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Drei Punkte und blaue Flecken für Bad Nauheim

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(mn). Das waren die wohl längsten zweieinhalb Schlussminuten in dieser Saison für den EC Bad Nauheim. Erst leisteten sich die Roten Teufel eine Hinausstellung der Kategorie »unnötig«, dann wurden zwei Szenen rund um das Tor von Felix Bick minutenlang und alles andere als eindeutig per Videobeweis überprüft - und schließlich warfen sich die Profis des Eishockey-Zweitligisten aus der Wetterau aufopferungsvoll in alles, was da in Richtung des eigenen Tores abgefeuert wurde.

Das tat weh, gab viele blaue Flecken und wurde belohnt. Die Mannschaft von Hannu Järvenpää gewann den Krisen-Gipfel der DEL 2 gegen den EV Landshut mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1). Damit konnte Järvenpää tief durchatmen: »Die Jungs haben sehr hart gearbeitet. Hoffentlich kehrt mit diesem Sieg auch Selbstvertrauen zurück.«

An den ersten Vergleich beider Klubs im Colonel-Knight-Stadion vor wenigen Wochen erinnerte am Sonntag nichts mehr. Beide mussten liefern; spielten nervös. Landshut war aktiver, Bad Nauheim stand defensiv ordentlich und hatte mit Bick einen starken Mann zwischen den Pfosten. Vorne vernaschte Hohmann derweil Dominic Bohac und traf zur Führung. Hohmann war im zweiten Abschnitt auch Wegbereiter zum zweiten Treffer, Arniel war Nutznießer (22.). Im Powerplay verkürzte Power auf 1:2 (43.). Schließlich begann die schier endlos lange Schlussphase mit einer Millimeterentscheidung (beim Power-Schuss bei 59:12 Minuten) und einem Treffer, der wegen hohen Stocks nicht gegeben wurde (59:35).

EC Bad Nauheim: Bick - Schmidt, Richardson, Sekesi, Glötzl, Ketter, Gnyp, Reinig - Pauli, Arniel, Hohmann, Mick Köhler, Tessier, Üffing, Ratmann, Cornett, Bettahar.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (16.) Hohmann, 2:0 (22.) Arniel, 2:1 (43.) Power. - SR: Lenhart/Klein. - Strafminuten: 12 - 8.

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