Drei Völk-Treffer lassen den FSV Fernwald jubeln

Der nächste Schritt aus dem Tabellenkeller ist gemacht. Die Hessenliga-Fußballer des FSV Fernwald haben mit einem 3:1 bei Rot-Weiss Frankfurt ihre Mini-Serie ausgebaut und sind nunmehr seit sechs Pflichtspielen in Folge ungeschlagen.

(-/cso) Die Saison der Frankfurter war bisher eine einzige Enttäuschung. Platz eins bis vier hatte man vor der Runde als Ziel ausgegeben. Zwar fehlt den Rot-Weissen mit dem langzeitverletzten Spielführer Alexander Karrer ein wichtiger Akteur, dennoch hatte in der Mainmetropole wohl keiner damit gerechnet, nach 14 Begegnungen so weit hinten zu stehen.

Die Chance der Gastgeber nach zwei Minuten war dann auch nicht etwa ein früher Warnschuss, der den Anfang einer Reihe von Möglichkeiten ankündigte, sondern die gefährlichste Situation der Hausherren in der ersten Hälfte. Hakim Azougagh zeichnete für den strammen Schuss verantwortlich. Danach begannen die Mittelhessen, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Der FSV Fernwald, bei dem Sven Ehser für den verletzten Ahmet Marankoz in die Startelf rückte, war gleich mit dem ersten Angriff erfolgreich: In der siebten Minute setzte sich Julian Buß, der zusammen mit Burim Gashi zentral im Mittelfeld agierte, auf der rechten Seite durch und brachte den Ball ungehindert vor das Rot-Weiss-Tor. Dort lauerte schon Dominik Völk, den Bulut als hängende Spitze aufbot, und hämmerte das Spielgerät per Direktabnahme aus kurzer Entfernung zum 1:0 in die Maschen - keine Chance für Frankfurts Torwart David Salfeld.

Und die Fernwälder setzten nach. Nach einer Viertelstunde flog eine Ecke in den Strafraum der Hausherren, die Daniel Beck aus fünf Metern in Richtung Gehäuse köpfte. Diesmal war jedoch Salfeld zur Stelle.

Auf der anderen Seite boten die Frankfurter keine gute Leistung. Sie taten sich schwer, den Ball kontrolliert nach vorne zu bringen. Sicher lag dies auch an der "überragenden ersten Hälfte" (FSV-Coach Bulut) der Steinbacher. Die bauten nämlich nach einer guten halben Stunde ihre Führung aus: Der FSV-Angriff lief wieder über die rechte Seite, diesmal war Daniel Beck der Initiator. Er hob mit einem tollen Pass in den Lauf von Dominik Völk die Frankfurter Innenverteidigung aus den Angeln. Völk hatte keine Mühe mehr, zum 2:0 einzuschieben. Noch vor der Pause vergaben die Gäste zwei hochkarätige Chancen zu weiteren Treffern. "Wir hätten schon zur Halbzeit mit drei oder vier Toren führen müssen", fand der insgesamt hochzufriedene Bulut doch noch das Haar in der Suppe. Beck tauchte zunächst frei vor dem Gastgeber-Gehäuse auf, zielte jedoch zu ungenau und vergab (38.). Daniel Beck war es auch, der an der nächsten Riesenmöglichkeit beteiligt war. Daniel Erben lief in der 45.

Minute allein auf das Tor zu, war schon im Fünfmeterraum angekommen, und hielt es noch für notwendig, den Ball auf Beck zu passen, anstatt selbst in den Abschluss zu gehen. Der Unparteiische sah den Fernwälder Stürmer jedoch im Abseits. Zwischen den beiden FSV-Großchancen vor dem Seitenwechsel waren auch die Hausherren noch zu einer guten Gelegenheit gekommen: Keeper Sven Schmitt entschärfte jedoch den Schuss von Emre Yasaroglu aus kurzer Distanz (40.).

Die Partie schien den Mittelhessen nur in der Mitte der zweiten Hälfte nochmal aus den Händen zu gleiten. Zunächst schafften die Frankfurter nach 53 Minuten den Anschlusstreffer. Murat Sejdovic verwertete einen Abpraller der Fernwälder Deckung aus etwa 22 Metern. Sein Schuss schlug unhaltbar im rechten Winkel des FSV-Tores ein. Hoffnung keimte nun bei den Rot-Weissen auf. Die Fernwälder Angriffe waren nicht mehr so klar wie zuvor und Frankfurt warf alles nach vorne. Dennoch sprang nichts Zwingendes mehr für die Hausherren heraus. "Wir haben in dieser Phase diszipliniert agiert und nichts mehr anbrennen lassen", lobte Daniyel Bulut.

Bis zur 82. Minute mussten die Fernwälder aber noch warten, bis erneut Völk mit seinem dritten Tagestreffer die Entscheidung herbeiführte. Durch eine feine Einzelleistung am rechten Strafraumeck ließ er zwei Frankfurter stehen, zog nach innen und vollendete gekonnt zum 3:1.

Rot-Weiss Frankfurt: Salfeld; Simmons (ab 64. Serra), Coubadja, Pllana, Azougagh, Decisé (ab 46. Tewelde), N´Diaye, Yasaroglu, Sejdovic (ab 70. Gürser), Özdemir, Angersbach.

FSV Fernwald: Schmitt - Gouri, Bodnar, Schadeberg, Pintaric - Ehser (ab 76. Buycks), Buß, Gashi (ab 80. Golafra), Erben - Völk - Beck (ab 87. Damar).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Rabe (Asphe). - Zuschauer: 150. - Torfolge: 0:1 (7.) Völk, 0:2 (35.) Völk, 1:2 (53.) Sejdovic, 1:3 (82.) Völk.

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