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Die Emotionen von Pohlheims Keeper Jan Wüst sind auch beim Topspiel gegen die SG Bruchköbel gefragt. (Foto: ras)

"Ein absolutes Topspiel": Pohlheim erwartet Bruchköbel

(mri) In der Handball-Oberliga der Männer kommt es am Samstag zu einem echten Kracher zwischen Pohlheim und Bruchköbel. Außerdem steigt das nächste Mittelhessen-Derby zwischen Wettenberg und Wetzlars U 23.

Kleenheim steht in Wiesbaden genauso vor einer schweren Auswärtsaufgabe wie Hüttenbergs U 23 in Melsungen.

HSG Pohlheim – SG Bruchköbel (Sa., 20 Uhr, Sporthalle Holzheim): Das Gastspiel der SG Bruchköbel in Holzheim ist der Hingucker des 15. Spieltages, liegen beide Kontrahenten doch gemeinsam mit Hanau punktgleich (23:5 Punkte) an der Tabellenspitze. Nicht verwunderlich also, dass HSG-Trainer Tomasz Jezewski die Gäste aus dem Main-Kinzig-Kreis mit dem Etikett "Spitz-enmannschaft" versieht. "Sie haben eine super eingespielte Mannschaft, die zu recht oben dabei steht. Es wird ein absolutes Topspiel sein, in dem uns mit Michael Nath oder Jannik Hoffmann viele gute Spieler erwarten. Für so ein Spiel arbeiten wir Tag für Tag. Jetzt heißt es, die Atmosphäre zu genießen und die zwei Punkte zu holen. Wir wollen gewinnen und werden alles dafür tun." Bereits im Hinspiel konnten sich Jezewskis Schützlinge dank des treffsicheren Torjägers Chris Grundmann, der elf Treffer erzielen konnte, mit 31:26 durchsetzen. Einen weiteren Erfolg vorausgesetzt, könnten sich die Blauhemden ein kleines Stück von den Gästen absetzen und die eigenen Ambitionen unterstreichen.

Ob die derzeit angeschlagenen Nikolas Happel und Patrick Heil mitwirken können, muss abgewartet werden.

HSG Wettenberg – HSG Wetzlar U 23 (Sa., 18 Uhr, Sporthalle Launsbach): Im Bezirksderby treffen zu ungewohnter Anwurfzeit zwei Teams mit unterschiedlichen Trends aufeinander. Während Wetzlars U 23 mit 16:2 Punkten aus den letzten neun Begegnungen auf einer beeindruckenden Erfolgswelle reitet, endeten die letzten vier Partien der Gastgeber jeweils mit verdienten Niederlagen. Damit lastet der Druck klar auf den Schultern der HSG Wettenberg, die sich angesichts der jüngsten Serie mit 15:13 Punkten auf Platz acht wiederfindet. Deren Trainer Martin Saul hofft nunmehr auf die Trendwende und eine ähnliche Vorstellung wie im Hinspiel, in dem seine Mannschaft mit einem furiosen 31:22 in Münchholzhausen für einen echten Paukenschlag gesorgt hatte. Allerdings sieht er die Grün-Weißen als "echte Herausforderung", die in der "stabilen Abwehr den Grundstein zum Gegenstoßspiel legen. Es wäre", so Saul, "ein guter Zeitpunkt für zwei Punkte auf der Habenseite, damit wir in der Tabelle nicht näher an die Abstiegsplätze rücken.

" Die Aufgabe hat es allerdings wirklich in sich. Einerseits weil Lukas Becker noch immer verletzt ausfällt, andererseits aber auch, weil Wetzlars Trainer Andreas Klimpke darauf brennt, die Hinspielniederlage zu korrigieren. "Wir wollen es besser machen als im Hinspiel", sagt dieser und verweist dabei auf das "gute Wettenberger Umschaltspiel von Abwehr und Angriff". Man darf also gespannt sein, ob die aktuellen Trends halten.

Kleenheim ist gewarnt

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden – SG Kleenheim (Sa., 19.30 Uhr, Sporthalle Wiesbaden, Elsäßer Platz): "Ich war mit unserer Leistung gegen Wettenberg zufrieden. Allerdings müssen wir schleunigst zusehen, dass wir Konstanz in unser Spiel bekommen. Wiesbaden ist zu Hause eine andere Mannschaft als auswärts. Wir brauchen eine stabile Abwehr mit guter Torhüterleistung um dort zu gewinnen", so Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab vor der kniffligen Aufgabe in der Landeshauptstadt. Dabei charakterisiert er die "individuelle Qualität" Wiesbadener, die mit 15:13 Punkten auf Platz sieben rangieren, als "sehr hoch".

"Betrachtet man den Kader", so Wohlrab weiter, "würde man sie viel weiter oben in der Tabelle erwarten. Wir müssen vor allem diszipliniert spielen, uns nicht provozieren lassen und fahren nach Wiesbaden, um dort zu gewinnen. Dazu müssen wir die sehr erfahrene Rückraumachse mit dem für die Heimspiele reaktivierten Luis Garbo, Johannes Schuhmacher und Maximilian Kellner in den Griff bekommen." Gelingt das wie im Hinspiel (32:26 für Kleenheim), könnte die SG die Punkte 17 und 18 einfahren und sich damit im Vorderfeld festsetzen.

MT Melsungen II – TV Hüttenberg U 23 (So., 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen): Die 27:28-Heimniederlage gegen die Bundesliga-Reserve aus Nordhessen war der Auftakt zu einer Hinrunde, in der die U 23 des TVH mehrfach äußerst unglücklich den Kürzeren gezogen hatte. Nicht weniger als vier Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied sorgten dafür, dass die Hüttenberger (4:24 Punkte, Platz 13) in arger Abstiegsgefahr schweben. Hoffnung besteht trotzdem. Grund dafür ist der 25:22-Heimsieg beim vorgezogenen Rückrundenauftakt gegen Griesheim, dem ersten in dieser Saison. Trainer Alois Mráz, der das Gespann Mario Weber und Michael Viehmann im Dezember abgelöst hatte, lässt keinen Zweifel daran, dass er die unbefriedigende Hinrunde vergessen machen möchte.

"Da haben wir einfach zu wenig Punkte geholt. Das wollen wir nachholen. Deswegen haben wir in Melsungen auch nur ein Ziel. Wir wollen zwei Punkte holen." Dabei warnt er vor seinem tschechischen Landsmann Petr Hruby (85 Länderspiele). Denn der hatte bereits im Hinspiel mit seinem Siegtreffer für lange Gesichter beim TVH gesorgt.

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