dirk Heller und Ernst Pawlowsky (alle Hassia) formierten sich erneut mit Peter Halama (Möwe Großauheim) im Masters-Männer-Doppelvierer. Auf der 500-Meter-Distanz mussten sie sich jedoch als ältestes Boot im Feld mit Bronze begnügen. Bis zum letzten Rennen durften dann Heller/Frenzel mit ihrem Masters-Männer-Doppelzweier warten. Der Gegner aus Limburg (Bendel/Will) ist seit vielen Jahrzehnten ein wohlbekannter Kontrahent. Es entwickelte sich ein packendes Rennen. 0,2 Sekunden trennten am Ende Sieger und Verlierer - Gold ging an die glücklichen Gießener.

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