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Die Nordeckerin Lea Grohmann sammelte bei der DM in Bremen wieder Wettkampfpraxis.

DM für Lea Grohmann als Praxistest

  • VonUwe Weichsel
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(uwg/ra). Endlich einmal wieder Wettkampf-Atmosphäre schnuppern durfte Lea Grohmann bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in Bremen. Nach der langen Zwangspause durch die Corona-Pandemie ließ es sich für die Nordeckerin so auch leichter verschmerzen, dass sie in keinem Wettbewerb über die erste Runde hinauskam. »Die Deutsche Meisterschaft ist immer ein besonderes Erlebnis.

Es war nur schade, dass so wenige Zuschauer da waren. Da war es vor zwei Jahren in Wetzlar deutlich schöner.«

Bei dem Modus der nationalen Titelkämpfe wurde im Einzelwettbewerb diesmal auf die Vorrunde mit Gruppenspielen verzichtet. Deshalb ging es für die jeweils 32 Damen und Herren sofort mit der Hauptrunde im K.-o.-System los.

Lea Grohmann war dementsprechend darauf vorbereitet, dass sie es bereits zu Beginn mit einer Top-16-Spielerin zu tun bekommen würde. »Es hätte aber nicht unbedingt direkt die Nummer eins der Setzliste sein müssen«, haderte Grohmann etwas mit dem Los, das ihr die Begegnung mit Kristin Lang (geborene Silbereisen) bescherte. Immerhin brachte dieses Los auch einen Auftritt in einer der größeren Spielboxen, aus denen via Livestream übertragen wurde. Ein Satzgewinn gelang Grohmann beim 0:4 gegen die dreifache deutsche Einzelmeisterin nicht. »Bei Vorhandduellen konnte ich recht gut mithalten, aber sobald es über die Rückhand ging, hat sie den Punkt gemacht. In den entscheidenden Phasen hat sie auch noch ihre Angaben gut variiert.« Deutsche Einzelmeisterin wurde Nina Mittelham aus Berlin.

Mit etwas Losglück wäre für die Nordeckerin vielleicht mehr möglich gewesen, »aber bei einer DM sind nun einmal alle stark«, so Grohmann. Dies galt auch für das Mixed und das Doppel, was für sie zu einem frühen Ende des Turniers führte. Im Doppel gab es an der Seite von Anne Sewöster (TuS Bardüttingdorf) ein 0:3 gegen das Duo Mühlbach/Michajlova (Berlin/Staffel), im Mixed zusammen mit Florian Bluhm (TTC Bad Hamm) ein 0:3 gegen Hajok/Decker (Hannover/Borsum).

Den DM-Titel im Doppel holten sich Tiefenbrunner/Winter (Kolbermoor/Schwabhausen), im Mixed triumphierten Schreiner/Hippler (Langstadt/Köln).

Dennoch überwog bei Lea Grohmann die Freude darüber, dass es möglich war, zwei Wochen vor Saisonbeginn Wettkampfpraxis zu sammeln. Ihr letztes Spiel hatte Lea Grohmann vor zehn Monaten für ihren neuen Verein, den Zweitligisten TTK Anröchte bestritten. Das letzte Doppel liegt noch länger zurück, da in der abgebrochenen Spielzeit 2020 die Doppel weggelassen wurden.

Im nordrhein-westfälischen Anröchte fühlte sie sich direkt gut aufgenommen, nachdem sich ihr vorheriger Club (TV Busenbach) aus der Bundesliga zurückgezogen hatte. Fit gehalten hat sich Lea Grohmann in der Zeit ohne Tischtennis im bewährten »Athletik Team« von Dirk Lösel. Zudem konzentrierte sie sich verstärkt auf ihr Jura-Studium.

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