DHB-Nachwuchs Weltmeister

(dpa) Mit ideenreichem Angriffsspiel und einem Defensivbollwerk sind die deutschen Handball-Junioren zu ihrem ersten Weltmeistertitel gestürmt. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger deklassierte am Mittwochabend in Kairo im Finale der 17. Welttitelkämpfe den Favoriten Dänemark mit 32:24 (13:11) und feierte seinen bislang größten Erfolg. (dpa) Mit ideenreichem Angriffsspiel und einem Defensivbollwerk sind die deutschen Handball-Junioren zu ihrem ersten Weltmeistertitel gestürmt. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger deklassierte am Mittwochabend in Kairo im Finale der 17. Welttitelkämpfe den Favoriten Dänemark mit 32:24 (13:11) und feierte seinen bislang größten Erfolg.

(dpa) Mit ideenreichem Angriffsspiel und einem Defensivbollwerk sind die deutschen Handball-Junioren zu ihrem ersten Weltmeistertitel gestürmt. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger deklassierte am Mittwochabend in Kairo im Finale der 17. Welttitelkämpfe den Favoriten Dänemark mit 32:24 (13:11) und feierte seinen bislang größten Erfolg.

Der zweimalige Europameister, der das WM-Finale 2007 noch mit 29:31 gegen Schweden verloren hatte, lieferte im Beisein von Männer-Bundestrainer Heiner Brand und Jugend-Koordinator Christian Schwarzer seine beste Turnierleistung ab und siegte hochverdient. "Ich bin einfach überwältigt, was die Jungs hier abgeliefert haben. Das hätte ich ihnen in der Form nicht zugetraut", sagte Heuberger mit Tränen in den Augen.

Auch Brand zollte dem Handball-Nachwuchs Respekt. "Eine starke Leistung unserer Jungs, die stärkste von allen, die ich bei dieser WM gesehen habe. Sie haben den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute souverän beherrscht", meinte der Weltmeister-Coach. Eine besondere Ehre wurde Andre Kogut (HSG Düsseldorf) und Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen) zuteil, die ins Allstar-Team gewählt wurden.

Deutschland lag in den 60 Spielminuten nicht einmal in Rückstand. Vielmehr überstand das Team um den achtfachen Torschützen Patrick Wiencek (Tusem Essen) selbst mehrfache Unterzahlsituationen und überraschte den Kontrahenten mit variablen Offensivkombinationen. Prunkstück war aber die Abwehr mit dem überragende Torhüter Dario Quenstedt (SC Magdeburg) im Rücken, der mehr als 34 Prozent der Würfe auf sein Gehäuse entschärfte. Auch der zweite Keeper Matthias Baur (Pfadi Winterthur) überzeugte im Turnierverlauf. Das DHB-Team sorgte in der zweiten Halbzeit mit einem Zwischenspurt auf 22:17 (44.) für die Vorentscheidung. Dieses Polster verteidigte die DHB-Auswahl souverän und bejubelte nach dem Abpfiff ausgelassen den WM-Coup.

Damit machte es das Heuberger-Team den deutschen Juniorinnen nach, die im August vergangenen Jahres ebenfalls erstmals in der Geschichte des Deutschen Handball-Bundes (DHB) WM-Gold geholt hatten. Bronze gewannen in Kairo die im Halbfinale den Deutschen unterlegenen Slowenen, die Gastgeber Ägypten glatt mit 35:24 (18:11) bezwangen.

Deutschland: Quenstedt, Baur; Wiencek (8), Grötzki (6), Häfner (6), Fäth (5), Kogut (4), Gutbrod (1), Weiß (1), Schmidt (1), Münch, Nippes, Wessig. - Dänemark: Landin, Green; Jepsen (6), Schmidt (4), Mortensen (4/1), Markussen (3), Rasmussen (3), Pape Granvig (2), Schriver (1), Jensen (1), Olsen, Borm, Sorensen, Thrane. - Im Stenogramm: Zeitstrafen: 10:2 Minuten. - Schiedsrichter: Vaclav Horacek und Jiri Novotny.

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