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Die Handballer des TV Hüttenberg präsentieren sich vor der anstehenden Zweitliga-Saison den Sponsoren und Unterstützern.

Handball

TV Hüttenberg mit negativem Finanzergebnis

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Handball-Zweitligist TV Hüttenberg muss den Anforderungen an Profi-Handball gerecht werden. Das kostet viel Geld, wie auf der Mannschaftspräsentation für die neue Saison deutlich wurde.

Im engen Zeitfenster der Saisonvorbereitung brachte Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg gestern Abend die Präsentation des neuen Teams für die bevorstehende Saison unter. Nach den ersten schweißtreibenden Wochen und vor den Spielen beim Linden Cup, unter anderem heute Abend um 20.15 Uhr mit der ersten Partie gegen Erstligist Bergischer HC sowie dem Trainingslager in Tschechien in der nächsten Woche, war man der Einladung der Licher Brauerei in die Hardtberggärten gefolgt.

Deren Geschäftsführer Holger Pfeiffer hob die Gemeinsamkeiten mit dem TVH als mittelhessische Traditionsmarke hervor, die seit über zwei Jahrzehnten währende Unterstützung der Handballer averstehe man als Engagement für die Region. Pfeiffer überreichte dem scheidenden TVH-Manager Lothar Weber als Rarität eine Licher Magnum-Flasche und wünschte den verjüngten Hüttenberger Verantwortlichen um Geschäftsführer Fabian Friedrich ein glückliches Händchen. "Genauso wie wir geht der TVH seine Aufgaben maßvoll an", hob Pfeiffer eine weitere Verbindung hervor.

Diese sind immens, wie Friedrich zugab. "Wir haben für die kommende Runde einen Etat von 1,2 Millionen Euro geplant", Und um zu verdeutlichen, wie sich die Professionalisierung im Handball weiter auch im Budget niederschlägt, zu ergänzen. "Das ist genauso viel wie in unserer Bundesliga-Saison 2011/12. Und wir wissen seit der Zweitligatagung zudem dass wir damit im unteren Drittel der Liga rangieren."

Erschwert wird die Herkules-Aufgabe für den Traditionsverein zudem dadurch, dass man in der zurückliegenden Saison erstmals seit 20 Jahren Verbindlichkeiten über ein Gesellschafterdarlehen abdecken musste. "Wir hatten weniger Einnahmen, aber höhere Kosten, die zu einem deutlich negativen Ergebnis führten", sagte Friedrich den anwesenden Unterstützern. "Die Infrastruktur für Sportdeutschland TV und die LED-Bande sowie der Anbau des VIP-Raumes haben Geld gekostet. Zudem steigen die Kosten für die Berufsgenossenschaft enorm. Mit dem Projekt Gießen sind wir gescheitert, wo wir pro Spiel 500 Zuschauer weniger als geplant hatten und daher auch die letzten drei Saisonspiele nach Hüttenberg verlegt haben", sagte Friedrich.

Der ehrgeizige Ausblick des Geschäftsführers gibt eine schwarze Null als Minimalziel aus. "Wir können nur wettbewerbsfähig bleiben durch Wachstum", sieht er große Aufgaben auf sich und seine Mitstreiter zukommen. Einer dieser Mitstreiter ist der seit Juli als Leiter Kommunikation und Media tätige Kim Martin Heeß, der durch den sportlichen Teil des Abends führte. Nach der Vorstellung der internen Zugänge Simon Böhne, Simon Belter und Merlin Fuß kamen auch die externen Neuzugänge Dominik Plaue, Robin Hübscher und Hendrik Schreiber kurz zu Wort. Letztgenannter war natürlich etwas geknickt aufgrund des frühen Scheiterns bei der U21-WM. Besser machen kann es noch Merlin Fuß bei der anstehenden U19-WM. Der von Bundesligist TBV Lemgo-Lippe gekommene Linksaußen Robin Hübscher konnte als studierter Getränketechnologe, der nun in Gießen seinen Master machen will, in Lich gleich bei Holger Pfeiffer seine Bewerbung für die Zeit nach seinem Studium abgeben.

Das erheiterte die Anwesenden genauso wie die Bemerkung des neuen Trainer Frederick Griesbach: "Wir Schwaben haben schon Ähnlichkeit mit dem TV Hüttenberg. Auch wir geben das Geld nicht mit vollen Händen aus." Griesbach stellte klar, dass die Ergebnisse zuletzt nicht zufrieden stellten. "Als Sportler willst Du natürlich gewinnen. Die Underdog-Rolle, die wir beim Linden-Cup haben, ist gut. Da können wir uns schon an die kommende Runde gewöhnen, in die wir nicht mehr als Erstliga-Absteiger gehen."

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