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Hendrik Starostzi, hier noch im Dress des FC Gießen, fühlt sich beim KSV Hessen Kassel pudelwohl.

»Eine funktionierende Infrastruktur«

(hna). Nachtreten passt nicht zu Hendrik Starostzik. Der Innenverteidiger hat in seiner Karriere noch nie eine Rote Karte gesehen - und auch neben dem Platz ist er nicht auf böses Blut aus. Als er im Sommer innerhalb der Fußball-Regionalliga Südwest vom FC Gießen nach einem Jahr zum KSV Hessen Kassel gewechselt war, hatte er sich zwar noch recht deutlich über die Gründe geäußert.

Nun sagt er vor dem Aufeinandertreffen seines Ex-Teams mit den Kasselern am Samstag im Waldstadion in Gießen (14 Uhr): »Das Kapitel ist abgeschlossen. Ich will da kein Fass mehr aufmachen und mich auf das Zukünftige konzentrieren.«

Dass der 30-Jährige mittlerweile gelassen auf seine Zeit in Mittelhessen zurückblickt, hat sicher auch damit zu tun, dass er beim neuen Team schnell angekommen ist. Von Beginn an war Starostzik Stammspieler beim KSV Hessen, bildet mit Maurice Springfeld, der ebenfalls vom FC Homburg neu nach Nordhessen kam, ein starkes Duo. Zudem ist der Abwehrspieler mit drei Treffern der zweitbeste Torschütze des KSV.

Dass er bei Standardsituationen im gegnerischen Strafraum Stärken hat, hatte er mit vier Toren in der vergangenen Saison auch in Gießen bewiesen. Genau dafür hatte ihn der KSV ja auch geholt. Weil klar war, dass Kevin Nennhuber - Abwehrchef der Vorsaison und ein Jahr zuvor aus Gießen nach Kassel gewechselt - mit einer Fußverletzung noch länger ausfallen wird, war der Klub auf der Suche nach einem neuen Leitwolf, der auch lautstark auf dem Platz agiert.

Zudem brauchte das Team von Trainer Tobias Damm nach dem Umbruch im Sommer auch etwas Erfahrung. Starostzik ist nun nach Nennhuber, Ingmar Merle und Tim Brandner der viertälteste Spieler im Kader der Nordhessen.

Der 30-Jährige selbst sagt: »Ich bin persönlich sehr zufrieden. Ich fühle mich im ganzen Verein pudelwohl, bin in eine gefestigte Mannschaft gekommen, der Klub hat eine funktionierende Infrastruktur.« Es sind auch diese Dinge, die ihm nach einem Jahr in Gießen, das mit drohender Insolvenz und Notvorstand sehr unruhig war, wichtig sind.

Wohnen tut Starostzik aber weiterhin in Gießen. Das sei ein klarer Deal mit seiner Frau gewesen, die in den Jahren zuvor immer mit ihm umgezogen sei, wenn er den Verein gewechselt hat. Nun hätten sich die beiden einen Rückzugsort in Gießen geschaffen, der gemeinsame Sohn gehe dort in den Kindergarten. Eins ist klar: Starostzik wird am Samstag die kürzeste Anfahrt haben, wenn der KSV in Gießen zu Gast ist.

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