Eine bittere Niederlage für den TV Waldgirmes

(luk) Eine bittere und unnötige Niederlage in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd musste der abstiegsbedrohte TV Waldgirmes am Samstag mit dem 2:3 (25:19, 24:26, 21:25, 25:21, 8:15) gegen den TSV Friedberg einstecken und bleibt damit in der Tabelle mit nur zwei Siegen auf Platz elf.

(luk) Eine bittere und unnötige Niederlage in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd musste der abstiegsbedrohte TV Waldgirmes am Samstag mit dem 2:3 (25:19, 24:26, 21:25, 25:21, 8:15) gegen den TSV Friedberg einstecken und bleibt damit in der Tabelle mit nur zwei Siegen auf Platz elf. "Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen, der knappe zweite Satz war der Knackpunkt", so der enttäuschte Kapitän Hannes Hübner.

Der erste Satz lief noch ganz nach Wunsch der Lahnauer, denn man ließ den Gästen aus Bayern kaum eine Chance. Über 7:3 und 19:13 kam man schließlich zu einem nie gefährdeten 25:19-Satzerfolg - und die Hoffnung auf den benötigten Sieg war bei den 450 Zuschauern groß. Im zweiten Satz zeigte Friedberg dann jedoch, dass man den Tabellenführer aus Grafing nicht durch Zufall geschlagen hatte und kam vor allem in Person von Andreas Eichhorn immer besser ins Spiel. Nach einem guten Start versäumte es Waldgirmes aber, den Sack zuzumachen und musste den 20:20-Ausgleich hinnehmen. Dann gingen die Gäste sogar mit 22:20 in Führung, doch der TVW schlug in Person von Moritz Kaup und Peter Wolf wieder zum Ausgleich zurück. Es war nun ein Duell auf Augenhöhe, schlussendlich war es ein Angriffsball von Hübner, den die Friedberger zum 26:24-Satzgewinn blocken konnten.

"Dieser Satz musste nach Hause, und hätten wir weniger leichte Fehler gemacht, wäre es kein Problem gewesen", analysierte Trainer Daniel Bock nach dem Spiel.

Die Spieler des TVW waren geknickt, schafften es aber zunächst, den dritten Satz bis zum 8:8 ausgeglichen zu gestalten. Dann jedoch schlichen sich wieder Fehler und Unkonzentriertheiten in das Spiel der Hausherren und man ließ Friedberg auf 16:9 davonziehen. Doch wiederum Kaup und Wolf nahmen nun im Angriff das Heft in die Hand und führten ihre Mannschaft auf 19:21 heran. Aber nun trat erneut der starke Eichhorn auf den Plan und durchkreuzte die TV-Hoffnungen, das Blatt noch zu wenden und besorgte den 25:21-Satzgewinn für seine Mannschaft. Die Zuschauer merkten nun, dass ihre Mannschaft die Unterstützung benötigte und klatschten ihr Team, das gut in den vierten Satz startete, nach vorne. Zwar lief man immer einem kleinen Rückstand hinterher, agierte aber wieder auf Augenhöhe mit dem Gegner. Dann führten einige starke Aktionen von Sascha Petrick und Kaup sowie eine gute Aufschlagsserie von Wolf zu einer 19:15-Führung für den TVW. Diese Führung sollte nicht mehr aus der Hand gegeben werden, und erneut Kaup war es, der mit seinen Punkten zum 25:21 den 2:2-Satzausgleich besorgte.

"Der Druck war dann im letzten Satz vielleicht zu gro?, versuchte TV-Manager Friedhelm Rücker eine Erklärung dafür zu finden, was sich dann im entscheidenden Satz abspielte. Bis zum 3:4 konnte man noch mithalten, dann jedoch begann bei der Bock-Truppe zunehmend das Nervenflattern und man geriet vorentscheidend mit 4:11 in Rückstand. Dieser Rückstand war nicht mehr aufzuholen und man verlor durch das 8:15 Satz und Spiel. Ein Kompliment gab es vom überglücklichen Trainer der Gäste Hans-Jörg Bär, der den Lahnauern eine erstligataugliche Stimmung und Halle attestierte, und tatsächlich steht der TV Waldgirms in der Zuschauerstatistik auf Platz eins. In der sportlichen Tabelle jedoch steckt man weiterhin tief im Abstiegskampf und hätte diese Punkte am ersten Adventswochenende sehr gut gebrauchen können. "Wir haben jetzt Abstiegskampf pur", gab Bock unumwunden zu.

TV Waldgirmes: Schlecht, Breither, Debus, Röder, Krüger, Schlierbach, Rücker, Hübner, Petrick, Wolf, Kaup, Dreher.

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