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Adam Nyfjäll bei der Blutabnahme.

HSG Wetzlar

Eine neue Zeitrechnung

  • Daniela Pieth
    VonDaniela Pieth
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Bei Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Die Ära von Trainer Kai Wandschneider ist zu Ende. Benjamin Matschke hat die sportliche Verantwortung übernommen.

Am Sonntag begann bei Handball-Bundesligist HSG Wetzlar eine neue Zeitrechnung. Unter der Leitung von Trainer Benjamin Matschke versammelte sich der Kader der Grün-Weißen zur ersten Trainingseinheit nach der Ära Kai Wandschneider. Am Montag stellten sich Matschke und die drei Neuzugänge Adam Nyfjäll, Domen Novak und Felix Danner der versammelten Presse vor.

Die 24. Erstligasaison der Wetzlarer in Folge ist geprägt vom Wechsel auf dem Trainerstuhl. Zudem reißen die Abgänge von Kreisläufer Anton Lindskog (SG Flensburg/Handewitt) und Kapitän Kristian Björnsen (Aalborg Handbold) große Lücken in das Konstrukt der HSG. »Es wird spannend, zu sehen, wer in Führungspositionen schlüpfen kann und wie sich die Mannschaft entwickelt«, geht Matschke die neue Aufgabe und die damit verbundene Herausforderung an.

Ein paar schlechte Nachrichten gab es aber auch zu vermelden, denn Maximilian Holst musste sich vor wenigen Tagen einer Leistenoperation unterziehen. Aufgrund dieser Verletzung verpasste der Linksaußen bereits die letzten Spiele der Vorsaison. Alexander Feld befindet sich nach seinem Abriss der Adduktorensehne noch in der Reha.

Stefan Cavor indes ist nach seiner Fraktur des Mittelhandknochens der linken Wurfhand am Sonntag wieder ins Training eingestiegen. Auch Olle Forsell Schefvert befindet sich im Training. Beide sind gut belastbar, brauchen aber noch einige Zeit, bis sie wieder bei 100 Prozent angekommen sind.

Aufgrund der Verletzung von Feld und der Abwesenheit von Magnus Fredriksen, der sich mit der norwegischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio befindet, verschiebt sich der Wechsel von Filip Mirkulovski auf die Trainerbank erneut. Er steht zunächst weiterhin als Standby-Spielmacher zur Verfügung.

Eine Neuerung gibt es auch im Team um das Team. Mit Hanna Gerber komplettiert eine Sportpsychologin die Betreuung rund um die Spieler. Gerber wurde von Matschke mit ins Boot geholt, der bereits bei seinem vorigen Verein, den Eulen Ludwigshafen, mit ihr zusammengearbeitet hat. »Sie wird uns extrem bereichern«, fügt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp an.

Der Vorbereitungsfahrplan sieht wie folgt aus: Von diesem Donnerstag bis kommenden Sonntag soll im Trainingslager im baden-württembergischen Lautenbach der Grundstein in Sachen Teambuilding für die Saison gelegt werden. Am 7./8. August folgen zwei Testspiele in der Rittal-Arena (ohne Zuschauer) gegen Kriens Luzern und Bayer Dormagen. Vom 13. bis 15. August tritt die HSG beim S-Cup in Altensteig an und kurz danach (19. bis 21.-21. August) beim heimischen Linden-Cup. Hier trifft man auf die MT Melsungen, den Bergischen HC und den TV 05/07 Hüttenberg. Abgerundet wird die Vorbereitung mit zwei Testspielen gegen TuSEM Essen (28. August, Rittal-Arena) und einen noch zu benennenden Gegner eine Woche vor Saisonbeginn am 31. August.

Unter welchen Voraussetzungen die neue Saison im Hinblick auf Corona-Maßnahmen abgewickelt werden kann, konnte Seipp am Montag noch nicht sagen. »Wir stehen im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt und dem Lahn-Dill-Kreis.«

Seipp macht aber auch klar, dass eine Fortführung des Hygienekonzeptes der Vorsaison keine Alternative ist, da es den Verein wirtschaftlich überfordern würde. »Sobald wir zu 100 Prozent wissen, was geht und was nicht geht, werden wir auf unsere Fans zukommen. Wir arbeiten an entsprechenden Konzepten, wollen aber keine Hoffnungen wecken, ohne sie erfüllen zu können.« Am 9. September erfolgt dann der Startschuss zur Bundesliga-Saison 2021/22 bei den Füchsen Berlin.

Die ersten Partien / 9 September bei den Füchsen Berlin, 12. September gegen TBV Lemgo-Lippe, 16. September beim SC Magdeburg, 26. September gegen TSV Hannover-Burgdorf, 30. September beim HSV Hamburg.

Pressekonferenz der HSG zum Saisonstart 2021/2022 mit (v. l.) Kreisläufer Adam Nyfjäll, Rechtsaußen Domen Novak, Geschäftsführer Bjoern Seipp, Trainer Benjamin Matschke und Routinier Felix Danner.

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