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Keeper Nico Mohr will mit seiner SG Kinzenbach heute die ersten Punkte einfahren.

Die ersten Siege sollen her

  • VonPeter Froese
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(fro). Bereits am ersten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Mitte hat sich gezeigt, dass die Favoritenrolle in dieser Saison nicht eindeutig zu klären ist. Zwei häufig als Aufstiegs- anwärter genannte Teams, die beide zum Saisonstart gepatzt haben, treffen am Sonntag um 17 Uhr mit dem VfB Marburg und dem FC Turabdin/Babylon aufeinander. Im besonderen Fokus stehen dabei Gino Parson und Pierre Chabou, die nach der Trennung von Volker Münn zunächst als Interimstrainer bei den Pohlheimern in der Verantwortung stehen.

Die U23-Teams aus Waldgirmes und Gießen stehen sich im direkten Duell gegenüber und streben ebenfalls den ersten Saisonsieg an. Der FC Cleeberg will nach dem Überraschungscoup gegen die Spvgg. Eltville am Sonntag bei Germania Schwanheim nachlegen. Bereits heute hat die SG Kinzenbach den FC Ederbergland zu Gast.

SG Kinzenbach - FC Ederbergland (heute, 18 Uhr): »Nach dem 1:4 in Marburg wissen wir, was wir nach der langen Pause noch verbessern müssen. Allerdings muss man sehen, dass das Spiel ganz anders läuft, wenn wir durch Tommy Ried das 2:0 machen«, blickt Oliver Dönges auf die Auftaktniederlage bei den »Kombinierten« zurück. Heute wartet der nächste harte Brocken auf die Elf des SG-Trainers, denn mit Felix Nolte, Maxim Zich und Valon Ademi ist die Elf aus Allendorf/Eder und Battenberg offensiv stark besetzt. »Wir müssen in der Defensive enger an den gegnerischen Spielern dran sein und unsere Möglichkeiten im Angriff zielstrebiger abschließen«, hofft Dönges mit der Unterstützung des heimischen Publikums auf den ersten Saisonsieg.

Personelles: Henrik Flechtner laboriert weiterhin an einer Ellenbogenverletzung, sodass Nico Mohr wieder zwischen die Pfosten rückt. Pascal Sajonz (langzeitverletzt), Yannik Mohr (krank), Emre Yener und Nnamdi Mark (beide Urlaub) fehlen. Ufuk Ersentürk steht wieder zur Verfügung.

Germania Schwanheim - FC Cleeberg (Sonntag, 14 Uhr): Die Elf von FC-Trainer Daniel Schäfer ist mit einem überraschenden 2:0 gegen Eltville in die neue Saison gestartet. Nun wollen Dominik Huisgen und Co. den Schwung gegen die Germania mitnehmen. »Wir dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen, denn im Vorjahr haben wir nach einem Sieg in Walluf gegen Schwanheim zu Hause mit 2:4 Schiffbruch erlitten. Damals haben wir die Partie zu offensiv angegangen und werden nun gegen einen Gegner, über den ich bislang kaum Informationen habe, etwas verhaltener agieren«, meint Schäfer.

Personelles: Raphael Bause (Urlaub), Dominik Trivilino, Daniel Wiesenfeller und Moritz Schmidt (alle verletzt) fehlen. Robin Dörr, Marvin Gath und Kilian Mandler sind eine Option für die Startelf.

SC Waldgirmes II - FC Gießen II (Sonntag, 15 Uhr): Ein 0:1 beim Topfavoriten TSV Steinbach II stand für die Elf von SC-Trainer Thorsten Schäfer zum Saisonstart zu Buche. »Wir haben defensiv gut gestanden und wenige gegnerischen Chancen zugelassen. Allerdings konnten wir uns in Überzahl keine nennenswerten Möglichkeiten erarbeiten«, sah Schäfer Licht und Schatten bei seiner Elf. »Gegen den FC wollen wir die ersten drei Punkte einfahren«, so Schäfer.

