HSG Wetzlar

Ein ganz starker Auftritt der HSG Wetzlar

Die HSG Wetzlar hat ihren personellen Sorgen getrotzt. In der Handball-Bundesliga gewinnt die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 30:29.

Die Voraussetzungen für die HSG Wetzlar für das Auswärtsspiel der Handball-Bundesliga am Sonntag bei der HSG Nordhorn-Lingen waren alles andere als gut. So fehlte neben Alexander Feld und dem wegen seiner Knie-OP nach Schweden abgereisten Olle Forsell Schefvert auch Magnus Fredriksen. Im Abschlusstraining vor der letzten Partie hatte sich der norwegische Spielmacher eine Gehirnerschütterung zugezogen. Doch die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider trotzte den personellen Widrigkeiten und setzte sich am Ende mit 30:29 (17:12) durch.

Dementsprechend zufrieden war denn auch Kai Wandschneider: “Ich bin total stolz auf diese Mannschaft. Mir war klar, dass es eng werden würde, weil die Kraft nachließ. Meine Mannschaft hat wieder einen unglaublichen Charakter gezeigt! Mich persönlich freut es unheimlich für Philip Henningsson, er ist ein toller Teamplayer.„

Direkt im ersten Angriff konnte der beste Torschütze der Liga, Robert Weber, Wetzlars Keeper Till Klimpke per Siebenmeter nicht überwinden. Anton Lindskog und Emil Mellegard trafen ihrerseits zur 2:0-Führung für die Mittelhessen. Zwei Fehlwürfe der Wetzlarer nutzte Robert Weber per Tempogegenstoß aber dann zum 4:4. Nach und nach aber setzten sich die Gäste dann ab. Nach einer Viertelstunde traf Lindskog zum 10:7.

Nach einem Foul an Lenny Rubin erzielte Maximilian Holst per Siebenmeter sein 100. Tor der Saison. Nach einer starken Abwehraktion konnte Emil Mellegard per Tempogegenstoß das 16:10 markieren (29. Minute). Aufgrund einer unglücklichen Abwehraktion von Lenny Rubin musste der Schweizer die rote Karte hinnehmen. Die Überzahl nutzten die Hausherren durch zwei Siebenmeter von Robert Weber zum 12:16. Mit der Halbzeit-Sirene konnte Holst vom Siebenmeterstrich aber zum 17:12-Halbzeitstand aus Wetzlarer Sicht einnetzen. Allerdings musste Wandschneider nach der roten Karte für Rubin im Rückraum weiter improvisieren.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Björnsen auf 18:12 erhöhen. Nach zwei technischen Fehlern fanden die Hausherren wieder besser in die Partie, kamen zum 15:19. Cavor konnte den Bann brechen. In der 40. Minute erzielte Filip Mirkulovski per Tempogegenstoß das 22:16. Aufgrund von mehreren Zeitstrafen beider Mannschaften leerte sich das Spielfeld. Robert Weber brachte seine Farben mit zwei Toren zum 19:23 ein wenig heran (45. Minute).

Wandschneider wechselte fleißig durch, Philip Henningsson dankte es ihm mit einem Treffer, Till Klimpke zeigte eine weitere Parade, ehe Ivan Srsen das 25:19 gelang. Die Hausherren stellten mit einer offensiveren Abwehr die Wetzlarer vor Probleme und verkürzten auf 21:25. Aber es sollte noch spannender werden, denn in den Schlussminuten war Nordhorn-Lingen mit dem 26:28 nah dran. Nach einem weiteren technischen Fehler konnte Weber per Siebenmeter den Anschlusstreffer erzielen (57.). Mirkulovski übernahm dann Verantwortung und traf mit einer schönen Einzelaktion. Die Hausherren blieben im nächsten Angriff ohne Tor, so dass Philip Henningsson das entscheidende 30:27 erzielte. Nordhorn stellte zwar noch mal auf eine offensive Abwehr um und verkürzte auf 29:30, aber die Wetzlarer retteten die Führung über die Zeit.

Bis zum 4. Mai ruht der Spielbetrieb der Bundesliga - EM-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft. Am 5. Mai (18.30 Uhr) geht es für Wetzlar weiter, dann treffen die Wandschneider-Schützlinge auf Lemgo Lippe.

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester - Torbrügge, Leender, Weber (11/5), Mickal (3), Miedema, Terwolbeck (2), De Boer (2), Zare, Vorlicek (6), Visser, Possehl, Pöhle (4), Kalafut (1).

HSG Wetzlar: Till Klimpke, Ivanisevic - Srsen (1), Henningsson (2), Björnsen (2), Ole Klimpke (n.e), Mirkulovski (2), Weissgerber, Holst (5/4), Gempp, Mellegard (2), Rubin (4), Lindskog (8), Cavor (4).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Jörg Loppaschewski (Berlin)/Nils Blümel (Berlin). - Strafminuten: 14 - 10. - Disqualifikation: Rubin (29.).

So sehen Sieger aus: Die Spieler der HSG Wetzlar feiern ihren Erfolg bei derHSG Nordhorn-Lingen.

Rubriklistenbild: © Imago Sportfotodienst GmbH

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