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Trainer Peter Antschischkin startet mit dem SV Eintracht Lollar am Samstag mit dem Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel in die neue Hessenliga-Saison.

Eintracht Lollar führt das Feld an

  • VonMartin Ziehl
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(maz). Am kommenden Wochenende startet auch der Frauenfußball in die neue Saison 2021/22. Dabei gibt es in allen Spielklassen neue Einteilungen. Die Hessenliga wurde in zwei Gruppen eingeteilt, sodass der SV Eintracht Lollar in der Gruppe 1 an den Start geht und zunächst gegen den KSV Hessen Kassel, die SF/BG Marburg, die TSG Lütter, den TSV Pilgerzell und den TuS Großenenglis bis zum 6.

November eine Hin- und Rückrunde spielt. Anschließend bestreiten die besten drei Teams mit den besten drei der Gruppe 2 eine Aufstiegsrunde, in der ein Aufsteiger in die Regionalliga ermittelt wird. Die restlichen Teams beider Gruppen bestreiten eine Abstiegsrunde.

Eintracht-Trainer Peter Antschischkin geht ins zweite Jahr beim Hessenligisten und hatte in der Vorbereitung einige Dinge zu bearbeiten. Zwar konnte die Eintracht den Stamm der Mannschaft behalten und sich punktuell verstärken, doch einige schon letztes Jahr angekündigte Abgänge schmerzen schon ein wenig. Allen voran Urgestein Jacqueline Wagner, die ihre Laufbahn beendet - aber auch Johanna Straube, die wegen Umzugs nicht mehr im Kader steht. Auch Jeanine Stöfhas, die eine Pause einlegt, wird mit ihrer Erfahrung dem Team fehlen. Doch Antschischkin ist dennoch guter Dinge, dass sich die jüngeren Spielerinnen nun weiterentwickeln und mehr Verantwortung übernehmen. Das klappte in den Testspielen ganz gut, aber im ersten Pflichtspiel am letzten Samstag im Hessenpokal noch nicht, sodass die Eintracht mit einer 2:4-Niederlage aus der ersten Runde beim MFFC Wiesbaden, der seit Jahren eine feste Größe in der Hessenliga ist und sich selbst als Titelfavoriten für diese Saison benannt hat, kam.

Ansonsten ist es erklärtes Ziel, die Aufstiegsrunde zu erreichen, um sich mit den besten Teams in Hessen zu messen. Auftakt ist am Samstag um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel. Auch wenn das Team aus Kassel immer schon ein unangenehmer Gegner war, hofft Antschischkin auf den ersten Heimsieg.

Auf Ebene der Verbandsliga ist die Gruppeneinteilung etwas komplizierter, denn es gab schon zuvor eine Nord- und Südgruppe. Nun gibt es deren vier, und für die heimischen Teams bedeutet das, in der Verbandsliga Nord, Gruppe 2, anzutreten. Für den Sportkreis Gießen gehen dabei der TSV Klein-Linden und der FC Gießen an den Start.

Der TSV Klein-Linden, der ja schon vor drei Jahren den Sprung in die Hessenliga schaffte, gilt im Feld der Teams als gestandene Größe. TSV-Spielertrainerin Janin Hocker, die auch ins zweite Jahr geht, ist sehr zuversichtlich, die Aufstiegsrunde zu erreichen und in puncto Aufstieg ein Wörtchen mitzureden. Schon in der abgebrochenen Vorsaison waren die Gießener Vorstädterinnen fast konkurrenzlos. Aber auch Trainerin Hocker hat noch ein paar Baustellen. Zunächst schmerzt die langwierige Verletzung von Torjägerin Laura Wickert - und auch Hocker selbst ist derzeit nicht 100 Prozent einsatzfähig. Dennoch hat der TSV einen guten Kader für diese Spielklasse, denn wenn die jungen Topspielerinnen Mara Fugensi oder Kira Lein einen guten Tag erwischen, wird es für jeden Gegner schwer. Zudem stehen mit Janina Thür und Sophia Olt auch erfahrene Spielerinnen im Team, sodass der TSV sicher zu den Aufstiegskandidaten zu zählen ist. Gegner in der Gruppe von zunächst sieben Mannschaften sind: SC Soisdorf, SG Freiensteinau, SV Gläserzell II, TSV Poppenhausen, TuS Naunheim und der FC Gießen. Aufgrund der vielen Mannschaften dauert der Modus mit Hin- und Rückspielen bis zum 2. April 2022. Anschließend ermitteln die ersten drei der Gruppe 2 mit den ersten drei der Gruppe 1 einen Aufsteiger in die Hessenliga. Zum Auftakt muss der TSV Klein-Linden am Samstag, Anstoß 17 Uhr, bei der Regionalligareserve des SV Gläserzell antreten und steht damit vor einem ersten Prüfstein.

FFC Pohlheim nun als FC Gießen

Da sich der FFC Pohlheim als Frauenfußballverein aufgelöst hat, übernimmt der FC Gießen nun das Spielrecht in der Verbandsliga. Der Kader setzt sich dabei hauptsächlich aus Spielerinnen der Frauenmannschaft und den B-Juniorinnen des ehemaligen Pohlheimer Vereins zusammen. Neuer Trainer ist Etienn Römer, der auch als Sportlicher Leiter Jugend des FC Gießen fungiert. Die Zielsetzung der neuen Frauen-Abteilung des Regionalligisten formuliert Römer sehr vorsichtig: »Wir haben sicher das jüngste Team und wollen den Klassenerhalt schaffen.« Klar ist auch, dass die Heimspiele weiterhin auf dem Rasenplatz in Grüningen ausgetragen werden. Am 11. September startet der FC Gießen mit dem Heimspiel gegen den TSV Poppenhausen, Anstoß 18 Uhr.

In der Gruppenliga Nord-West, Gruppe 2 geht die SG Reiskirchen/Saasen an den Start. Weiterhin Trainer ist Jan Becke, der ins dritte Jahr an der Seitenlinie der SG geht. Im großen Ganzen blieb der Kader erhalten und wurde durch eigenen Nachwuchs und andere Kräfte punktuell verstärkt. Trainer Becke ist mit der Vorbereitung sehr zufrieden, denn die erzielten Testspiel-Ergebnisse, zum Beispiel ein 3:3 gegen Verbandsligist TSV Klein-Linden, stimmen zuversichtlich. Erklärtes Ziel ist natürlich das Erreichen der Aufstiegsrunde. Gegner sind dabei: Eintracht Lollar II, FC Weimar, FSV Hessen Wetzlar III und der TSV Bicken. Im Fünferfeld wird zunächst mit Hin- und Rückspiel bis zum 6. November gespielt. Anschließend spielen die ersten drei mit den besten drei der Gruppe 1 einen Aufsteiger in die Verbandsliga Nord aus. Dabei möchte die Becke-Elf ein entscheidendes Wort mitreden. Das Team aus Reiskirchen startet am Samstag mit der Auswärtspartie beim FC Weimar, Anstoß 17 Uhr, und steht dabei gleich vor einer Standortbestimmung. Natürlich hoffen alle, dass die Saison auch ohne große Unterbrechungen zu Ende gespielt werden kann.

Spielertrainerin Janin Hocker (Mitte) will mit ihren Teamkolleginnen des TSV Klein-Linden in der neuen Runde so oft wie möglich jubeln. ARCHIVFOTO: RAS

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