DM-Tickets für Laurito und Kuhn

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Mit Luis Laurito und Lorenz Kuhn haben sich zwei Jugendspieler des Licher GC für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Während die Erwachsenen in den Altersklassen in Winnerod ihre Hessenmeister ermittelten, kämpfte der Nachwuchs um die Qualifikation zu nationalen Titelkämpfen. Coronabedingt wurde heuer in der Golf-Region 4, die die Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland umfasst, nur jeweils ein Turnier in jeder Altersklasse. Dabei mussten zwei Runden gespielt werden.

In der AK 14 der Mädchen, die in Gernsheim aufteete, musste man unter die Top sechs kommen, um sich für die DM zu qualifizieren. Zwei Aktive der hiesigen Golfclubs aus Lich und Winnerod waren am Start. Mit einem Gesamtergebnis von 167 Schlägen beendete Saphira Väth (Winnerod) das Turnier auf Rang zwölf, zwei Schläge mehr hatte Emma-Louisa Schultheiß (Lich) benötigt. Die Siegerin Marie Martin (GC Westpfalz) kam mit 151 Schlägen ins Clubhaus.

In der AK 16 und AK 18 der Jungen musste man mindestens Siebter werden. Die AK 18 schlug im GC am Donnersberg ab, unter den Teilnehmern der neue Hessenmeister der Herren, Christopher Sacher vom GC Braunfels und insgesamt vier Plus-Handicapper. Eine schwere Aufgabe also für Max Steinmüller vom GC Winnerod, der 2020 noch nicht an seine Form der letzten Spielzeiten anknüpfen konnte. Bei ihm wanderte zweimal eine 77 auf die Scorekarte, was den zehnten Platz und vier Schläge Rückstand auf das Ticket zur DM bedeutete. Der Sieger Nicolas Eberhard (GC Main-Taunus) schloss das Turnier mit insgesamt sieben unter Par (!) ab.

In der AK 16 der Jungen triumphierte mit Heimvorteil und vier Schlägen Vorsprung Maximilian Kukuk vom GC Rheinhessen (143). Hinter ihm wurde es knapp. Lorenz Kuhn vom Licher GC, der schon bei den Hessenmeisterschaften der Erwachsenen mit dem überstandenen Cut aufhorchen ließ, startete mit neun über Par in dieses Turnier. In Runde zwei folgte eine gewaltige Steigerung. Den zwei Bogeys standen drei Birdies gegenüber, was eine eins unter Par bedeutete. Mit 152 Schlägen landete er auf dem geteilten sechsten Platz und sicherte sich das letzte Ticket in dieser Altersgruppe. "Der Platz liegt in einer Weinberggegend auf einem Plateau, hat viele Höhenunterschiede, wodurch eine gute Platzstrategie gefragt war. Ich bin froh, dass ich in Runde zwei meine Fehler abstellen und mich so noch in die Qualifikationsränge katapultieren konnte", zeigte sich Kuhn glücklich. Drei Schläge mehr standen am Ende bei Marlon Kapetanidis auf der Scorekarte, der damit die Qualifikation knapp verpasste.

Drei heimische Spieler der AK 14 kämpften um die acht DM-Tickets auf der Anlage des GC Rhein-Main. 164 Schläge und besser bedeuteten am Ende die Qualifikation. Julius Weber (Winnerod) mit 172 Schlägen und Oscar Walter (Lich) mit 182 Schlägen verpassten dieses Ziel. Dagegen war Luis Laurito (Lich) sogar mit der Favoritenbürde ans Tee gegangen. Mit dieser Last kam der Sohn des Licher Golflehrers Uwe Tappertzhofen gut zurecht. Die 74 aus Runde eins bedeutete die geteilte Führung. In Runde zwei setzte er sich kontinuierlich vom Feld ab, mit 71 Schlägen blieb er eins unter Par und brachte die beste Einzelrunde ins Clubhaus. Mit sechs Schlägen Vorsprung sicherte er sich souverän den Sieg. "Ich kannte den Platz noch von den Hessischen Meisterschaften aus dem Vorjahr. Ich habe an beiden Tagen gute Drives geschlagen. In der zweiten Runde lief es dann auch mit den Eisen besser, ich konnte aggressiver spielen und mir Birdiechancen erarbeiten", analysierte Laurito schon sehr routiniert.

Zusammen mit Lorenz Kuhn wird er seinen Club vom 11. bis 13. September bei den Deutschen Meisterschaften vertreten.

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