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Cesur Elen (r.) besiegt im ersten Kampf seinen Kontrahenten aus Kanada, Henry Brown. Am Ende der WM sollte es aufgrund eines Fehlers des Punkterichters nur zu einem fünften Platz für den Lollarer reichen.

Elen hadert mit Wertungsrichter

(vre). Der Lollarer Cesur Elen hat bei der Kickbox-Weltmeisterschaft der Elite und Masters in Jesolo/Italien den fünften Platz in der -74-Kilogramm-Klasse im Kick Light belegt. Dabei wäre für den 21-Jährigen bei seiner ersten Senioren-WM deutlich mehr drin gewesen. Aufgrund eines aus seiner Sicht erkennbaren Wertungsfehlers von einem der Punkterichter hat es für Elen am Ende nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht.

»Das ist schon ziemlich ärgerlich. Ich denke, dass ich bis ins Finale hätte kommen können«, resümierte der WM-Teilnehmer. Nachdem sich Elen bis ins Viertelfinale vorgekämpft hatte, traf er dort auf einen Gegner aus Slowenien, der als Weltranglisten- Zweiter antrat und aufgrund der Auslosung noch keinen Kampf absolvieren musste. Elen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Kämpfe in den Knochen.

»In der ersten Runde lag ich dann zurück, habe den Kampf in der zweiten Runde aber gedreht und lag bis zehn Sekunden vor Ende vorne.« Somit schien der Sieg für den Lollarer schon so gut wie sicher. Auch weil sein Kontrahent mit dem letzten Angriff keinen Treffer mehr erzielen konnte. »Ich dachte, ich habe sicher gewonnen. Doch dann hat ein Punktrichter, aus welchem Grund weiß ich nicht, auf einmal doppelt geklickt und es stand 2:1 für meinen Gegner. Das war sehr komisch. Wir hatten zwar auch den Videobeweis, aber der ist aktuell in der Wertung noch nicht genehmigt«, ärgerte sich Elen.

Somit stand das Ergebnis fest, da das Regelwerk eine nachträgliche Änderung nicht mehr zulässt. Diese hätte es durchaus geben können, da »selbst mein Gegner und sein Trainer gesagt haben, dass ich eigentlich gewonnen habe«. So musste sich der 21-Jährige mit dem fünften Platz zufriedengeben.

»Die Atmosphäre bei der WM war aber trotzdem sehr gut. Natürlich mussten sich alle Zuschauer durch die strikten Corona-Regelungen in Italien vorher anmelden, aber insgesamt waren inklusive der knapp 2500 Kämper bestimmt 4000 Leute vor Ort.«

Trotz der etwas enttäuschenden Platzierung kann sich Elen dennoch freuen. Durch seine starken Leistungen in der Klasse -74-Kilogramm konnte er auf Weltranglistenplatz zwei vordringen. »Bei so etwas freut man sich natürlich immer«, erklärt er.

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