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»Do« Mappes überragt

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Von: red Redaktion

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Dominik Mappes © pv

(cme). Dominik Mappes, der scheidende Spielführer des TV 05/07 Hüttenberg, wurde von den Fans der 2. Handball-Bundesliga mit überwältigender Mehrheit zum besten Spieler der abgelaufenen Zweitligasaison 2021/22 gewählt. 211 Tore, 115 Vorlagen und den höchsten HPI (Handball Performance Index) aller Zweitligaspieler mit 80 setzen dem Hüttenberger Eigengewächs verdientermaßen die Handballkrone der 2.

HBL auf!

»Natürlich freut man sich über solch eine Auszeichnung, zumal man nicht weiß, ob oder wann man noch einmal zu dieser Ehre kommt. Wenn man solch einen Titel erhält, muss in der Saison aber schon vieles passen und das spricht für einige Faktoren. Ein sehr großer Dank gilt der Mannschaft, ohne die ich diesen Titel niemals bekommen hätte. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich diesen Titel nicht über den vierten Platz mit dem Team stelle, da der mannschaftliche Erfolg über allem steht. Das Trainerteam hatte zudem einen großen Anteil, sodass man sagen kann, dass diese Saison eine nahezu perfekte Runde für den TVH war und ich bin sehr froh, dass ich ein Teil dieses Kollektiverfolgs sein konnte«, so ein glücklicher TVH-Topscorer Dominik Mappes.

Der 27-jährige Spielmacher, der den Club nach einer Saison Richtung Erstliga-Aufsteiger VfL Gummersbach verlassen hat, legte direkt furios los beim überraschenden Auswärtssieg in Ludwigshafen. Gegen seinen Ex-Verein traf »Do« neun Mal, gönnte sich dabei nur einen Fehlwurf. Beim Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen netzte Mappes am dritten Spieltag zum ersten Mal zweistellig mit seinen zehn (!) Treffern, was sich aber noch fünf Mal wiederholen sollte im Verlauf der Saison. Den Höhepunkt seiner zahlreichen Glanzleistungen lieferte der Hochelheimer am 12. Spieltag bei Eintr. Hagen ab, als er sagenhafte zwölf Tore erzielte, sieben auflegte und somit den perfekten HPI-Wert von 100 erreichte. Bei seinen beiden Abschiedsspielen gegen Rostock (12) und gegen Essen (10) drehte »Do« nochmal richtig auf und verabschiedete sich mit zwei absoluten Topleistungen.

Kaum eine Abwehrreihe hatte in der vergangenen Spielzeit ein Gegenmittel gegen die hohe Spielfähigkeit vom »Dominator«, jedoch stach ein Aspekt seiner Spielweise hervor. Der Kapitän übernahm immer wieder Verantwortung. Im Training pflegte er einen sehr engen Draht zu seinen Mitspielern und nahm einige junge Spieler unter seine Fittiche, sodass diese in ihrer Entwicklung von seinen Tipps profitierten. Während einer Partie spielte er häufig den »Dosenöffner«. Wenn in der Offensive Sand im Getriebe steckte, war es nahezu immer Mappes, der seine Mannen mit einem Treffer wieder auf die richtige Bahn brachte.

Unvergessen bleibt das Auswärtsspiel in Dormagen, als sich Mappes nach einer ungewohnt schwachen Leistung in der Schlussphase auf der Bank wiederfand. Als Trainer Johannes Wohlrab im Einzelgespräch mit einem Spieler vertieft war, nutzte Mappes die Gunst der Stunde und wechselte sich selber ein, erzielte den entscheidenden Treffer zur Zwei-Tore-Führung zum Auswärtssieg. Spätestens nach dieser hervorragenden Saison und dem verdienten »MVP«-Titel gehört Dominik Mappes zum Kreis der Topspieler.

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