EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: (K)eine Hintertür zu den Playoffs

Trainer Harry Lange möchte die Saison »mit Stil beenden«. Vielleicht könnte sich dem EC Bad Nauheim zum Playoff-Viertelfinale eine Hintertür öffnen. Die Chancen sind aber minimal.

Am Oster-Wochenende wurde in Bad Nauheim noch einmal kurz gezuckt. Zwei Spielverlegungen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 und eine Nachrücker-Regelung in der Oberliga haben die Frage aufgeworfen, ob vielleicht Platz neun den Roten Teufeln noch ein Hintertürchen in das Playoff-Viertelfinale öffnen könnte. »Wir versuchen, die bestmögliche Platzierung zu erreichen. Alles andere liegt nicht in unserer Hand. Aber man sollte auch Sportmann genug sein: Die acht Klubs, die es sich verdient haben, sollen die Playoffs spielen«, sagt Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel.

Teamintern beschäftige man sich nicht mit diesem Thema. »Wir hatten es vor zehn Tagen, vor den vier Auswärtspielen, in eigener Hand. Aber die Mannschaft hat immer einen Weg gefunden, die Spiele zu verlieren.« Neun Punkte trennen die Roten Teufel von einem möglichen Nachrücker-Platz, wobei ein Szenario wie in der dritten Liga aktuell nicht in den Durchführungsbestimmungen verankert ist. »Kann ein Team keine spielfähige Mannschaft stellen - also neun Feldspieler und einen Torhüter - wird die Partie für die andere Mannschaft gewertet«, sagte DEL 2-Geschäftsführer Rene Rudorisch am Wochenende gegenüber der HNA. Geschehe das dreimal in Folge, sei die andere Mannschaft quasi kampflos in der nächsten Runde. Eine Nachrückerregelung gibt es bislang nicht. Dazu müssten die Gesellschafter eine neue Vereinbarung treffen. Das sei kurzfristig auch möglich.

Zu Hause gegen Freiburg, zu Hause gegen Crimmitschau und zum Abschluss am Sonntag die Reise nach Weißwasser - das war’s dann wohl für den Eishockey-Winter in der Wetterau. »Wir wollen die Saison mit Stil beenden und uns jetzt nicht abschießen lassen. Das sind wir dem Klub und den Fans auch schuldig«, sagt Lange, der die Zeit zum Experimentieren nutzt. Da kann der gelernte Stürmer Nouri Bettahar aktuell in der Defensive einen besseren Eindruck hinterlassen als in der Offensive, da darf auch Huba Sekesi auf der angelernten Stürmerposition wieder ran, wirkt hier besser aufgehoben.

Vor dem erneuten Wiedersehen mit Freiburg am Mittwochabend (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Daniel Ketter. Der Verteidiger fehlte Montag gegen Ende der Partie, ist angeschlagen. Für ihn könnte Leo Korus auf dem Spielbericht stehen. Es wäre sein neunter und dann wohl auch letzter Saisoneinsatz; ab dem zehnten Spiel werden Zahlungen in den sogannanten »Reindl-Pool« zur Nachwuchsförderung fällig. Auf der vierten Kontingentstelle ist mit Mark Richardson zu rechnen, immerhin steht mit Peter Russell sein Nationaltrainer an der Bande der Wölfe Freiburg.

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