Ein besonderer Moment für Doris Lochmüller und Heinz Zielinski. FOTO: PRIVAT
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Ein besonderer Moment für Doris Lochmüller und Heinz Zielinski. FOTO: PRIVAT

Hessischer Verdienstorden

Doris Lochmüller und Prof. Heinz Zielinski: Ein Leben mit und für den Sport

Doris Lochmüller und Prof. Dr. Heinz Zielinski sind im würdigen Rahmen des Biebricher Schlosses mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet worden.

Am Mittwochabend wurden im Biebricher Schloss Doris Lochmüller aus Staufenberg-Treis und Prof. Dr. Heinz Zielinski aus Linden der Hessische Verdienstorden verliehen. Ministerpräsident Volker Bouffier ehrte die beiden Mittelhessen damit für ihr jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement im Sport. "Sie setzen sich mit viel Herzblut ein, um Sportangebote in ihrer Region anzubieten und Talente zu fördern", so Bouffier.

Der Hessische Verdienstorden wird zur Würdigung hervorragender Verdienste um das Land Hessen und seine Bevölkerung verliehen und unterteilt sich in zwei Stufen: Hessischer Verdienstorden am Bande (niedrigere Stufe) und Hessischer Verdienstorden (höhere Stufe).

Doris Lochmüllerbegann bereits 1964 erstmals als Übungsleiterin beim TV 05 Treis, bei dem sie zeitgleich ihre Vorturnerausbildung absolvierte und damals bereits 13 Trainingsgruppen betreute. Die aktuell stellvertretende Vorsitzende des Sportkreisvorstandes engagiert sich seit 1974 in selbigem in verschiedenen Verantwortungen. Angefangen im Jugendausschuss, anschließend der Übergang zur Frauenwartin und bis heute, neben dem Vorsitz, Sportwartin des Sportkreises. "Doris Lochmüller ist im Gießener Sportleben eine Institution. Sportvereine funktionieren nur, wenn es Ehrenamtliche gibt, die ihre Zeit einbringen, um entsprechende Bewegungsangebote durchzuführen", weiß auch Ministerpräsident Bouffier um die Verdienste von Lochmüller. Außerdem bezeichnete er die Staufenbergerin als "Pionierin dieses Bereichs in Hessen" und bezog sich dabei auf die spezifischen Angebote für Frauen im Sport, welche sie bereits früh als Schwerpunkt ihrer Arbeit ins Leben rief. Darüber hinaus initiierte Lochmüller unter anderem seit 1976 bis heute jährlich einige Fortbildungen zur Lizenzverlängerung, um die optimale Bewegungsausbildung für Menschen aller Altersklassen zu gewährleisten.

Im Jahr 2000 war es Doris Lochmüller, die erstmals den Kinderaktionstag ins Leben rief, um mehr Kinder für die Bewegung und der sozialen Komponente des Miteinanders in einem Sportverein zu begeistern. "Über fünf Jahrzehnte für den Sport zu leben und Expertise in die Jugend- und Seniorenarbeit einzubringen, ist etwas Besonderes", hob Bouffier die lange Zeit des Engagements nochmal hervor. Lochmüller erhielt 1994 bereits den Ehrenbrief und mit dem Verdienstorden nun die zweite Auszeichnung des Landes Hessen.

"Für mich kam diese Auszeichnung sehr überraschend. Es ist eine große Ehre, aber mein Dank geht an meine Familie, meine Vereine und die Mitglieder, ohne deren Unterstützung das alles nie möglich gewesen wäre", freute sich die Mittelhessin.

Den Ehrenbrief des Landes Hessen bekam 2003 auch Prof. Dr. Heinz Zielinskiüberreicht. Auch der gebürtige Butzbacher genoss am Mittwoch die Verleihung des Verdienstordens und weiß diese als Anerkennung seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten sehr zu schätzen: "Nicht nur mir gegenüber persönlich sehe ich die Auszeichnung als Ausdruck großer Wertschätzung, sondern auch gegenüber dem Ehrenamt generell. Sie ist repräsentativ für viele Tausende Menschen in Hessen, die sich ehrenamtlich engagieren - im Sport und darüber hinaus. In diesem Sinne bin ich sehr dankbar für die Auszeichnung", sagte der 73-Jährige. Aktuell gehört Zielinski als Vorsitzender dem Vorstand des Bildungswerkes des Landessportbundes Hessen an, gleichzeitig ist er unter anderem als Berater der TAFISA (der weltweit größten Breitensportorganisation; Anm. d. Red.) und Geschäftsführer der Stiftung Sporthilfe Hessen aktiv. "Prof. Dr. Zielinski prägt den Sport im Landkreis Gießen seit gut drei Jahrzehnten. Mit viel Leidenschaft setzt er sich für ein funktionierendes Vereinsleben und die sportliche Entwicklung ein", würdigte Ministerpräsident Bouffier den studierten Politologen.

Angefangen hat alles 1991 beim TV Gießen-Lützellinden, ehe es den Lindener in den Vorstand des TSV Großen-Linden zog. 1997 arbeitete er dann erstmals als Vorsitzender des Sportkreises Gießen. Seine spätere und bis heute andauernde Arbeit über die lokalen und regionalen Grenzen hinaus sorgten 2013 für seine Auszeichnung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Dabei blieb immer der Bezug zum Ort, in dem alles anfing und in dem er lebt.

Bezeichnend dafür, dass er sich gegenwärtig als Elternbeiratsvorsitzender der Grundschule in Großen-Linden engagiert. Ministerpräsident Bouffier sagte zum Abschluss im Kreise der Ordensträger: "Es ist mir eine große Freude, dieses vielfältige und unermüdliche Engagement im Sport nun mit dem Hessischen Verdienstorden zu würdigen."

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