Eine Halbzeit lang ebenbürtiger Kontrahent

(jms) "Das war über weite Strecken eine sehr ordentliche Leistung unserer Mannschaft. Lediglich zehn Minuten nach der Pause sind wir von Sindelfingen etwas überrollt worden. Es lässt sich aber darauf aufbauen", war Eckhard Weber nach der 26:33 (15:15)-Niederlage seines TV 05 Mainzlar beim Spitzenreiter der 2. Handball Bundesliga Süd der Frauen, VfL Sindelfingen, nicht unzufrieden. Denn vor allem im ersten Abschnitt verkaufte sich das Team des Trainerduos Dr. Gerlach/Weber frech und unbeschwert und schnupperte beim Überteam tatsächlich für 30 Minuten an einem fetten Überraschungscoup. Dass dieser dennoch ausblieb, lag an einem Einbruch kurz nach der Halbzeitpause, als der TV 05 Mainzlar kopflos umherirrte und all das falsch machte, was zuvor so perfekt umgesetzt wurde.

(jms) "Das war über weite Strecken eine sehr ordentliche Leistung unserer Mannschaft. Lediglich zehn Minuten nach der Pause sind wir von Sindelfingen etwas überrollt worden. Es lässt sich aber darauf aufbauen", war Eckhard Weber nach der 26:33 (15:15)-Niederlage seines TV 05 Mainzlar beim Spitzenreiter der 2. Handball Bundesliga Süd der Frauen, VfL Sindelfingen, nicht unzufrieden. Denn vor allem im ersten Abschnitt verkaufte sich das Team des Trainerduos Dr. Gerlach/Weber frech und unbeschwert und schnupperte beim Überteam tatsächlich für 30 Minuten an einem fetten Überraschungscoup. Dass dieser dennoch ausblieb, lag an einem Einbruch kurz nach der Halbzeitpause, als der TV 05 Mainzlar kopflos umherirrte und all das falsch machte, was zuvor so perfekt umgesetzt wurde.

Als Jonna Jensen kurz vor der Halbzeit zum 15:15 einwarf, keimte im Lager der Mittelhessen große Hoffnung auf. Doch zwölf Minuten nach dem Wiederanpfiff war die Partie entschieden und der TVM geschlagen. "Ich hatte bereits im Vorfeld der Begegnung die wichtige Bedeutung des Rückzugsverhaltens angesprochen. Uns ist genau das zum Verhängnis geworden. Denn wir haben im Angriff in dieser Phase zu viele technische Fehler gemacht und sind dadurch ins Hintertreffen gekommen. Sindelfingen kontert unglaublich stark", erläuterte Weber die vermeidbaren Fehler.

Vor allem gegen die wurfgewaltige Hannah Halynskaya fanden die Staufenbergerinnen keine Mittel. Die 32-jährige Schützin traf zunächst zum 19:16 (36.), ehe sie fünf Minuten später gar auf 22:17 erhöhte. Als sie wiederum zwei Minuten danach das 24:17 markierte, war Mainzlar so gut wie geschlagen. "Bei solch einer Mannschaft ist es fast unmöglich, einen so hohen Rückstand aufzuholen", meinte Weber. Sindelfingen zeigte just in der Mainzlarer Schwächephase, warum es auf dem ersten Platz rangiert. Denn die mannschaftliche Ausgeglichenheit ist schon imposant. "Auf jeder Position ist Sindelfingen stark besetzt", schwärmte Weber. So erwies sich Christina Ackermann als bärenstarke Spielerin. Fünf Treffer und eine gute Übersicht zeichneten die schnelle Linksaußenspielerin am Samstag aus. Vor allem im Gegenstoß war Ackermann nicht zu stoppen.

Und Mainzlar? Beim TVM machte sich das Mitwirken von Leila Hadi positiv bemerkbar. Die schussstarke Französin konnte nach ihrer Außenbandverletzung im Sprunggelenk wieder mitwirken und traf trotz des Trainingsrückstandes ganze fünf Mal ins Schwarze. "Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Aber bei uns gab es keine Spielerin, die besonders gut oder besonders schlecht gespielt hat. Als es gut lief, waren eigentlich alle recht stark. In der Schwächephase hat auch jede mit technischen Fehlern dazu beigetragen, dass wir verloren haben", beschreibt Weber die Leistung seiner Schützlinge, die immerhin am Ende der Partie trotz des hohen Rückstandes die Nerven behielten und Moral zeigten. Nach dem 29:20 von Ina Großmann in der 49. Minute schaffte Sophia Bepler - die nach ihrer Grippe wieder mitwirken und drei Treffer beisteuern konnte - mit ihrem Tor zum 24:30 (57.) ein bisschen Ergebniskosmetik.

Für die TVM-Verantwortlichen ein wichtiges Zeichen, denn in der kommenden Woche kommt mit der SG Kirchhof ein direkter Konkurrent im Überlebenskampf in die Sporthalle der Lollarer Clemens-Brentano Europaschule. "Da müssen wir sehr konzentriert zu Werke gehen und uns gut vorbereiten. Die Ansätze in Sindelfingen waren sehr gut. Darauf lässt sich aufbauen", gab sich Weber optimistisch. Denn in der kommenden Woche wird es nicht ausreichen, sich nur gut zu verkaufen. Gegen die Nordhessinnen zählt nur ein Sieg.

VfL Sindelfingen: Epple, Bartek; Grabowski, Kölbl (2), Fischer (4), Ackermann (5), Sommerlund (1), Halynskaya (9/2), Holder (1), Högl (3), Rösler (2), Großmann (2), Cartarius (4/3).

TV 05 Mainzlar: Krajcarova, Tornow, Völpel; Podelean (4/2), Wenzl, Atanasoska (1), Koljanin (4), Wolff, Reeh, Deuster, Bournez (5/1), Bepler (3), Hadi (5), Jensen (4).

Stenogramm / SR.: Baumgart/Wild (Neuried/Offenburg).- Zus.: 420.- Zeitstrafen: 4:8 Min.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare