Djordjic verlässt Wetzlar sofort

(mac/pm) Das ist ein Schlag ins Kontor. Mit Petar Djordjic verliert Handball-Bundesligist HSG Wetzlar eines der größten Talente auf internationaler Ebene. Der Rückraumspieler hat am Donnerstag beim Ligakonkurrenten SG Flensburg/Handewitt einen Vertrag bis 2011 unterschrieben, nachdem er in Wetzlar eine vertraglich vereinbarte Option gezogen und seinen Kontrakt dort fristgerecht zum 31. Januar gekündigt hatte. Djordjic ist schon im Februar für die SG spielberechtigt.

(mac/pm) Das ist ein Schlag ins Kontor. Mit Petar Djordjic verliert Handball-Bundesligist HSG Wetzlar eines der größten Talente auf internationaler Ebene. Der Rückraumspieler hat am Donnerstag beim Ligakonkurrenten SG Flensburg/Handewitt einen Vertrag bis 2011 unterschrieben, nachdem er in Wetzlar eine vertraglich vereinbarte Option gezogen und seinen Kontrakt dort fristgerecht zum 31. Januar gekündigt hatte. Djordjic ist schon im Februar für die SG spielberechtigt.

Damit muss die HSG nach Avishay Smoler (Lemgo) und Sven-Sören Christophersen (Berlin) nun schon den dritten Abgang eines Spielers verkraften, der langfristig das Konzept des Tabellenzwölften tragen sollte. Ein Talent wie Djordjic wird – das gilt als sicher – so schnell nicht wieder den Weg nach Wetzlar finden.

Noch entscheidender aber ist, die Tatsache, dass Djordjic schon an diesem Wochenende seine sieben Sachen packt.

Somit fehlt der HSG in der laufenden Saison ein wichtiger Shooter im linken Rückraum, wo Nationalspieler Christophersen fortan weitgehend auf sich alleine gestellt sein wird, da Alois Mraz, der auch hinter Daniel Valo im rechten Rückraum zum Einsatz kommt, nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann.

Djordjic’ Kontakt nach Flensburg besteht schon lange. Bereits am 10. Dezember hatte diese Zeitung exklusiv gemeldet, dass ein Wechsel des serbischen Nationalspielers zur SG noch in dieser Spielzeit bevorsteht, da er von der HSG zu dieser Zeit in Flensburg angeboten worden sein soll – auch, um den Etat des finanziell weiter angeschlagenen Erstligisten zu entlasten. Damals stritten die Verantwortlichen dies ab, nun müssen sie den Abschied hinnehmen.

Beim Tabellenvierten will Djordjic seine Karriere weiter vorantreiben und um die Champions-League-Qualifikation mitspielen. "Wir haben Djordjic lange beobachtet und sind der Meinung, dass er für uns der richtige Shooter für die Zukunft ist", sagte Ljubomir Vranjes, Flensburgs Team-Manager. "Ich habe die Zeit in Wetzlar genossen und bin dem Verein dankbar, dass er mir die Chance gegeben hat in der Liga Fuß zu fassen.

Jetzt freue ich mich auf Flensburg. Das Angebot war sehr interessant für mich", sagte Djordjic, der 2008 vom TV Kirchzell nach Wetzlar gekommen war. Dort verbreitete Geschäftsführer Sascha Schnobrich wenigstens etwas Hoffnung: "Wir führen gute Gespräche und sind uns sicher, schon bald einen schlagkräftigen Neuzugang präsentieren zu können."

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