Die Eintracht wird klassisch ausgekontert

(fro) Auch nach dem vierten Spiel der Saison muss Aufsteiger Eintracht Lollar weiterhin auf erste Zähler in der Fußball-Verbandsliga Mitte warten. Gestern Abend bezog die Elf von Interimstrainer Ingo Flechtner eine bittere 2:5-Niederlage gegen Mitaufsteiger Germania Schwanheim.

Zu allem Überfluss handelte sich der Lollarer Sebastian Bubbel kurz vor Ende noch einen Platzverweis ein. Bereits vor der Partie rissen die Hiobsbotschaften nicht ab, als Kadri Taskin und Marco D’Ambrosio kurzfristig absagen mussten.

Als die Gäste durch ein aus Lollarer Sicht irreguläres Tor in Führung gegangen waren, schien alles seinen »gewohnten« Gang zu nehmen. Jens Bretthauer scheiterte nach einem Handspiel an Eintracht-Keeper Philipp Hartmann, doch Alexander Stumm nutzte den Abpraller zum 1:0 (6.). Die Eintracht hatte aber die passende Antwort parat und glich durch einen Kopfballtreffer von Olivio Muayi aus (9.). In der Folgezeit hatten die Hausherren mehr von der Partie, doch beste Chancen wurden nicht genutzt. So scheiterten Sezgin Yedikat (19.), Barbaros Koyuncu (20./32.), Devaloir Kotcheu-Tchatchu (42.) und Oliver Schmidt (44.) in aussichtsreichen Positionen. Eintracht-Keeper Philipp Hartmann konnte sich bei Schüssen von Lukas Göttmann auszeichnen (36./39.). So ging es mit einem für die Gäste schmeichelhaften 1:1 in die Pause.

»Wir hatten uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, doch noch bevor ich richtig auf der Bank saß, stand es 1:2«, beschreibt Flechtner den Knackpunkt des Spiels. Nach einem Konter schloss Jens Bretthauer eine Hereingabe von Milan Colak ab (47.). Nachdem ein Distanzschuss von Anastasis Apostolou knapp am Germania-Tor vorbeigestrichen war (50.), folgte der nächste Nackenschlag für die Elf von Flechtner. Erneut zeigte sich seine Elf konteranfällig, was Bretthauer mit dem 3:1 dankend annahm (51.). Für neue Hoffnung sorgte der 2:3-Anschlusstreffer, den der eingewechselte Haydar Kilinc per Freistoß markierte (61.). Die Eintracht wollte nun nachlegen, doch erneut ging der Schuss nach hinten los. Jens Bretthauer spielte Philipp Hartmann aus und schob zum 2:4 aus Sicht der Eintracht ein (64.). Die endgültige Entscheidung fiel zwei Minuten später. Nach einem Lollarer Freistoß überbrückten die Gäste erneut schnell das gesamte Feld und markierten durch Junus Akcakaya den fünften Treffer. Eintracht Keeper Philipp Hartmann verhinderte mit einer Glanzparade gegen Mike Wenzel einen weiteren Gegentreffer (77.

). Andre Kleine vergab mit einem Volleyschuss die letzte Eintracht-Chance (79.). Negativer Höhepunkt aus Lollarer Sicht war die Rote Karte für Sebastian Bubbel, der für eine unbedachte Äußerung des Feldes verwiesen wurde (82.).

Eintracht Lollar: Hartmann; Tomicic, Kleine, Schmidt, Yedikat, Olivio Muayi (ab 54. Kilinc), Apostolou (ab 80. Güngör), Akci, Koyuncu, Schäfer (ab 63. Bubbel), Kotcheu-Tchatchu.

Germania Schwanheim: Kern; Weimer, Colak (ab 84. Trigilia), Terrell, Wenzel, Müller (ab 35. Göttmann), Akcakaya, El Ourdani, Römer (ab 87. Azaoum), Bretthauer, Stumm.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Martenstein (Cölbe). – Zuschauer: 90. – Torfolge: 0:1 (6.) Stumm, 1:1 (9.) Muayi, 1:2 (47.) Bretthauer, 1:3 (51.) Bretthauer, 2:3 (61.) Kilinc, 2:4 (64.) Bretthauer, 2:5 (66.) Akcakaya. – Gelbe Karten: Kleine, Kotcheu-Tchatchu – Weimer, El Ourdani. – Rote Karte: Bubbel (82.) wegen Unsportlichkeit.

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