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Nikol Mircheva, die Nummer eins der Damen des TC RW Gießen.

Die Kader verjüngt

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Mit Vorfreude gehen die hiesigen Tennis-Verbandsligateams in die neue Saison, getragen von der Hoffnung, dass keine neue Corona-Varianten den Spielbetrieb durchkreuzen. Die Damen- und Herrenteams des TC Rot-Weiß Gießen wollen mit jungen Kadern in ihren Ligen eine solide Vorstellung abgeben, für die AK-Teams aus Lollar, Watzenborn und Wettenberg wird vor- wiegend der Klassenerhalt als Saisonziel formuliert.

Das Herrenteam des TC Rot-Weiß Gießen hatte in den vergangenen beiden Jahren die Verbandsligasaison jeweils auf dem dritten Platz abgeschlossen. In diesem Jahr wird ein stark verjüngter Kader ins Rennen geschickt. »Wir haben dieses Jahr drei junge Spieler im Kader, darunter zwei Jugendspieler, die im Herrenbereich Erfahrungen sammeln und sich weiterentwickeln sollen«, schraubt Kapitän Ben Cronau die Ambitionen hinsichtlich des Saisonziels entsprechend herunter, »daher spielen wir dieses Jahr eher um den Klassenerhalt«. Trotzdem ist Cronau für dieses Vorhaben zuversichtlich: »Wir haben einen ausgeglichenen Kader, werden unsere Chancen auf Matchpunkte vor allem auf den hinteren Positionen haben. Wir werden von Spiel zu Spiel schauen, wie es sich entwickelt. Ich denke jedenfalls nicht, dass wir in irgendein Match ohne Aussichten gehen werden«. Zum Saisonauftakt erwarten die Gießener am Sonntag den FTC Palmengarten.

Kader: Ben Cronau (LK 1), Philipp Hessler (LK 2), Darius Balan (LK 5), Sebastian Dietz (LK 5), Lucas Nitschke (LK 7), Beruk Tsegai (LK 8).

Nachdem es in 2019 zu Tabellenplatz fünf gereicht hatte, spielten die Damen des TC Rot-Weiß Gießen im vergangenen Jahr bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mit, verloren dann aber das entscheidende Match gegen Marburg und wurden Vizemeister. »Um den Aufstieg wieder mitzuspielen, wird sehr schwer«, sieht Spielführerin Alena Sättler die neue Spielzeit eher als »Überbrückungssaison«: »Mit Aaliyah Nies (Ermüdungsbruch) steht uns eine starke Spielerin für die Saison nicht zur Verfügung.« Als Ersatz stünde u. a. Teresa Dickler (jetzt AK 30) bereit, aber Sättler möchte eher auch auf den Kader der U 18 zurückgreifen. »Hier haben wir Spielerinnen mit viel Potenzial, die wir frühzeitig in die Damenteams integrieren wollen.«

Als Betreuer steht für diese Saison Abraham Ibrahim zur Verfügung. »Unser neuer Vereinstrainer macht einen Superjob«, ist Sättler vom Mannschaftstraining angetan. »In der Vorbereitungszeit hat jede von uns versucht, das Beste aus der Situation zu machen, wegen des verbotenen Gruppentrainings sind natürlich die Doppel zu kurz gekommen«, sieht Sättler vor allem in diesem Bereich noch viel Nachholbedarf. Zum Saisonauftakt geht es am Sonntag zum THC Wiesbaden II, den sie als Favorit in ihrer Gruppe einschätzt: »Die haben einige Collegespielerinnen, welche erfahrungsgemäß im Doppel sehr stark sind.«

Kader: Nikol Mircheva (LK1), Anna Sidorenko (LK1), Anna Spengler (LK6), Alena Sättler (LK6), Ann-Kathrin Inderthal (LK9), Teresa Dickler (LK10), Aisana Kojonazarova (LK10).

Das Herren 30-Team des TV Lollar schlägt in der Gruppe der Vierer-Mannschaften auf und hat sich als Aufsteiger aus der Gruppenliga den Klassenerhalt als Saisonziel gesteckt. Kapitän Robert Komp, an Nummer eins geführt, kann hinsichtlich des Kaders aus dem Vollen schöpfen und auf die gewohnten Kräfte zurück greifen. Neben ihm sind Andreas Keudel sowie Jan und Manuel Steinbach gesetzt, als erster Ersatz stünde Mark Kühn bereit, in letzter Zeit auf konstant gutem Niveau.

»Wir konnten in der CoronaZeit einigermaßen trainieren, außer in den Phasen des kompletten Lockdowns«, sieht Komp sein Team den Umständen entsprechend gut vorbereitet für die neue Saison. »Unsere Stärke besteht vor allem in der Ausgeglichenheit unseres Kaders, es könnte allerdings eng werden, wenn wir an einem Spieltag mehr als zwei Ausfälle verkraften müssen«, hofft Komp, dass ihm dieses Problem erspart bleibt. Die Mannschaften in der Gruppe sind von den LKs sehr homogen und ausgeglichen aufgestellt, sodass Komp keinen heißen Titelanwärter sieht. Am stärksten schätzt er Kassel-Wilhelmshöhe, Rüsselsheim und Wiesbaden ein, gegen Letztere bestreiten die Lollarer am Sonntag auswärts ihr Auftaktmatch. »Wir möchten den Klassenerhalt schaffen und den natürlich möglichst frühzeitig sichern«, geht der Aufsteiger mit einiger Zuversicht in die neue Saison.

