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Trainer Kai Wandschneider und sein Co Jasmin Camdzic (3. v. r.) werden ihre Mannschaft für das Gastspiel in Magdeburg einzustellen wissen.

HSG Wetzlar

Eine Herkulesaufgabe für die HSG Wetzlar

  • Michael Schüssler
    VonMichael Schüssler
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Die Vertreter der Handball-Bundesliga befinden sich kurz vor dem Ziel. Im vorletzten Spiel von Kai Wandschneider als Trainer der HSG Wetzlar geht es für die Mittelhessen heute zum SC Magdeburg.

Nach drei Niederlagen in Folge kehrte die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga am letzten Wochenende mit dem 29:26-Erfolg gegen den SC DHfK Leipzig wieder in die Erfolgsspur zurück. Einmal mehr trotzten die Schützlinge von Trainer Kai Wandschneider ihren personellen Problemen, doch die lange und harte Corona-Saison hat bei allen Bundesligisten Spuren hinterlassen. Nun ist es fast geschafft, zwei Partien stehen noch an. Die vorletzte führt die HSG Wetzlar am Donnerstag (19 Uhr/live bei Sky) zum einem Schwergewicht, vorstellig wird man beim Tabellendritten SC Magdeburg.

Die Ausgangslage: Die HSG Wetzlar spielt angesichts der personellen Ausfälle eine überragende Saison - davon zeugte zuletzt der Sieg gegen Leipzig. Im Klassement belegt man Platz neun, einstellig soll diese Position auch am Saisonende sein. Gegner SC Magdeburg wird die Runde auf Rang drei abschließen, ein ebenso gutes Resultat. »Sie spielen eine überragende Saison, es ist ein überragendes Team«, lobt Kai Wandschneider den Kontrahenten, der ausführt: »Sie haben eine ganz spezielle Spielweise, ihre 6:0-Abwehr ist sehr flexibel. Und sie sind die effizienteste Gegenstoß-Mannschaft der Liga, wir liegen hier übrigens auf Rang zwei.«

Die Personallage: Da ist bei der HSG alles beim Alten: Stefan Cavor, Olle Forsell Schefvert und Alexander Feld fehlen weiterhin, mehr als fraglich ist der Einsatz von Siebenmeter-Spezialist Maximilian Holst, den immer noch Oberschenkelprobleme plagen. Gegen Leipzig konnte er nur die Siebenmeter werfen, auch in Magdeburg wird es kaum anders sein, sofern er mitwirken kann. Emil Mellegard hat seine Magen-Darm-Verstimmung überwunden, gegen Leipzig wirkte er bereits mit. Beim SC sieht es personell weitaus besser aus, Ausfälle sind aktuell nicht zu verzeichnen, sieht man einmal von Keeper Jannick Green ab, der sich nach dem Spiel in Mannheim einer Knie-OP unterzogen hat.

Der Gegner: Die letzten drei Partien hat der SC Magdeburg gewonnen, darunter war auch das 34:33 gegen den THW Kiel. Und kürzlich hat der Klub aus Sachsen-Anhalt die European League gewonnen. Im Klassement der Bundesliga belegt das Team von Trainer Bennet Wiegert Rang drei, Die mit Hochkarätern gespickte Truppe des SC stellt aktuell auch mit Ómar Ingi Magnússon den Topscorer der Liga, bislang hat er es auf 254 Treffer gebracht. Auch Christian O’Sullivan gehört zu den Topspielern der Liga, auf die Mittelhessen wartet eine Herkulesaufgabe. In der Hinrunde gab es am 22. Dezember 2020 ein 24:24 in Wetzlar. »Da lagen wir in Halbzeit eins fast schon aussichtslos mit 5:12 hinten, ehe wir bis zur Pause auf 10:12 verkürzen konnten. Die zweite Halbzeit haben wir dann 14:12 gewonnen. Aber da waren wir komplett«, sagt Kai Wandschneider. Beim erneuten Aufeindertreffen heute in Magdeburg wäre ein Remis angesichts der Personalsituation eine sehr, sehr große Überraschung. Das weiß auch Wandschneider: »Wir werden trotzdem unser Bestes geben.«

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