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Drei Titel gehen nach Mittelhessen

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Von: Katja Leib

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Erfolgreich bei den hessischen Mehrkampfmeisterschaften am Start (v. l.): Katja Leib, Johanna Rink, Antonia Schäffler und Selin Pitz. © Katja Leib

(klb). Insgesamt elf mittelhessische Starter und Starterinnen aus vier Vereinen waren bei den hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Alsfeld angetreten. Mit drei Meistertiteln, vier Vizetitel und zwei Bronzerängen waren die Mittelhessen recht erfolgreich. Zum Mehrkampf gehören der Jahnkampf, der deutsche Mehrkampf, der leichtathletische Fünfkampf, der Schwimm-Fünfkampf, die Friesenkämpfe sowie das Schleuderballwerfen und das Steinstoßen.

Jahnkampf (Turnen, Leichtathletik, Schwimmen): Im Jahn-Neunkampf der Altersklasse W40 gelang Katja Leib vom TSV Krofdorf-Gleiberg ein guter konstanter Wettkampf. Die Qualifikation für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften bereits vor einem Monat in der Altersklasse W30 bei den Schleswig-Holsteinischen Mehrkampfmeisterschaften erturnt, konnte Leib ihre Form erneut unterstreichen. Ohne nennenswerte Fehler am Boden, Barren und Sprung (12,55, 12,05 und 11,40 Punkte) konnte die Krofdorferin auch im leichtathletischen Teil an ihre Leistungen anknüpfen. Beim abschließenden schwimmerischen Teil brachte sie ihre zwei Sprünge vom 1m-Brett gut ins Wasser, tauchte die 25m in guten 18,4 Sekunden und ließ die Konkurrenz bei der abschließenden 100-m-Schwimmstrecke in 1:22 Minuten deutlich hinter sich. Mit insgesamt 85,328 Punkten wurde sie hessische Meisterin.

Deutscher Mehrkampf (Turnen, Leichtathletik): Im deutschen Sechskampf der Altersklasse 14/15 machte es Kian Rau vom TSV Allendorf/Lahn spannend. Auch wenn die ersten zwei Plätze nicht mehr in erreichbarer Nähe waren, Rang drei war möglich. Nach 10,70 Punkten am Boden und 8,30 Punkten am Reck musste Rau am Barren einige Zehntel abgeben (8,40). Trotz schöner Bodenübung fehlten auch an diesem Gerät wertvolle Punkte. Die Ziellinie im 100-m-Sprint überquerten Rau und sein Konkurrent in identischer Zeit. Auch beim Kugelstoßen musste Rau sich geschlagen geben. Der abschießende Weitsprung wendete aber das Blatt. Mit einem Satz von 4,36 m sprang der Allendorfer zur Bronzemedaille, die er sich mit drei Zehntel Vorsprung und 47,90 sicherte. Mit nur einem Zehntel schrammte Rau an der B-Qualifikation für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften vorbei.

Ole Steinmüller vom TSV Allendorf/Lahn startete in der Altersklasse 16/17. Auch hier war es ein spannender Wettkampf um die Podestplätze. Steinmüller legte am Boden mit 11,50 Punkten und der Tageshöchstnote vor. Die Übung am Barren verlief nicht ganz reibungslos (9,50), hier trumpfte der spätere Sieger auf. Am Reck konnte Steinmüller mit 8,70 Punkten zufrieden sein. Den 100-m-Sprint beendete er zeitlich als Zweiter (13,28). Auch im Weitsprung erzielte er mit 4,95 m die zweitbeste Weite. Im Kugelstoßen war er nicht zu schlagen (8,87). Mit 56,23 Punkten konnte sich Ole Steinmüller verdient den Vizetitel sichern.

