Eiskalter Malvin Werth

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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(gae). Wieder so ein Krimi in fremder Umgebung! Die HSG Wetzlar U 23 scheint den Nervenkitzel zu lieben. Mit dem 26:25 (13:11)-Sieg beim SC DHFK Leipzig II in der Kleinen Arena im Gepäck ging es am Sonntagabend auf die Heimfahrt nach Mittelhessen.

Erneut bewies die junge Truppe von Trainer Thomas Weber ihre Kaltschnäuzigkeit. Kreisläufer Malvin Werth wurde kurz vor dem Ende in einer spannenden Auseinandersetzung zweier "Bundesligareserven", die sich bestens aus U 19- und früheren Zeiten kennen, glänzend bedient und ließ dem starken Christian Ole Simonsen im Tor der Leipziger keine Chance - 26:25-Führung bei einer Restspielzeit von 137 Sekunden. Crunchtime - die Zeit der grünen Karten. Erst die von den Leipzigern, die im Spiel auf Augenhöhe noch den Punkt retten wollten, dann die von Weber, der natürlich mit einem Sieg nach Hause wollte.

"Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben, besonders weil an diesem Spieltag einige Favoriten gescheitert sind. Jetzt sind wir Vierter. Aber wir wissen, dass hätte auch anders ausgehen können. Ein bisschen Glück braucht man einfach. Aber meine Mannschaft wurde aufgrund ihres Einsatzes belohnt", erklärte Weber. Er nahm auch Stellung zu der angeblich geglückten finanziellen Rettungsaktion des Drittligateams für die kommende Saison, die diese Zeitung am Freitag vermeldete. "Wie gesichert das ist, kann ich nicht sagen. Wenn es so ist, freut mich das natürlich."

Wie immer, wenn es gegen die Leipziger geht, ist es ein Spiel mit offenem Ausgang. Die Führungen wechselten stetig. Entscheidend war ab der 52. Minute, dass sich die HSG-U 23 trotz einer Zwei-Tore-Führung der Leipziger nicht abschütteln ließ. Im Gegenteil: Sie erhöhte die Intensität und lag durch Tore von Werth, Lukas Gümbel und Torben Waldgenbach mit 25:24 in Führung. Ein Zeichen dafür, dass die Weber-Truppe nie aufgibt.

SC DHFK Leipzig II: Guretzky, Simonsen; Szep-Kis, Fritzsche, Uhlig (1), Oehlrich, Ruoff (3), Hönicke, Wenzel (1), Hellmann (1), Fujita (3), Neudeck, Neumann (7, 3/4), Meyer-Siebert (1), Gansau (3), Seidler (6).

HSG Wetzlar U23: Suljakovic, Gümbel (6), Steinmüller, Lindenstruth (1), Weber (2), Bremond (4), Lauer (2), Werth (3), Kraft (2), Okpara, Torben Waldgenbach (6), Frenko

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Alexander Scheller/Nikolas Walther (HG Elm, Niedersachsen). - Zeitstrafen: 2/2. - Siebenmeter: 3:4/0:0.

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