Dotzauer hofft auf Serben Stanojevic

(mac) Das Finale der Handball-Weltmeisterschaft in Kroatien zwischen Frankreich und den Gastgebern war noch nicht lange vorbei, da saßen Rainer Dotzauer, der Sportliche Leiter des Bundesligisten HSG Wetzlar, Aufsichtsratschef Hardo Reimann und Sascha Kitevski, der Präsident des Spitzenklubs Metalurg Skopje und Boss des mazedonischen Handball-Verbandes, erneut zusammen, um über einen sofortigen Wechsel des Serben Aleksandar Stanojevic zur HSG (die AZ berichtete) zu verhandeln. Zu einer Einigung sind die beiden Parteien aber auch gestern noch nicht gekommen.

(mac) Das Finale der Handball-Weltmeisterschaft in Kroatien zwischen Frankreich und den Gastgebern war noch nicht lange vorbei, da saßen Rainer Dotzauer, der Sportliche Leiter des Bundesligisten HSG Wetzlar, Aufsichtsratschef Hardo Reimann und Sascha Kitevski, der Präsident des Spitzenklubs Metalurg Skopje und Boss des mazedonischen Handball-Verbandes, erneut zusammen, um über einen sofortigen Wechsel des Serben Aleksandar Stanojevic zur HSG (die AZ berichtete) zu verhandeln. Zu einer Einigung sind die beiden Parteien aber auch gestern noch nicht gekommen.

"Die Verhandlungen laufen zäh. Ich habe fast das Gefühl, dass die Mazedonier hier Spielchen mit uns machen wollen", erklärte Dotzauer, der seit seiner Ankunft in Zagreb vergeblich versucht hatte, sich in Sachen Ablösesumme für den Linkshänder, der bei der WM nicht für sein Heimatland zum Einsatz gekommen war, mit Kitevski zu einigen. Offenbar liegen die Vorstellungen beider Vereine rund 5000 Euro auseinander.

"Wir wollen Stanojevic unbedingt. Auch der Spieler sitzt auf gepackten Koffern und würde lieber heute als morgen zu uns kommen", sagte Dotzauer, der dem 24-Jährigen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 angeboten hat - allerdings mit einer Klausel, den Kontrakt nach der Saison wieder auflösen zu können, sofern der Rückraumspieler die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen würde.

"Ich habe die Verhandlungen gestern unterbrochen und gesagt, dass das Thema für uns vom Tisch ist, wenn ich in den nächsten zwei Tagen nichts aus Skopje höre", erklärte Dotzauer am späten gestrigen Abend und fügte hinzu: "Wir mussten ein bisschen Druck machen."

Und plötzlich kam Bewegung in die Sache. Nach einem weiteren Gespräch mit dem Spieler selbst, der laut Dotzauer auf die letzte Gehaltszahlung von Skopje verzichten will, um den Transfer zu ermöglichen, zeigte sich der Sportliche Leiter der HSG zuversichtlich. "Die Tendenz ist klar. Der Wechsel sollte schnell über die Bühne gehen. Ich rechne damit, dass Stanojevic am Montag oder am Dienstag in Wetzlar eintrifft", erklärte Dotzauer, der den jungen Serben schon heute gerne mitgebracht hätte. "Er war zwar schon zweimal bei uns im Probetraining, aber wenn er uns schon am 8. Februar in Berlin weiterhelfen soll, muss er schon einige Male mit der Mannschaft trainieren", sagte Dotzauer.

Neben zahlreichen interessanten und aufschlussreichen Gesprächen - unter anderem mit Wetzlars zukünftigem Trainer Michael Roth - hat der Sportliche Leiter der HSG in Zagreb auch Kontakte mit einem weiteren Linkshänder geknüpft, der sich einen Wechsel nach Wetzlar gut vorstellen kann. Der 22-jährige Schwede Patrik Johansson könnte zur neuen Saison von Hammarby IF, dem Club des ehemaligen Hüttenbergers Staffan Olsson, zur HSG wechseln. "Wir haben großes Interesse, den jungen Mann zu verpflichten. Er hat aber auch Angebote von mindestens acht weiteren Vereinen. Ein sofortiger Wechsel ist gescheitert, obwohl wir alles versucht haben", erklärte Dotzauer. Der 1,88 m große Rückraumspieler gilt als eines der größten Talente Schwedens, laboriert derzeit aber an einer Verletzung am Wurfarm. Der Klub aus dem Stockholmer Stadtteil Södermalm erteilte dem Blondschopf für einen vorzeitigen Wechsel keine Freigabe. Am 11. Februar wird Johansson aber in Wetzlar weilen, um sich das Heimspiel der HSG gegen Lemgo vor Ort anzuschauen und sich ein Bild von der Atmosphäre zu machen.

Sollte der Stanojevic-Wechsel in den nächsten Tagen über die Bühne sein, will sich Dotzauer wieder einzig dem Klassenerhalt widmen: "So eine Reise ist wichtig, um Kontakte zu pflegen. Wir vergessen aber auch die Arbeit nicht".

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