Erstmals im Mehrkampf dabei und gleich den deutschen Achtkampf absolvierte Antonia Schäffler vom TSV Krofdorf-Gleiberg. Mit der zweitbesten Wertung am Sprung (12,15) startete sie in den Wettkampf. Am Stufenbarren kamen 10,45 Punkte hinzu, auch wenn Schäffler hier ein Element nicht ganz gelang und einen Zwischenschwung in Kauf nehmen musste. Beim anschließenden Balkenturnen musste die Krofdorferin das Gerät zwar einmal verlassen, turnte aber immer noch die zweitbeste Wertung. Gute 12,65 Punkte kamen am Boden hinzu, bevor es zur Leichtathletik ging. Hier war Schäffler nicht zu schlagen: Sie überquerte als Erste die Ziellinie des 100-m-Sprints, sprang trotz Anlaufproblemen 4,20 m und überzeugte mit den Tagesbestweiten von 8,83 und 32,45 m im Kugelstoßen bzw. Schleuderball. Mit 83,52 Punkten wurde Antonia Schäffler Vizemeisterin und sicherte sich die B-Qualifikation für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften. Im gleichen Wettkampf startete auch Selin Pitz vom TV Großen-Linden. Mit schönen Vorträgen am Sprung (11,45), Balken (11,35), Boden (11,60) und Stufenbarren (11,70) konnte sie in der Turnhalle sehr zufrieden sein. Der leichtathletische Teil verlief nicht nach ihren Erwartungen. Pitz hatte gut trainiert und versuchte an diese Leistungen anzuknüpfen. Dies gelang ihr jedoch lediglich im Weitsprung (4,02). Mit 76,82 Punkten wurde Pitz am Ende Vierte und verpasste knapp die B-Qualifikation.

Ein großes und starkes Teilnehmerfeld war in der Altersklasse W14/15 des deutschen Sechskampfes am Start. Diesem stellte sich Hannah Zachariasz vom TV Großen-Linden. Nach 10,95 Punkten am Stufenbarren gelang der Lindenerin eine ausdrucksstarke Bodenübung (13,05). Auch am Sprung vergaben die Kampfrichter diese Wertung für Zachariasz, was die Tageshöchstnote bedeutete. Da das große Starterfeld in mehreren Riegen aufgeteilt war, war nicht klar, was die erturnten Punkte wert waren. Man durfte auf den leichtathletischen Teil gespannt sein. Den 100-m-Sprint lief die Lindenerin in 13,49, was später die zweitbeste Zeit sein sollte. Mit 4,63 m im Weitsprung gelang ihr ein guter Satz, auch hier waren nur zwei Athletinnen besser. Mit starken 8,82 m im abschließenden Kugelstoßen konnte Zachariasz definitiv sehr zufrieden sein. Bei der Siegerehrung herrscht im Lindener Team eine riesige Freude - mit 67,817 Punkten wurde Hannah Zachariasz Vizemeisterin. Ihre Vereinskollegin Lousie Delskamp belegte im gleichen Wettkampf Rang 21. Sie punktete besonders im Turnen und überzeugte mit starken 12,15 Zählern am Stufenbarren. Leider hatte Delskamp Pech im Weitsprung, der am Ende nicht in die Wertung aufgenommen werden konnte.

Leichtathletischer Fünfkampf: Jonathan Kowalsky vom TSV Allendorf/Lahn startete in der M14/15. Mit 14,28 Sekunden im 100-m-Sprint und 4,35 m im Weitsprung kam er gut in den Wettkampf. Im Kugelstoßen und im Schleuderballwerfen erzielte er Weiten im Rahmen seiner Möglichkeiten, allerdings zogen die späteren Erstplatzierten hier davon. Im abschließenden 1000-m-Lauf bewies Kowalsky jedoch seine Stärke und überquerte als Erster die Ziellinie. Mit 37,308 Punkten freute sich der Allendorfer am Ende über Rang drei.

Steinstoßen: In der Altersklasse W18/19 gingen Antonia Schäffler vom TSV Krofdorf- Gleiberg und ihre Vereinskollegin Johanna Rink an den Start. Während Schäffler ihre größte Weite im vierten Versuch erzielte, gelang dies Rink im dritten Versuch. 8,88 m reichten Schäffler zum Meistertitel und der DM-Qualifikation. Rink wurde Vizemeisterin.

Schwimm-Fünfkampf: Leonie Jäger vom TV Watzenborn-Steinberg stellte sich den Anforderungen in der W14/15. Mit guten 1:45 Minuten auf der 100-m-Brust-Strecke kam sie gut in den Wettkampf und holte bereits hier einen kleinen Vorsprung. Auch auf der ersten 50-m-Strecke, die sie kraulte, war Jäger nicht zu schlagen (0:39). Lediglich über 50-m-Rücken schlug ihre Konkurrentin einen Wimperschlag vor ihr an. Eine starke Vorstellung lieferte Jäger beim 25-m-Tauchen, wo sie ihre meisten Punkte holte. Die beiden abschließenden Sprünge vom 1-m-Brett brachte sie ins Wasser und sicherte sich mit 38,332 Punkten den Meistertitel und die B-Qualifikation für die DM.

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Leonie Jäger (M.) vom TV Watzenborn-Steinberg freut sich über den Meistertitel im Schwimm-Fünfkampf. © Katja Leib

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