Dreier von Dennis Körber sichert den Sieg

(lad) Geballte Fäuste und Standing Ovations in Lich: Die Licher BasketBären haben am Freitagabend in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B ihre Serie von elf Niederlagen durchbrochen und die Baskets Speyer mit 80:72 (42:40) geschlagen.

(lad) Geballte Fäuste und Standing Ovations in Lich: Die Licher BasketBären haben gestern in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B ihre Serie von elf Niederlagen durchbrochen und das Jahr 2010 mit einem Sieg eingeläutet. Und das auch noch mit einem ganz wichtigen, denn mit den Baskets Speyer konnte ein direkter Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg mit 80:72 (42:40) geschlagen werden. Dabei überzeugte Lich sowohl spielerisch als auch kämpferisch.

"Das tut gut! Wie sagt man so schön: Totgsagte leben länger", strahlte Lichs Trainer Gerald Wasshuber nach dem verdienten Erfolg über beide Ohren.

Ein Spitzenspiel war angesichts der Tabellensituation (Letzter gegen Vorletzter) nicht zu erwarten gewesen, doch es war ein Spiel auf konstant ansprechendem Niveau, das die Mittelhessen ablieferten. Dabei ging Wasshubers Experiment, den beiden erst am Vortag vorgestellten amerikanischen Neuzugängen Mychal Green und Thomas Fairley viel Spielzeit zu schenken, voll auf. Beide standen in der Starting Five und beeindruckten von Beginn an.

So schnappte sich Green schon nach 14 Sekunden den ersten Offensivrebound, während der sich im Tryout befindliche 2,06 Meter große Fairley bereits in der ersten Minute mit einem Monsterblock (dem noch weitere folgten) Respekt vor dem Gegner verschaffte. Auch der dritte Neue, der im Dezember gekommen war, überzeugte voll. Center Ralph Schirmer kam aufs Feld und erzielte innerhalb von 30 Sekunden fünf Punkte, dank derer Lich nach einem 6:8-Rückstand mit 16:10 in Führung ging (6.). Nach der Viertelpause erhöhten Peer Wente per Dreier auf 24:16 und Schirmer nach einer Finte sogar souverän auf 32:23 (15.).

Nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen riss der Licher Spielfluss nun jedoch, was Speyer nutzte, um auf 30:32 aufzuschließen. Doch die BasketBären bissen dagegen und verhinderten den Einbruch, sodass mit 42:40 die Seiten gewechselt wurden.

In der Pause stellten sich die Gastgeber offenbar hervorragend neu ein, denn im dritten Viertel zeigten sie eine ihrer besten Teamleistungen in dieser Saison. Nach dem 42:42 Speyers legte Lich dank Kampf und Können einen Lauf zum 55:44 (25.) hin und kurz darauf zum 65:49 (30.). Als Green nach einem Fairley-Block zum 72:55 (33.) einnetzte, sah alles nach einem klaren Sieg aus, doch es wurde dennoch noch einmal spannend. Die Oberrheiner nutzten die nun spürbare Licher Nervosität aus, um auf 68:74 (39.) und eine Minute vor dem Schluss per Dreier auf 71:77 zu verkürzen. Aber der routinierte Green spielte nun die Zeit gelassen herunter, passte kurz vor Ablauf der 24 Sekunden zu Dennis Körber an der Dreierlinie, der die Nerven behielt und den wahrscheinlich wichtigsten Korb des Tages cool zum vorentscheidenden 80:71 versenkte. Der Sieg war gesichert. Ebenfalls eine Glanzleistung lieferte Rolf Scholz ab, der mit 19 Punkten, neun Assists und sechs Rebounds beendruckte.

Licher BasketBären: Scholz (19/2 Dreier), Perl, Green (18/2), Wente (12/2), Fairley (7), Meinel, Körber (11/3), Schirmer (13).

BIS Baskets Speyer: Thomas (15/2), Kaufhold (5/1), Krieger (13/1), Campbell (20), Leber (7/1), Gyau (3), Fischer (2), Sefaja, Iglesias, Gieseck (7).

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