Der nächste 46ers-Zugang: Ethan Wragge (hier noch im Trikot der Creighton Bluejays, NCAA), wechselt von den Bilbao Baskets (Spanien) an die Lahn. 	(Foto: imago)
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Der nächste 46ers-Zugang: Ethan Wragge (hier noch im Trikot der Creighton Bluejays, NCAA), wechselt von den Bilbao Baskets (Spanien) an die Lahn. (Foto: imago)

Ein Dreierspezialist für die Gießen 46ers

(mv) Mit dem Forward Ethan Wragge haben die Gießen 46ers ihren nächsten Zugang für die kommende Spielzeit in der Basketball-Bundesliga verpflichtet: Der 2,01 Meter große US-Amerikaner kommt vom spanischen Erstligisten Bilbao Basket, wo er in der vergangenen Saison seine erste Europastation nach der College-Karriere verbrachte.

»Auch wenn er in Bilbao, wo ihn immer wieder kleinere Verletzungen zurückwarfen, wenig gespielt hat, spricht die Tatsache, dass er Teil dieser Mannschaft war, für seine Qualität«, so Denis Wucherer. In der ACB, der nach der NBA wohl stärksten nationalen Liga der Welt, lief der 24-Jährige als Backup des ehemaligen spanischen Nationalspielers Alex Mumbru auf, kam in durchschnittlich neun Minuten Einsatzzeit auf 3,2 Punkte.

Vor allem der Distanzwurf zeichnet den Absolventen der Creighton University aus – was im Falle von Wragge alles andere als eine Übertreibung ist: Die letzten 58 Treffer seiner College-Karriere waren allesamt Dreier, in keiner seiner fünf Spielzeiten im Trikot der Bluejays (2010/2011 musste er die Saison bereits nach wenigen Spielen aufgrund von einer Plantarfasziitis, einer Verletzung an Ferse und Fußsohle, beenden) nahm er im Schnitt auch nur einen Zweier pro Partie, obwohl er zwischenzeitlich sogar als Center für das Team auflief.

Der Lohn: Mit 334 getroffenen Dreiern steht der Neu-Gießener, dessen Mutter für ihre sportlichen Leistungen am College mit einem Platz in der Hall of Fame des US-Bundesstaates Iowa geehrt wurde, auf dem zweiten Rang der ewigen Bestenliste seiner Alma Mater, einzig übertroffen von NBA-Star Kyle Korver.

In Gießen soll Wragge nun auf beiden Flügel-Positionen zum Einsatz kommen, und dort die Rotation um Yorman Polas Bartolo sowie Benjamin Lischka verstärken. »Es ist schön, dass wir ihn überzeugen konnten, nun bei uns den nächsten Schritt, hin zu mehr Spielzeit und Verantwortung, zu gehen«, freute sich Denis Wucherer auf den Forward, der von der gleichen Agentur vertreten wird wie sein neuer Teamkollege Braydon Hobbs.

Mit dem in Minnesota aufgewachsenen Wragge können sich die heimischen Basketball-Fans nicht nur auf einen starken Distanzwerfer freuen, auch die Marketing-Abteilung der 46ers kann kreativ werden. Zu Ehren des stolzen Bartträgers veranstaltete die Creighton University ein Heimspiel als »Lumberjack Night« (»Holzfäller-Nacht«).

Der »New York Times« gestand Wragge: »Das war schon immer so. Ich wurde überall nach meinem Ausweis gefragt, es hieß: ›Kontrollier den mal, der hat schon einen Bart.»« Das dürfte auch die Frage nach dem Spitznamen des Neuzugangs beantworten.

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