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Philippe Oyono Essam (HSG Wettenberg, 24) springt höher als Mario Fernandes (TV Petterweil, 17) und kommt zum Abschluss. Die Oberliga-Partie verloren die Wettenberger am Ende dennoch unglücklich mit 30:31.

Ein-Tore-Niederlage

  • VonPeter Hett
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(hep). In der Handball-Oberliga der Männer hat die HSG Wettenberg am Sonntagabend eine unglückliche 30:31 (15:14)-Niederlage beim TV Petterweil einstecken müssen. In einem hochklassigen Spiel siegten die Wetterauer dank einer, vor allem in der zweiten Halbzeit, starken Abwehrarbeit. Selbst die von Tom Warnke erzielten 13 Tore reichten unterdes den Wettenbergern nicht, um am Ende beim Aufsteiger zu punkten.

Trotz einer schnellen 2:0- Führung für Wettenberg (Weise, Panther/4.) entwickelte sich für den Rest der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe. Obwohl HSG-Torwart Jan Stroh gleich zu Beginn zwei freie TVP-Chancen parierte, bekamen er und sein Gegenüber Iteb Bouali zunächst nicht viel zu fassen. Bis zum 7:9 (Warnke/11.) blieb der Gast mit zwei Toren vorne. Ein kurzer Petterweiler Zwischenspurt mit drei Toren in Folge bescherte der Peschke-Sieben einer erste 10:9 (15.) Führung. Beim 11:11 (Lauber/18.) hatte der Gast das Spiel wieder ausgeglichen und legte dann mit zwei Toren von Weise und Warnke wieder zwei Tore zum 13:11 vor.

Die Gästeführung hatte bis zur Pause Bestand. Trainer Axel Spandau hatte Mitte der ersten Halbzeit nicht nur den Torhüter gewechselt, sondern auch seine Abwehr von einer 6:0- auf eine offensivere 5:1- Formation umgestellt.

Eine spielentscheidende Änderung nahm dagegen sein Gegenüber Martin Peschke nach 21 Minuten vor, indem er seinen Neuzugang Stephan Pletz einwechselte. Der jetzt neu formierte TVP-Innenblock mit Pletz und Jonas Koffler funktionierte von Minute zu Minute besser, und auch Torwart Bouali fand mehr und mehr zur gewohnten Form. Trotzdem legte Wettenberg zunächst weiter vor und nahm eine 15:14-Führung mit in die Pause.

Direkt nach Wiederbeginn sorgten zwei Tore von Jonas Koffler und Neuhalfen für die entscheidende Wende zur Petterweiler 16:15-Führung, die bis zur 47. Minute auf 24:20 ausgebaut wurde. Wettenberg ließ sich aber nicht abschütteln und glich das Spiel beim 25:25 (Weber/51.) wieder aus. Bis zum 28:28 (57.) blieb es beim patt. Pletz und Bachmann sorgten dann mit ihren Toren für das 30:28 (58:37) und damit für die Entscheidung. Selbst ein bärenstarker Tom Warnke konnte die Niederlage seiner HSG nicht mehr verhindern.

Moral gezeigt

»Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt. Nach dem Wechsel hat uns dann Petterweils Torwart den Schneid aufgekauft und wir haben die Linie verloren. Meine Mannschaft hatte eine Top-Moral, was uns nach dem Vier-Tore-Rückstand nochmals eine 27:26-Führung brachte«, analysierte HSG-Coach Axel Spandau das Spiel und sah Gründe für die Niederlage auch darin, dass es seiner Mannschaft nicht gelungen war, Petterweils Koffler und Wassberg in komplett den Griff zu bekommen.

»Es war meine Woche. Am Donnerstag bin ich Vater eines Jungen geworden und heute hat mich meine Mannschaft mit diesem Sieg nochmals beschenkt«, war das kurze Statement vom überglücklichen Martin Peschke auf Petterweiler Seite.

TV Petterweil: Bouali; Trouvain, Bachmann (2), Kusan, Benedikt Pfeiffer, Felix Koffler, Fernandes (2), Jonas Koffler (9/1), Neuhalfen (4), Wassberg (6), Pletz (6), Jankovic (2).

HSG Wettenberg: Stroh, Laudt; Schwarz, Anhäuser, Werner (3) , Panther (3), Weidner, Rabe, Laudt, Warnke (13/2), Weber, Olbert, Oyono (2), Lauber (2), Weise (7).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Kaiser/Paul (Heusenstamm/Mühlheim). - Zuschauer: 300. - Siebenmeter: 2/1:5/3. - Zeitstrafen: 10:4 Minuten.

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