Mit einem 4:4 ist die Regionalliga-Reserve des FC gut in die neue Spielzeit gestartet. Dennoch war für die Gießener gegen den FC Waldbrunn mehr drin. »Wenn man mit dem Schlusspfiff den Ausgleich kassiert, sind es natürlich zwei verlorene Punkte. Meine Jungs, von denen sechs Spieler aus der eigenen Jugend herausgekommen und nur zwei Spieler älter als Jahrgang 2000 waren, hatten ein starkes Spiel abgeliefert. Zudem hat Gabriel Birol, der als Feldspieler im Tor spielen musste, seine Sache sehr gut gemacht«, blickt Thomas Turgut zurück. »Die Waldgirmeser haben eine ähnlich junge, unerfahrene Elf wie wir. Wir werden bis zum Schluss kämpfen, um den ersten Dreier der Saison einzufahren«, hofft Turgut auf Punkte.

Personelles: Torwart Ricardo Alpsoy und Marcus Purdak haben sich in der Auftaktpartie des SC verletzt. Dennis Hinz ist im Urlaub. Bei den Gästen fehlen Yannick Schwabe (Zerrung), Luca Schneider und Vincent Schiel (beide Urlaub). Nico Siguda hat den FC bereits vor dem ersten Saisonspiel wieder in Richtung TSV Rödgen verlassen. Ruben Enobore und Timur Ögretmen sind aus dem Urlaub zurück.

Premiere für Parson/Chabou

VfB Marburg - FC Turabdin/Babylon (Sonntag, 17 Uhr): Mit einem 1:3 gegen den SV Niedernhausen und der anschließenden Trennung von Trainer Volker Münn hat der FC am ersten Spieltag für Gesprächsstoff gesorgt. Die Routiniers Gino Parson und Pierre Chabou sollen das FC-Schiff nun schnell in das richtige Fahrwasser bringen. »Ich war am Sonntag als einer der Ersten weg und habe von der ganzen Entwicklung zunächst nichts mitbekommen. Bei einem Anruf wurde ich gefragt, ob ich zusammen mit Pierre das Amt des Interimstrainers für zwei Wochen übernehmen kann. Die Verantwortlichen des FC haben ein paar Ideen im Kopf und möchten, dass wir in der Zwischenzeit für einen geordneten Trainings- und Spielbetrieb sorgen«, erläutert Parson. Ob sich das Engagement verlängern kann, ließ der 42-Jährige offen: »Ich sehe das ganz entspannt. Notfalls kann man sich nochmals zusammensetzen.« Parson hat bemerkt, dass die Themen »Teamgeist« und »Fitness« ganz oben stehen müssen. »Es waren erst in der Schlussphase durch Urlaub und Verletzungen ausreichend Spieler im Training. Wenn du aber nicht arbeitest, dann merkst du dies im ersten Spiel«, so Parson. Dennoch dürfte dem Taktikfuchs nicht entgangen sein, dass der VfB Marburg zum Auftakt ebenso überraschend mit 0:1 in Weyer den Kürzeren gezogen hat und somit auch unter Druck steht.

Personelles: Ahmet Marankoz ist nach seiner »Ampelkarte« gegen den SV Niedernhausen für eine Partie gesperrt. Mit Philipp Basmaci fällt der zweite Startelfstürmer wegen eines Muskelfaserrisses aus. Als Alternativen stehen Özcan Alkan und Kevin Rennert (»Er ist eigentlich ein ruhiger Kerl. Sein Verhalten war sicher eine Kurzschlussreaktion, welche vor meiner Zeit in der Verantwortung lag und von mir nicht zu sanktionieren ist«) für Parson zur Debatte. Helmut Schäfer (Aufbau nach Kreuzbandriss) und Dominik Zeller (Knöchelbruch) fehlen.

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