+
Für Reiner Hahn und Stefan Schork war die "Monte" trotz vorzeitigem Aus eine tolle Erfahrung. (Foto: awp)

Aus durch Getriebeschaden bei der Rallye Monte Carlo

(awp) Für das Licher Rallye-Team mit Reiner Hahn und Stefan Schork endete die Rallye Monte Carlo früher als geplant. Das heimische Privatteam war am vergangenen Donnerstag in das weltberühmte Rennen gestartet.

Vor dem Fahrer aus Lich und seinem Copiloten aus Grünberg standen beim WM-Auftakt 16 Wertungsprüfungen mit etwa 375 Kilometern in den französischen Seealpen. Als Monte-Neulinge fuhren die beiden Hessen mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9 sehr konstant und belegten nach den ersten beiden Prüfungen, die bei Nacht gefahren wurden, am Donnerstagabend im Servicepark in Gap den 60. Platz. Dies war auch das gesteckte Ziel, denn man wollte auf jeden Fall am Sonntag die Königsprüfung mit dem Col de Turini fahren.

Am vierten Tag des Rallye-Klassikers durften aber nur die 60 Bestplatzierten an den Start gehen. Obwohl vorher kein Test auf Eis und Schnee möglich gewesen war, kamen die Mittelhessen mit den extrem wechselhaften Straßenbedingungen gut zurecht. Abgesehen von einem kleinen Dreher lief es auch auf den folgenden sechs WPs am Freitag rund und man schob sich drei Ränge nach vorn.

Zuversichtlich ging es dann in den Samstag, der mit 175 Bestzeit-Kilometern extrem anspruchsvoll und lang werden sollte. "Am Samstag haben wir uns immer besser auf die Bedingungen eingestellt und konnten schnellere Zeiten fahren. Leider mussten wir auf der letzten Prüfung des Tages das Auto dann abstellen", resümierte Hahn enttäuscht. Auf der 13. Prüfung von Sisteron nach Thoard streikte das Getriebe und das Abenteuer bei der "Mutter aller Rallyes" endete auf einem bis dahin guten 51. Gesamtrang. Damit war der Traum vom legendären Pass am Turini und der Zielankunft im Hafen von Monaco leider dahin.

"Alles in allem war es eine große Herausforderung, aber auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, einmal die wohl berühmteste Rallye der Welt gefahren zu sein. Wir hatten viel Spaß und das Erlebte kann uns niemand mehr nehmen", fasste Hahn das Rallyeprojekt in Frankreich zusammen.

Den ersten WM-Lauf des Jahres gewann der Franzose Sebastian Ogier mit Copilot Julien Ingrassia im VW Polo R WRC. Platz zwei hinter dem amtierenden Weltmeister ging an Mikkelsen/Jaeger (VW Polo) vor Neuville/Gilsoul (Hyundai I20 WRC).

Bester Deutscher wurde Armin Kremer, der im Skoda Fabia R5 auf Rang zehn ins Ziel kam und sich den zweiten Platz in der WRC-2-Wertung holte. Der dritte Deutsche und ebenfalls Monte-Neuling Maximilian Koch belegte am Ende im Skoda S 2000 den 49. Gesamtrang.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare