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Der Gießener Dennis Owusu markiert das 1:0, VfB-Keeper Florian Schock (l.) und Matej Maglica können nichts mehr tun.

Die Youngster machen Spaß

  • Michael Schüssler
    VonMichael Schüssler
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Ein starker Auftritt des FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest. Am Samstag besiegt die Elf von Trainer Daniyel Cimen im Waldstadion den VfB Stuttgart II verdient mit 2:1. In Spiellaune präsentieren sich dabei vor allem zwei Youngster.

Nach drei Spielen ohne Sieg hat der FC Gießen am Samstag in der Fußball-Regionalliga Südwest wieder Grund zum Jubel gehabt. Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II behielt die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen vor rund 300 Besuchern verdient mit 2:1 die Oberhand. Im Klassement verbesserte sich der FC damit auf Position 15.

»A ufgrund der ersten halben Stunde haben wir nicht unverdient gewonnen. Aber wir hätten höher führen müssen«, urteilte Cimen nach dem Spiel.

Vor allem im ersten Durchgang wusste der FC Gießen zu gefallen, insbesondere in der Offensive Dennis Owusu und Donny Bogicevic, die die VfB-Abwehr vor große Probleme stellte. Owusu ging keinem Zweikampf aus dem Weg, eroberte immer wieder Bälle. Und wenn es über seine rechte Seite ging, wurde es immer gefährlich. Donny Bogicevic indes sorgte immer wieder für Überraschungsmomente, setzte Owusu und Ko Sawada geschickt ein. Im Mittelfeld hatten Nikola Trkulja und Leonidas Tiliudis das Kommando, die Gäste sahen nicht annähernd Land.

Nach acht Minuten wurden die Bemühungen der Gastgeber erstmals belohnt, als Dennis Owusu ein sehenswertes Zuspiel von Ko Sawada zum 1:0 nutzte. Der FC blieb weiter dran, hatte weitere Chancen durch Sawada und Owusu, die aber nichts einbringen sollten. Bis zur 25. Minute, als Donny Bogivevic das zu diesem Zeitpunkt überfällige 2:0 markierte. Stuttgarts Trainer Frank Fahrenhorst war vorher schon ungehalten über den Auftritt seines Teams, nach dem 0:2 wechselte er gleich dreimal! »In der ersten halben Stunde haben meine Spieler das Trikot über den Platz getragen«, kritisierte er den pomadigen Auftritt seiner Elf. Es dauerte lange, bis die Schwaben ins Spiel kamen, doch die Gießener verpassten das mögliche 3:0 gleich mehrfach.

Kurz nach dem Wechsel hätte Ko Sawada alle Zweifel beseitigen können, doch er drosch das Leder aus bester Position über das Stuttgarter Tor. Die Schwaben ihrerseits wurden in den zweiten 45 Minuten immer stärker, so dass das 1:2 nach 60 Minuten durch Alou Kuol durchaus verdient war. Stuttgart II hatte nun weitaus mehr vom Spiel, doch dank einer guten Defensivleistung verteidigte der FC seinen Vorsprung. Die Gäste versuchten es immer wieder, doch die Abwehrleistung der Gießener war famos. Zumal im Zweifelsfall auch »Oldie« Michael Fink immer dann zur Stelle war, wenn Gefahr im Verzuge war. Natürlich hatte der FC nachher ein wenig Glück, aber das muss man sich erarbeiten. Und das taten die Mittelhessen, die sich am Ende die drei Punkte redlich verdienten.

FC Gießen: Löhe - Gaudermann, Fink, Sarr, Mohr (ab 59. Lo Scrudato), Reithmeir - Tiliudis (ab 65. Dos Santos), Trkulja - Owuso (ab 89. Marusenko), Bogicevic (ab 65. Öztürk), Sawada (ab 89. Moura Beal).

VfB Stuttgart II: Schock - Weil (ab 26. Stein), Bazzoli, Maglica (ab 26. Celebi), Rekdal (ab 71. Michel) - Nothnagel, Ahamada (ab 65. Suver), Millot, Cissé (ab 26. Kudala) - Polster, Kuol.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Roy Dingler (Pforzheim). - Zuschauer: 300. - Torfolge: 1:0 Owusu (8.), 2:0 Bogicevic (25.), 2:1 Kuol (60.). - Gelbe Karten: Tiliudis, Trkulja, Gaudermann - Bazzoli, Millot, Celebi. - Gelb-Rote Karte: Bazzoli (86./Stuttgart) wegen Meckerns.

So sehen Sieger aus (v. l.): Der Gießener Dennis Owusu, der den Führungstreffer erzielt, bejubelt hier mit Tobias Reithmeir und den ebenfalls treffsicheren Donny Bogicevic das Tor zum 2:0.

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