TV Waldgirmes

Mit einem 3:0 in die Relegation

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In der 3. Volleyball-Liga der Herren hat der TV Waldgirmes nach dem 3:0 über den VfB Friedrichshafen II als Vizemeister noch die Chance zum Zweitliga-Aufstieg.

Die Drittliga-Volleyballer des TV Waldgirmes haben ihre Saison am vergangenen Samstag mit einem deutlichen 3:0 (25:22, 25:21, 25:20)-Heimsieg gegen Absteiger VfB Friedrichshafen II abgeschlossen. Durch die gleichzeitige überraschende Niederlage der TSG Blankenloch beenden die Lahnauer die Spielzeit auf dem zweiten Tabellenplatz und erhalten die Chance, in zwei Relegationsspielen um die nächstjährige Teilnahme an der 2. Liga Süd zu kämpfen.

"Diese Woche werden Gespräche im Verein stattfinden, ob die Relegation angegangen wird", kündigte TVW-Coach Daniel Bock eine Entscheidung bis spätestens Anfang nächster Woche an und zeigte sich trotz der ergebnisoffenen Gespräche vorsichtig optimistisch. Sollten sich die Mittelhessen für die Relegation entscheiden, würde das Team um Libero Tobias Rücker am 26. und 28. April auf Leipzig treffen. Gegen die Ostdeutschen wäre vermutlich eine bessere Leistung als gegen die Truppe vom Bodensee erforderlich.

"Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit den Endphasen der Sätze auch. Mit den Phasen bis zur Crunchtime allerdings nicht", verwies Bock darauf, dass seine Mannschaft die Vorgaben bis kurz vor Ende aller drei Spielabschnitte nur bedingt umsetzte. "Vielleicht war die Spannung etwas raus oder es war die Nervosität, wir haben uns in einer ähnlichen Situation schon einmal schwergetan", spekulierte Bock über die Gründe.

Gegen Ende der Sätze präsentierte sich der TVW jedoch in Bestform und wusste durch fehlerarmes Spiel sowie eine gute Block- und Aufschlagleistung zu überzeugen. Henri Oetken, der eine starke Leistung im Block zeigte, sowie MVP Tobias Rücker, der in der Annahme und Feldabwehr glänzte, stachen auf Seiten der Gastgeber heraus. "Insgesamt war das kein schlechtes Spiel von uns, aber wir haben eine Menge leichter Fehler gemacht", konstatierte Bock im Nachhinein und wartet nun auf den Ausgang der Gespräche über die Relegations-Teilnahme.

Waldgirmes: Afflerbach, Cronau, Froböse, Hentschel, Martin, Oetken, Preisendörfer, Rasuli, Rücker, Schlecht.

Damen schaffen Klassenerhalt

Die Waldgirmeser Zweitliga-Volleyballerinnen haben am vergangenen Wochenende mit ihrem zweiten Sieg in Folge den Klassenerhalt in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd perfekt gemacht. Die Truppe von Coach Ralf Schnoor besiegte den Tabellenachten AllgäuStrom Volleys Sonthofen vor heimischem Publikum mit 3:0 (25:20, 25:18, 25:19). Durch den zweiten deutlichen 3:0-Erfolg gegen ein Team aus dem Tabellenmittelfeld binnen einer Woche stehen die Waldgirmeserinnen einen Spieltag vor Saisonende fünf Punkte vor dem Zwölftplatzierten TV Planegg-Krailling und können somit nicht mehr in die Bredouille geraten. Die Hausherrinnen legten gut los und zeigte sich von Beginn an ehrgeizig und zielstrebig. Auf Basis einer starken Aufschlagserie von Theresa Will erspielten sich die TVWlerinnen schnell einen Vorsprung (6:3) und wussten diesen über die Stationen 13:9 und 22:16 auszubauen und souverän ins Ziel zu bringen. "Es war deutlich zu sehen, dass wir alle drei Punkte zu Hause behalten wollten", freute sich TVW-Manager Friedhelm Rücker über die gute Leistung und lobte im Besonderen die "starken Aufschläge, zwingenden Angriffe und die gute Blockarbeit" in Durchgang Nummer eins.

Rückers Team gab auch im zweiten Spielabschnitt den Ton an. Die Waldgirmeserinnen, insbesondere in Person von Anna Borowek und der nach Spielende als MVP ausgezeichneten Elke Faust, setzten ihren Kontrahenten gehörig unter Druck. Erneut ließen die Gastgeberinnen nichts anbrennen und sicherten sich über die Spielstände 9:5, 19:12 und 22:17 souverän das 2:0 und den damit verbundenen ersten Tabellenpunkt. Doch mit diesem wollten sich die Lahnauerinnen nicht zufriedengeben und hielten ihre starke Performance auch im dritten Satz aufrecht. Die Gäste leisteten in diesem Satz große Gegenwehr, lagen beim 11:11 gleichauf und zwangen TVW-Coach Schnoor kurz darauf beim Stand von 12:15 aus Waldgirmeser Sicht sogar zu einer Auszeit. "Danach haben wir nicht mehr viel zugelassen und es war wieder Elke Faust, die uns mit ihren starken Aufschlägen in Führung brachte", analysierte Rücker nach Spielende. Der 12:15-Rückstand wurde schnell in eine 20:17-Führung gedreht und anschließend hatte Waldgirmes keine Probleme mehr, den wichtigen Dreier unter Dach und Fach zu bringen.

Waldgirmes: Blazek, Borowek, Cesar, Faust, Glaab, Kapitel, Lensing, Muschter, Potpara, Rücker, Schäbitz, Teßmer, Will.

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