Eine sehr hohe Hürde für Lich

(lad) Die Licher BasketBären gaben in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B mit dem Sieg vom letzten Wochenende gegen Ehingen ein klares Lebenszeichen von sich, doch auf diesem Erfolgserlebnis darf sich die Mannschaft nun nicht ausruhen: Nachlegen ist angesagt, um die Chance auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten.

(lad) Die Licher BasketBären gaben in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B mit dem Sieg vom letzten Wochenende gegen Ehingen ein klares Lebenszeichen von sich, doch auf diesem Erfolgserlebnis darf sich die Mannschaft nun nicht ausruhen: Nachlegen ist angesagt, um die Chance auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten.

Denn zu allem Übel gewannen gleichzeitig auch die wichtigsten direkten Abstiegsgegner, sodass nach wie vor fünf Siege auf das rettende Ufer aufzuholen sind. Einen davon könnten die Mittelhessen am Samstag (19.30 Uhr) bei den Hertener Löwen einfahren. Doch die Aufgabe scheint sehr mächtig - zumindest vom Papier her. Herten ist als Tabellenzweiter auf einem Aufstiegsplatz und mit 10:1-Siegen die beste Heimmannschaft der gesamten Liga. Auch im Hinrundenspiel zeigten die Löwen beim überaus klaren 80:55 in der Bärenhöhle bereits deutlich, wer auch in fremder Halle der König unter den Tieren ist.

In der letzten Woche strauchelten die Ruhrstädter allerdings gewaltig, als sie bereits nach 33 Minuten mit 74:101 in Weißenhorn zurücklagen. Dann verließen sie die Halle, woraufhin das Spiel zunächst mit eben diesem 101:74 gewertet wurde. Hintergrund war ein undichtes Hallendach Weißenhorns, das Pfützen auf dem Spielfeld verursachte: Die Löwen waren nur unter Vorbehalt angetreten, und als Guard Maik Berger nach 33 Minuten ausrutschte und sich verletzte, sah sich der Gast zum Abbruch gezwungen und legte anschließend Einspruch gegen die Wertung ein, der noch läuft. Doch auch ohne Berger, der eine Bänderdehnung erlitt, hat das Team noch einen starken Kader.

"Mit Ahmad Smith und Cory Abercrombie hat Herten zwei sehr gute Amerikaner, die es zu kontrollieren gilt. Im Hinspiel hatten sie uns auf dem falschen Fuß erwischt und aus den Plays herausgenommen. Wenn wir aber mit derselben Intensität spielen wie letzte Woche, uns füreinander einsetzen und kämpfen, dann haben wir auch in Herten gute Chancen", lässt sich Lichs Trainer Gerald Wasshuber nicht von der gegensätzlichen Tabellensituation beirren. Doch das Team von Coach Boris Kaminski, das als Einziges der Liga personell komplett unverändert seit dem Saisonbeginn ist (weder Zu- noch Abgänge), glänzt mit vielen guten Bilanzen.

So hat Herten die zweitbeste Defense der Liga und kommt meist durch Spielzüge aus der Nahdistanz zu Punkten. Grundlage für erfolgreiche Fastbreaks ist die Reboundstärke, vor allem unter dem eigenen Korb. Mit Aufbauspieler Smith (8,9 Rebounds pro Spiel), dem 2,01 Meter großen Abercrombie (7,2 Rebounds) und dem 2,06 Meter großen Joleik Schaffrath (7,4 Rebounds) hat der Ligazweite einige der besten Rebounder der Pro B in seinen Reihen. Die natürlich auch allesamt punkten können, wie Smith mit 18,1 Punkten (der mit 7,3 Assists auch der beste Vorlagengeber der Liga ist), Abercrombie mit 14,4 Punkten, Schaffrath mit 12,6 Punkten oder Small Forward Vincent Kittmann mit 12,1 Punkten beweisen.

Auf der Gegenseite wird Johannes Lischka erneut gleichzeitig mit den Gießen 46ers gegen Braunschweig spielen, während der Einsatz von Mathias Perl (umgeknickt) noch fraglich ist. Doch Lich ist in seiner aktuellen Form trotzdem nicht zu unterschätzen, wie es bereits in derselben Besetzung gegen Ehingen bewies.

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