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Die Bundesliga-Damen um Beatriz Sorrentino Di Bernardi starten am Samstag in die neue Kegel-Saison.

Die Kugel rollt wieder

  • VonMike Heese
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(bf/hse/htr). Die Kegler starten in die Saison 2021/22. Nachdem im Oktober 2020 die Spielrunde zunächst unterbrochen wurde, folgte im Februar dieses Jahres der endgültige Abbruch der Spielzeit 2020/2021. Folglich wurde die Runde dann annulliert. Ob die nun anstehende Runde regulär beendet werden kann, bleibt abzuwarten. In der Damen-Bundesliga ist wie gehabt das Team KC 87 Wieseck am Start.

Allerdings sind hier nur noch sieben Teams im Einsatz. Die Herren von M85 Mittelhessen haben aus der 2. Bundesliga zurückgezogen und versuchen einen Neubeginn in der Hessenliga. Dort spielt auch KC 88 Wettenberg, der sich gut vorbereitet und ohne Personalverlust einiges ausrechnet.

Dort und Brill treten beim KC 87 Wieseck kürzer

Die Bundesliga-Damen des KC 87 Wieseck starten an diesem Samstag in die neue Saison - mit Veränderungen. So wird auch in dieser Saison keine Meister- und Abstiegsrunde gespielt, überdies finden keine Doppelspieltage statt.

Zudem hat Mitte Juli Wiebelskirchen (ehemals KSC Dilsburg) seine Mannschaft zurückgezogen. Mit der Folge, dass in der Damen-Bundesliga nur sieben Mannschaften am Start vertreten sein werden. Dies hat vermutlich zur Folge, dass es keinen Absteiger geben wird.

Der Spielerkader der Wiesecker Damen bleibt nahezu unverändert. Andrea Dort wird eine Pause einlegen, will aber im Notfall zur Verfügung stehen. Die im osthessischen Bosserode wohnende, gebürtige Wieseckerin Sabrina Brill muss aufgrund des Schulbeginns ihrer Kinder ebenfalls kürzer treten. Der Rest des Kaders allerdings steht vollumfänglich zur Verfügung.

Die Hygienevorgaben aus dem letzten Jahr werden auch diesmal umgesetzt. Beispielsweise werden jeder Keglerin zwei Kugeln zugewiesen, mit denen die 120 Wurf zu absolvieren sind. Nach jedem Block werden die Kugeln sodann desinfiziert.

KF Oberthal, das in den letzten Jahren mehrfach Meister wurde, muss den Abgang von drei Spielerinnen verkraften und wird vermutlich nicht in den Titelkampf eingreifen können. Zu den Titelaspiranten zählen nun Preußen Lünen sowie RSV Samo Remscheid, wie Cornelia Gebauer einschätzt.

Zum Saisonauftakt haben die Wiesecker Damen im saarländischen Oberthal anzutreten. Der Gewinn des Zusatzpunktes wird auf jeden Fall angestrebt. Dabei steht folgendes Bundesliga-Personal zur Verfügung: Ramona Wilczek, Luisa Stark, Christina Vogel, Beatriz Sorrentino Di Bernardi, Ann-Kristin Alexander, Julia Weiser, Sabrina Brill, Cornelia Gebauer, Jessica Dix und Andrea Dort.

KC Wettenberg strebt gesichertes Mittelfeld an

Der KC 88 Wettenberg hat seine sportliche Heimat in der Hessenliga. Mit Blick auf die Entwicklung in anderen Kegelsportvereinen sieht sich das Männerteam des KC 88 derzeit gut vorbereitet für die am Samstag startende Saison.

Die letzte Serie war Ende Oktober letzten Jahres aus bekannten Gründen abgebrochen worden. Bis dahin waren gerade einmal vier von 18 Spieltagen absolviert, und obgleich im letzten Herbst das Heimspiel gegen den damaligen und auch diesjährigen Meisterschaftsfavoriten SKC Waldbrunn-Hadamar sang- und klanglos verloren ging, so waren doch auswärts bis zum Abbruch mit einem knappen Auswärtssieg bei Gute Fahrt Fulda und einem Punktgewinn in Dillenburg überzeugende Leistungen und bereits ein positives Punktekonto erzielt worden.