Kader: Robert Komp (LK 7), Andreas Keudel (LK 9), Jan Steinbach (LK 9), Manuel Steinbach (LK 11), Mark Kühn (LK 13).

Die Herren 40 des TC Wettenberg haben im vergangenen Jahr den direkten Wiederaufstieg aus der Gruppenliga geschafft, nachdem es 2019 in der Verbandsliga nicht zum Klassenerhalt gereicht hatte. Entsprechend ist in diesem Jahr der Klassenerhalt als Saisonziel gesteckt. »Wir kennen aus den vergangenen Jahren nur zwei Teams aus unserer Gruppe, die Saison wird also für uns einige Überraschungen bereithalten«, ist Kapitän Roland Bärwald mit Prognosen zurückhaltend. Er schätzt die Teams aus dem südhessischen Raum am stärksten ein.

»Leider steht uns unsere bisherige Nummer eins, Thomas Ott, der an anhaltenden Kniebeschwerden laboriert, nur in Ausnahmefällen zur Verfügung. Seine Position wird Markus Zierden einnehmen, der neu in unser Team gestoßen ist«, sieht Bärwald den Kader seines Teams ähnlich stark aufgestellt wie im vergangenen Jahr, »ansonsten sind alle fit. Wir freuen uns alle, dass diese Medenrunde doch noch stattfinden kann«, hofft Bärwald, dass keine Corona-Varianten einen Strich durch den Spielplan machen. Den Saisonauftakt bestreitet sein Team am Sonntag in Limburg.

Kader: Markus Zierden (LK8), Thomas Ott (LK8), Volker Luh (LK10), Andreas Hessler (LK10), Ralf Diehl (LK11), Patrick Mouchard (LK12), Roland Bärwald (LK12), Klaus Matthäi (LK12).

Die Herren 50 des TV Watzenborn schafften in den vergangenen beiden Jahren jeweils knapp den Klassenerhalt, entsprechend lautet auch in diesem Jahr das Saisonziel nicht anders. Kapitän Volkmar Schäfer meldet »alle Mann an Bord«, auch Michael Schiller, der 2020 verletzungsbedingt pausieren musste, hat sich einsatzbereit zurückgemeldet. Der Kader des Teams ist breit aufgestellt, auf einige Akteure kommt die Doppelbelastung mit der AK40 dazu.

»Wir haben uns in der Halle mit Einzeltraining fit gehalten. Seit es draußen erlaubt ist, läuft es von der Beteiligung sehr gut«, sieht Schäfer sein Team gerüstet. Neben der Ausgeglichenheit des Kaders war auch immer die Doppelstärke ein Pfund, mit dem die Watzenborner wuchern konnten. »Wir haben eine schwere Gruppe erwischt. Von den LKs ist Bruchköbel Topfavorit, dazu sehe ich noch SW Frankfurt ganz vorne. Zum Klassenerhalt brauchen wir drei Siege, das wird schwer, ist aber absolut machbar«, ist Schäfer für den Saisonverlauf zuversichtlich und sieht einen zusätzlichen Reiz darin, dass es zum Derby gegen den TC Wettenberg kommt: »Die wollen wir unbedingt schlagen.« Der Saisonauftakt beschert den Watzenbornern ein Auswärtsspiel beim Favoriten Bruchköbel.

Kader: Olgert Jarzinka (LK 8), Martin Hablowetz (LK 10), Udo Spiller (LK 10), Matthias Pfarschner (LK 10), Michael Schiller (LK 11), Alexander Wolf (LK 11), Andreas Wagner (LK 13), Peter Schreiner (LK 13), Volkmar Schäfer (LK 13), Reinhard Dähne (LK 13).

Die Herren 50 des TC Wettenberg hatten, nachdem sie 2019 in der Gruppenliga noch den dritten Platz belegt hatten, im vergangenen Jahr die Meisterschaft errungen und damit den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Gegenüber dem punktgleichen Zweitplatzierten Büttelborn, gegen den es zum Saisonauftakt eine 3:6-Niederlage gesetzt hatte, gab letztlich ein Matchpunkt den Ausschlag zugunsten der Wettenberger.

Entsprechend geht das Team um Kapitän Klaus Matthäi mit dem Saisonziel »Klassenerhalt« in die neue Runde. Der Kader des Aufsteigers ist groß, es wird viel davon abhängen, wie oft die Topspieler zur Verfügung stehen. Zum Saisonauftakt erwarten die Wettenberger am Samstag den TC Niddapark, zum Derby gegen den TV Watzenborn kommt es am 4. September in Wettenberg.

Kader: Volker Luh (LK 10), Ralf Diehl (LK 11), Klaus Matthäi (LK 12), Frank Sendler (LK 13), Matthias Baumann (LK 13), Matthias Lepper (LK 13), Michael Hillmann (LK 14), Dirk Sendler (LK 16), Jörg Dudenhöfer (LK 18), Giovanni Ambrosio (LK 18).

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