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Jonas Repp (l., TSV Burg-/Nieder-Gemünden) und Jan-Marc Hofmann (SpVgg Mücke) kämpfen im Fernduell um Rang sechs.

Ein Dreikampf

  • VonRoland Stamm
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(rol). Wie richtig und wichtig die Entscheidung der Verantwortlichen in der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen gewesen ist, die Saison zunächst mit einer Einfachrunde durchzuspielen, um dann im drohenden Falle eines möglichen Abbruchs auf eine verwertbare Tabelle blicken zu können, die Aussagekraft zu Auf- und Abstiegen hat, zeichnet sich in diesen schwierigen Tagen mehr denn je ab.

Ein letzter Spieltag steht jedoch noch an, um auf einige sportliche Fragen in dieser Liga Antworten zu finden.

So bleibt es weiterhin mächtig spannend bei der Vergabe um Platz sechs. Denn hier steht ein Dreikampf zwischen der Spvgg. Mücke und dem TSV Burg-/Nieder-Gemünden bzw. der FSG Alsfeld/Eifa an. So erwartet die Spielvereinigung Mücke mit dem SV Harbach einen starken Gegner, der zuletzt selbst noch in die Top 6 wollte und dieses Match ganz sicher nicht kampflos abgeben wird. Denn für den SVH geht es nun darum, Punkte für die Abstiegsrunde zu sammeln. Allerdings kann die Mücker Mannschaft um Trainer Kai Möller, die zurzeit Platz sechs belegt, auf eine beachtliche Serie bauen; zuletzt wurden sieben der letzten acht Punktspiele gewonnen, nur eines davon endete 0:0. Dabei wurden 23 Tore erzielt, was für die Offensivkraft dieses Teams spricht. Unter diesen Spielen wurde zudem ein 3:1-Sieg über den TSV Burg-/Nieder-Gemünden bejubelt, sodass der eventuell heranzuziehende direkte Vergleich an die Mücker ginge.

Schlechte Voraussetzungen für den TSV, der nun auf Harbacher Schützenhilfe angewiesen und selbst gegen die FSG Alsfeld/Eifa gefordert ist, einen Sieg einzufahren. Aber Vorsicht an die Adresse des TSV: Die FSG ist genaugenommen auch weiterhin ein Anwärter auf die ersten Sechs. Denn im Falle eines siegreichen Spieles in Burg-/Nieder-Gemünden und einer gleichzeitigen Niederlage Mückes könnte es die FSG noch schaffen, weil mit der dann entstandenen Punktgleichheit der direkte Vergleich mit der Spvgg. Mücke (2:1-Sieg für die FSG Alsfeld/Eifa) herangezogen werden würde. Dennoch spricht zurzeit vieles für einen TSV-Erfolg, da die FSG einiges von ihrem Flow aus dem Saisonbeginn eingebüßt hat. Daher dürfte diese Aufgabe für die Gemündener machbar sein. Dann kann am Sonntag ab 16.15 Uhr fleißig gerechnet werden.

Etwas weniger mathematisch geht es dagegen im Tabellenkeller zu, in dem die abstiegsbedrohten Teams jeden Punkt benötigen. So trifft hier die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II als Tabellen-15. auf den Vorletzten SG Treis/Allendorf II. Ein Blick auf die Tabelle reicht, um zu sehen, dass es ein Endspiel um den Klassenerhalt sein könnte. Außerdem versucht auch die FSG Ohmes/Ruhlkirchen mit einem Heimsieg gegen die SG Appenrod/Maulbach nicht nur die Rote Laterne abzugeben, sondern gegebenenfalls noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern, was unter Umständen ja von Bedeutung sein könnte. Und auch die beiden direkten Kontrahenten TV/VfR Groß-Felda und FSG Queckborn/Lauter sammeln Zähler für die Abstiegsrunde.

Ansonsten ist es etwas bedauerlich, dass die Spitzengruppe in der Momentaufnahme nicht so recht gewürdigt wird. Denn die Top 4 sind am letzten Spieltag unter sich. So trifft der Einfachrunden-Meister, die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen, auf die FSG Kirtorf (3. Platz), während die FSG Laubach (4.) gegen den SV Nieder-Ofleiden (2.) spielt.

Zwei Spieltage vor Schluss sind für die Alsfelder Sportkreisvertreter in der Kreisoberliga Süd bereits die Würfel gefallen, was die Qualifizierung für die Aufstiegsrunde betrifft. So ist die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod endgültig in der Spitzengruppe gelandet und trifft nun im Sportkreisderby auf den SV Hattendorf, der am Wochenende mit zwei Niederlagen alle Chancen auf eine Platzierung unter den ersten Sechs verspielte. Die FSG Homberg/Ober-Ofleiden trifft dagegen als Rangzehnter auf Tabellennachbar TSG Leihgestern und sollte punktemäßig nachlegen, um nicht in einer folgenden Abstiegsrunde in ungewollte Nöte zu kommen.

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