Doch keine Absteiger?

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(sid). Ein Hauch mehr Planungssicherheit für die Klubs, kein Wettrüsten im Tabellenkeller und Chancen für die Zweitligisten in ungewissen Zeiten: Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) will die gerade wieder eingeführte Abstiegsregelung offenbar aussetzen. Nach einem Bericht der "Eishockey News" soll am Ende der Spielzeit 2020/21 kein Klub absteigen, der Meister der DEL 2 bei Erfüllung der wirtschaftlichen Voraussetzungen aber aufsteigen. Aus der zweiten Liga haben sich die Löwen Frankfurt, die Kassel Huskies und die Bietigheim Steelers um den Aufstieg offiziell beworben.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke bestätigte derartige Überlegungen. "Wir haben Verträge. Wir werden sowohl intern als auch mit unseren Partnern die Thematik im Rahmen der bestehenden Verträge beizeiten besprechen."

Angesichts großer Unsicherheit über die Zulassung von Zuschauern in den Hallen, auf die DEL-Klubs dringend angewiesen sind, sowie die "existenziell" wichtige finanzielle Unterstützung durch den Staat in der Corona-Krise will die Liga weitere Risiken minimieren. Wegen der Pandemie hatte die DEL den Saisonauftakt bereits vom 18. September auf den 13. November verlegt.

Auch die Spieler hätten Verständnis für eine Ausnahmeregelung. "Dem einen oder anderen Verein würde man vielleicht die Sorge nehmen zu spielen", sagte Nationalspieler Moritz Müller, Vorsitzender der Spielervereinigung SVE.

Positive Signale für eine Rückkehr der Fans auf die Ränge gab es am Montag zumindest aus Köln: Die Lanxess-Arena plant für Events in den nächsten Monaten, darunter auch Spiele der Kölner Haie, mit 7000 bis 9000 Zuschauern. Es werde jeweils eine Variante für Konzerte und für Eishockey geben, sagte Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Nach aktuellem Stand sind an allen DEL-Standorten allerdings weniger als 1000 Zuschauer erlaubt. "Es ist frustrierend, dass alle für uns relevanten Bundesländer immer noch sehr niedrige und pauschale Obergrenzen haben", klagte Tripcke.

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