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Ruhollah Abolhassani (dunkles Shirt) gibt beim Basketball-Oberliga-Heimsieg des MTV 1846 Gießen gegen den BC Marburg Anweisungen an seine Teamkollegen.

Eiskalter MTV-Spieler Shala

(jsg). Drei Spiele mit Beteiligung heimischer Teams, drei Siege. Nur die Oberliga-Basketballer von Lich Basketball II gingen als Verlierer vom Platz, sie unterlagen im Derby dem TSV Krofdorf-Gleiberg.

MTV 1846 Gießen - BC Marburg 85:79 (41:28): Einen Start-Ziel-Sieg haben dezimierte Männerturner gegen den Nachbarn aus Marburg eingefahren. Dennoch machten sie es in der Schlussphase nach 21 Punkten Vorsprung unnötig spannend. Die ersten neun Punkte gehörten den Gastgebern, die unter anderem auf die Mehmed-Brüder und Coach Filip Piljanovic verzichten mussten. Bei Marburg war Zejko Pavlovic nach einer Sperre zurück. Als er den sechsten BC-Punkt erzielte, hatte der MTV bereits 19 Punkte auf dem Konto. Doch mit zwei Dreiern schlossen sie die entstandene Lücke noch im ersten Viertel wieder auf vier Punkte. Den besseren Start in den zweiten Abschnitt erwischte aber erneut Gießen. Immer wieder war es Eduard Giese, der sein Team zur 41:28-Halbzeitführung warf. Auf das Polster packten der MTV nach dem Seitenwechsel noch weitere Punkte hinzu, drei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels erhöhte Philipp Bötz per Freiwurf zum 60:39. Sah das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden aus, verloren die Gastgeber nun ihren Rhythmus. Zwei schnelle Marburger Dreier leiteten die Aufholjagd ein, die für das 60:68 vor dem Schlussviertel reichte. Fünf Minuten blieb dort der Unterschied in diesen Sphären, ehe Pavlovic und David Riemer auf 79:80 verkürzten. Doch im Gegenzug traf Spielertrainer Halil Shala zweimal von der Freiwurflinie. - Beste Werfer Gießen: Giese (20, 1 Dreier), Shala (19, 1 Dreier), Schäfer (16, 2 Dreier).

TSV Krofdorf-Gleiberg - Lich Basketball II 71:67 (32:37): Ein Derby bekamen die wenigen Fans in der Eduard-David-Halle geboten. Die Gastgeber, die nur zu acht ins Spiel gingen, erwischten den besseren Start und führten mit 17:9. Gregor Gümbel und Christian Reitschmidt führten Lich bis zum Ende des ersten Viertels aber wieder zum 19:19. Das Momentum nahmen sie mit, und immer wieder war es der ehemalige ProB-Forward Gümbel, der mit seinen Abschlüssen für ein kleines Polster sorgte. Beim Stand von 23:31 hatte Krofdorf bereits zur Mitte des Viertels die Teamfoulgrenze erreicht, dennoch brachte Kapitän Niklas Schmidt sie beim 30:31 zurück ins Spiel. Bis zur Halbzeit war dann nochmal Lich am Drücker. Die Gäste spielten ihre Systeme gut durch und erhöhten auf 32:29. Doch das vierte Foul von Gümbel nach 23 Minuten sorgte für einen Bruch im Spiel, und so glich Silas Rink zum 39:39 aus. Von nun an bot sich eine enge Partie, in der sich kein Team auf mehr als vier Punkte absetzte. Die Führung wechselte, und in der Derby-Hektik verloren auch die Schiedsrichter den Überblick. Vor dem Schlussabschnitt führte Lich mit 51:49, durch gute Arbeit beim Offensivrebound kamen die Wettenberger aber wieder in Front. Rink behielt im kurzen Privatduell mit Gümbel die Oberhand und brachte den TSV mit 61:59 in Front. Während die Wetterstädter nun schlechte Lösungen fanden, legten Schmidt und Nils Oppenländer zwei Dreier zur Vorentscheidung nach.

»Wir stehen uns immer wieder selbst im Weg und kriegen es nicht hin, über 40 Minuten guten Basketball zu spielen«, zeigte sich Lichs Trainer Felix Schweizer bedient. Sein Gegenüber Sebastian Popovic war dagegen froh über den vierten Saisonsieg: »Wir haben uns in der ersten Halbzeit auf das Licher Spiel eingelassen, daher hatten wir Probleme. Mit einer konzentrierten Leistung haben wir aber im letzten Viertel verdient gewonnen.«

Beste Werfer Krofdorf: Rink (27, 4 Dreier), Plitt-Geissler (13, 1 Dreier), Schneider (13, 1 Dreier) - Beste Werfer Lich: Gümbel (18, 1 Dreier), Ohly (14), Rotaru (12, 1 Dreier).

Gießen Pointers II - SKG Roßdorf 93:80 (36:44): Mit nur einer Niederlage kamen die Südhessen in die Brüder-Grimm-Schule, doch auf der Bank nahmen nur sieben einsatzbereite Spieler Platz. So spielten die Gäste von Beginn an eine kräfteschonende Zonenverteidigung, mit der die Gießener anders als gegen Lich diesmal gut zurechtkamen. In einem punktereichen ersten Viertel signalisierte sich allerdings, dass nach dem 26:28-Zwischenstand die Roßdorfer am Drücker sein könnten. Die Gießener Eins-gegen-Eins-Verteidigung agierte gegen das Spiel durch die Mitte zu langsam, und so gerieten sie zur Halbzeit mit 36:44 in Rückstand. Kapitän Stephan Seibert sorgte zwar schnell für den Anschluss, doch Roßdorf zog im Anschluss sogar zweistellig davon. Mit drei Dreiern zum Viertelende verkürzten die Gießener den Rückstand aber erneut auf 63:65. Es entwickelte sich eine enge Phase, in der Lorenz Kohl seine Pointers per Dreier zurück in Front brachte. Jetzt waren es die erfahrenen Spieler um Corey Lewis, die die kurze Rotation der Gäste bestraften und hochprozentig trafen. Mit einem Offensivfeuerwerk im Schlussabschnitt holen sich die Gießener den dritten Saisonsieg. »Ich bin stolz, wie meine Jungs nach dem Rückstand im dritten Viertel zurückgekommen sind. Die Youngster aus der NBBL haben gute Impulse von der Bank gegeben, und die etablierten Spieler haben souverän in der Offensive den Sieg fest gemacht«, so ein sichtlich erleichterter Trainer Sherman Lockhart. - Beste Werfer Gießen: Lewis (20, 1 Dreier), Seibert (20, 2 Dreier), Volkert (16, 2 Dreier).

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