Handball

Drei heiße Anwärter

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(sid). Während der THW Kiel und die SG Flensburg/Handewitt keine Chance mehr auf die Handball-Krone in der Königsklasse haben, machen die deutschen Klubs den »Trostpreis« in der European League (fast) unter sich aus. Beim Final-Four-Turnier mit den Füchsen Berlin und dem SC Magdeburg gehen dabei die Rhein-Neckar Löwen trotz kleiner Formkrise leicht favorisiert ins Rennen - schließlich hat die Mannschaft um Spielmacher Andy Schmid Heimrecht.

»Wir stehen unter den letzten vier Mannschaften, noch dazu findet das Final Four in unserer Halle statt«, sagt Trainer Martin Schwalb, der sich mit einem Titel verabschieden will: »Da gibt es keine zwei Meinungen, wir wollen den Europapokal und benötigen dazu noch zwei Siege.«

Zunächst geht es im Halbfinale am Samstag gegen die Füchse, Magdeburg trifft im Kampf um das Ticket fürs Finale am Sonntag auf den polnischen Vertreter Wisla Plock (alle Spiele live bei DAZN).

»Es ist die schwerste aller Möglichkeiten, gegen den Gastgeber im Halbfinale zu spielen«, so Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning vor dem Showdown in Mannheim: »Wenn man so ein Turnier gewinnen will, muss man aber auch für zwei Spiele bereit sein.« Schmid erwartet ein Duell auf Augenhöhe. »Ich denke, in so einem Spiel werden noch einmal alle Kräfte mobilisiert«, sagt der Schweizer.

Die Löwen, die Füchse und auch Magdeburg - alle drei Klubs haben den Titel unterhalb der Champions League bereits geholt. Was früher der EHF-Pokal war, nennt sich mittlerweile European League - und bei den vergangenen zehn Ausgaben holte in neun Fällen eine deutsche Mannschaft den Titel.

Gesucht wird nun der Nachfolger von Kiel, die Zebras gewannen 2019, im Vorjahr gab es wegen der Coronavirus-Pandemie keinen Titelträger. »Wir werden bereit sein«, verspricht Schmid, »genauso wie die Füchse bereit sein werden.« Auch bei den Magdeburgern kribbelt es. »Es sind zwei Spiele, in denen du top performen musst. Und dann hast du aus der Saison was mitgenommen«, sagt Trainer Bennet Wiegert. Schließlich soll der »Trostpreis« wieder in die Bundesliga gehen.

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