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Urschrei von Hüttenbergs Keeper Dominik Plaue nach dem deutlichen Heimsieg gegen DJK Rimpar Wölfe.

Die nächste Hüttenberger Party

  • VonMarkus Röhrsheim
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Die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle. Mit einem deutlichen 32:23-Sieg gegen die DJK Rimpar Wölfe legten sie die perfekte Basis für das anschließende Oktoberfest im Sportzentrum.

Der TV 05/07 Hüttenberg steht in der Tabelle nach dem 32:23 gegen Rimpar bei starken 10:2 Punkten. Doch während die zahlreich erschienen Fans sich schon zufrieden ihr Kaltgetränk schmecken ließen, kam bei TVH-Trainer Johannes Wohlrab in der Pressekonferenz noch keine rechte Feierlaune auf. »Es gibt einiges zu verbessern. Ich bin ziemlich geladen und mit unserer Chancenverwertung absolut nicht zufrieden«, hatte der 35-Jährige doch einiges an Verbesserungspotenzial ausgemacht. Und sprach konkret einige etwas zu laxe Abschlüsse zu Beginn der Partie an. Wodurch sich erst einmal der Abnutzungskampf entwickelte, den man aus den bisherigen Begegnungen der beiden Teams kannte.

Zw ar konnte Ian Weber mit einem Doppelschlag das Spiel eröffnen. Doch speziell die eingespielte Rückraumachse Steffen Kaufmann und der Ex-Hüttenberger Patrick Schmidt waren dafür verantwortlich, dass die Gäste bis Mitte der ersten Halbzeit beim 5:6 durch den Halbrechten den Anschluss hielten. Wohlrab wechselte nun und brachte Johannes Klein und Niklas Theiß. Gepaart mit einem nun heiß laufenden Dominik Plaue im Tor, der speziell mit spektakulären Paraden der DJK-Flügelzange Dominik Schömig und Julian Sauer den Zahn zog, setzten sich die Blau-Weiß-Roten zum 10:6 durch einen Rückraumtreffer von Dominik Mappes in der 18. Minute ab. Äußerst sehenswert dabei das zwischenzeitliche 7:5, als der Kapitän mit einer Wurffinte drei Abwehrspieler narrte und dann den Ball an Marino Mallwitz vorbei im Tor versenkte.

Gäste-Coach Julian Thomann versuchte, das Ruder mit dem siebten Feldspieler wieder herumzureißen. Doch der beeindruckend schnell auf den Füßen und im Kopf hellwach agierende Hüttenberger Abwehrverbund ließ diese Maßnahme wirkungslos verpuffen. »Wir waren darauf gut vorbereitet und haben ein paar Sachen auf dem Schirm, wie wir das verteidigen wollen«, sah auch Johannes Klein nach Spielende die starke Deckung als einen Erfolgsfaktor. Denn die Hausherren bauten die Führung auf 13:7 durch Ryuga Fujita ins leere Gäste-Tor und 15:9 durch einen Mappes-Kempa auf Zuspiel von Niklas Theiß aus und nahmen diesen Vorsprung auch mit in die Kabine.

Zwar konnte Andreas Wieser im Rimparer Kasten, der den bisher so starken Mallwitz, der am Samstag aber kein Faktor war, in der zweiten Halbzeit mit etlichen Paraden eine noch höhere Niederlage verhindern. Da aber auch Dominik Plaue direkt nach Wiederbeginn mit einer Doppelparade startete und in der 35. Minute mit einem gehaltenen Tempogegenstoß gegen Sauer den Wölfen die letzte Chance verwehrte, noch einmal auf vier Tore zu verkürzen, blieb der TVH ungefährdet. Zumal das Team nicht nur in der Deckung als Einheit glänzte.

Wohlrab konnte seinen gesamten Kader bringen - und alle Spieler erfüllten ihre Aufgaben eindrucksvoll. So konnte die rechte Seite mit den jeweils fünfmal erfolgreichen Fujita und Theiß, die auch die letzten beiden Hüttenberger Tagestreffer erzielten, genauso für Highlights sorgen wie die enorm durchsetzungsstarken Kreisläufer Moritz Zörb und Vit Reichl, der bekanntlich seinen Vertrag bis 2024 verlängert hat.

»Glückwunsch an die Mannschaft. Dass wir in dieser Deutlichkeit gewinnen, war im Vorfeld so nicht zu erwarten«, verwies der Coach auf den Angstgegner-Status von Rimpar, war es doch erst der dritte TVH-Sieg im bereits 15. Spiel.

TV Hüttenberg: Plaue, Böhne; Schwarz (1), Kneer, Theiß (5), Fujita (5), Weber (3), Rompf (2), Zörb (2), Reichl (3), Mappes (7/1), Hahn (1), Klein, Jockel, Schreiber (3).

DJK Rimpar Wölfe: Mallwitz, Wieser; Jäger, Schömig (3), Böhm (1), Schmidt (2), Kaufmann (3), Dürr (2), Dayan (1), Kovacic (1), Brielmeier (6), Sauer (2), Merk (2).

Schiedsrichter: Lier/Lier (Stuttgart) - Siebenmeter: 2/1 - 1/0 - Zeitstrafen: 8 - 8 Minuten - Zuschauer: 830.

Durchsetzungsvermögen: Vit Reichl schließt beim Heimsieg der Hüttenberg gegen Rimpar am Kreis ab.

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