Die lange Unterbrechung haben die Wettenberger Kegler gut weggesteckt, dennoch hat der eine oder die andere Akteur bedauerlicherweise nicht mehr den Weg zurück zur Wißmarer Kegelbahn gefunden. Durch die überraschende Hessenliga-Abmeldung von GH Allendorf/Lda. (startet in der BOL), den Rückzug von M85 Mittelhessen aus der 2. Bundesliga und dem damit verbundenen Abstieg der M85-Reserve auch direkt in die BOL, ist in die Ligen-Zusammensetzung erhebliche Bewegung gekommen; am grünen Tisch vermochte so der KC 88 Wettenberg II als Dritter der relevanten Saison 2019/2020 nun in die Verbandsliga aufzusteigen.

Zum Saisonstart am Samstag (vorgezogen auf 12 Uhr) auf der Kegelsportanlage im Wißmarer Bürgerhaus gibt die KSG Hönebach-Ronshausen ihre Visitenkarte ab. Die Osthessen mussten mit dem plötzlichen Tod ihres erst 48-jährigen Stammspielers Lars Merkert kürzlich einen Schicksalsschlag verkraften. Aufseiten des KC 88 fehlt zu Beginn der Spielrunde Sportwart und Leistungsträger Patrick Schnell aus privaten Gründen, dennoch strebt das Team um Mannschaftsführer Jörg Schnell ein 3:0-Erfolg an, der zum Saisonziel »gesicherter Mittelfeldplatz« beitragen soll.

Im unveränderten Kader der Hessenliga stehen Kai-Uwe Schnell, Patrick Schnell, Jörg Schnell, Christian Lenz, Jan Anders, Kai Göbler, Steven Groß und Joachim Peter. Dieser Kader wird ergänzt durch die starken U18-Nachwuchsspieler Tino Anders und Justus Flimm, die nun in der Verbandsliga an der Seite von Romana Georg, Mareike Göbler, Jörg Wehrenfennig und Rainer Huberty weiter Erfahrung sammeln sollen.

M85-Neubeginn in der Hessenliga

Die neue Kegel-Saison steht für Meteor 85 Mittelhessen bisher unter keinem guten Stern. Nach dem coronabedingten Abbruch der letzten Zweitbundesliga-Saison nach nur fünf Spieltagen konnte kein bundesligatauglicher Kader mehr für die neue Runde aufgestellt werden.

Das führte zum Rückzug aus der 2. Bundesliga Süd, die erste Mannschaft nimmt nun den Platz von der Reserve in der Hessenliga ein. Aus Spielermangel musste diese statt in der Verbandsliga nun in der Bezirksoberliga (vier Spieler pro Team) gemeldet werden. Damit spielt sie gegen Ex-Hessenligist Allendorf/Lda., der ebenfalls aus Spielermangel in die BOL zurück musste.

Gründe für diese Entscheidungen waren einmal das überraschende Laufbahnende von Reiskirchens Topspieler Martin Albach sowie verschiedene Verletzungen bei einigen Leistungsträgern und berufliche sowie private Gründe.

Eine wirkliche Vorbereitung konnten lediglich Alexander Lehnhausen, René Junge und Robert Gellert absolvieren. Verletzungsbedingt haben Rolf Rohrbach, Stefan Hormel und Kai Bolte, der eigentlich nur noch aushelfen wollte, vor zwei Wochen erst die ersten Kugeln spielen können. Bei Rekonvaleszent Thomas Becker ist nach einer Knie-OP nicht klar, wann er wieder mit dem Training beginnen kann.

Weiter im Kader stehen noch Michael Buhl und Christian Stefan, der allerdings bis Jahresende beruflich stark eingebunden ist. Somit gibt es kein wirkliches Saisonziel, die ersten Spiele müssen so gut wie möglich absolviert werden - im Idealfall kann man durchaus wieder vorne mitmischen, wenn alle wieder voll im Saft stehen sollten.

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