Eine Reise in die Vergangenheit

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(ms/lv). Geht es nach dem Papier, dann ist Handball-Bundesligist HSG Wetzlar am Mittwochabend (20 Uhr) im Zweitrundenspiel des DHB-Pokals beim Zweitligisten ThSV Eisenach klar favorisiert. Alles andere als ein ungefährdeter Erfolg der Truppe von Trainer Benjamin Matschke käme einer Überraschung gleich.

Die Wetzlarer erlebten innerhalb weniger Tage laut Matschke »Himmel und Hölle«. Zuerst knackten sie den Vereinsrekord mit dem höchsten Bundesligasieg (38:16 gegen Hannover-Burgdorf), dann mussten sie sich bei Aufsteiger Hamburg mit 23:31 geschlagen geben. Nun geht es im Pokal weiter, und Matschke warnt: »Wir müssen von der ersten Sekunde hellwach sein und nehmen Eisenach sehr ernst. Natürlich wollen wir in die nächste Runde einziehen, aber wissen auch, dass dies kein Spaziergang werden wird.« Patrick Gempp und Alexander Feld fehlen weiter verletzungsbedingt.

Eisenach ist in der 2. Liga mehr schlecht als recht gestartet. Die Mannschaft von Trainer Markus Murfuni weist nach vier Spieltagen 2:6 Punkte auf. »Wir treffen auf einen eingespielten Brocken Erstliga-Qualität«, hat Murfuni erklärt. Freilich werden die Thüringer alles versuchen, um den Mittelhessen das Leben so schwer wie möglich zu machen. »Wir können frei aufspielen. Wetzlar spielt einen schnellen Handball, da wird es entscheidend sein, wie schnell wir nach vorn und wieder zurückkommen«, so der ThSV-Coach.

Die Zeit der nahezu jährlichen Aufeinandertreffen liegt länger zurück. In der Saison 2015/2016 trafen der ThSV und die HSG letztmalig in einem Pflichtspiel, seinerzeit um Erstliga-Zähler, aufeinander. Beide Spiele entschieden die Mittelhessen für sich. Danach gab es noch etliche Testspiele zwischen beiden Teams. Die heutige Pokalpartie ist übrigens der 31. Pflichtspiel-Vergleich der Kontrahenten.

Die HSG Wetzlar, vormals HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, und der ThSV Eisenach lieferten sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands rassige Duelle. In den 90er Jahren saß Rainer Osmann auf der Trainerbank des ThSV, bei der HSG hielt Rainer Dotzauer die Fäden in der Hand. In Dutenhofen beziehungsweise in Eisenach gab es immer wieder spannende Spiele der Protagonisten. Vielleicht setzt sich diese Tradition heute Abend fort.

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