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Noah Jung vom Team delta-bike.de möchte bei der DM in Gedern seine gute Form unter Beweis stellen.

Deutsche Elite in Gedern

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(htr). Quasi vor der Haustür: Die deutschen Mountainbike-Meister werden an diesem Sonntag beim TGV Schotten in Gedern ermittelt, wenn auch in etwas abgespeckter Form und wohl ohne Zuschauer. Die Elite-Klassen und die U23 gehen an den Start, die Nachwuchsrennen allerdings sind pandemiebedingt in den Herbst verschoben worden, dann laden Ausrichter TGV Schotten und das Team HWG Gedern erneut ein - die Jugend, U19 und die Masters werden am 11.

und 12. September zusammen mit den Hessencup-Startern erwartet.

Die deutsche Meisterschaft auf der 4045 Meter langen Strecke mit 140 Höhenmetern pro Durchgang besitzt in diesem Jahr einen zusätzlichen Anreiz, denn so kurz vor den Olympischen Spielen können sie mitentscheidend sein für die Tokio-Nominierung.

Quasi ein Heimspiel haben am Sonntag Noah Jung vom Team delta-bike.de und Niclas Zimmer vom Team Stenger-Bike: »Ich kenne die Strecke seit circa zehn Jahren, da ich dort als kleines Kind schon meine ersten Rennen gefahren bin«, kann Jung bereits auf eine Menge Erfahrung zurückschauen. »Wichtig ist es, sich in der Anfangsphase des Rennens gut zu positionieren, bevor es in die schnellen, engen, technisch schwierigen Waldpassagen geht. Dann heißt es, einfach durchbeißen bis zum Schluss.«

Nach dem Weltcup in Albstadt Anfang Mai, der für Jung mit einer kleinen Enttäuschung nach einem schweren Sturz endete, hat der Wiesecker U23-Fahrer das Training für die ersten beiden Wochen »stark reduzieren« müssen. Inzwischen wurden die Einheiten wieder forciert und er ist »zuversichtlich, in Gedern ein gutes Ergebnis einfahren zu können«. Zwar muss Jung aus der zweiten Reihe starten, allerdings hat seine Genesung zuletzt starke Fortschritte gezeigt. Dennoch: »Gedern ist nicht meine favorisierte Strecke, da mir etwas das gleichmäßig hohe Tempo fehlt durch sehr viele kurze und intensive Anstiege.« Nichtsdestotrotz kam er »in den letzten Jahren gut zurecht«, und der Delta-Biker hofft, dass sich »endlich mal meine Form im Rennen und im Ergebnis« widerspiegelt.

Niclas Zimmer, der beim U23-Weltcup in Albstadt ebenfalls zu Sturz gekommen war und sich dabei sogar einen Bänderriss in der rechten Schulter zugezogen hatte, wird die Entscheidung über einen Start erst kurzfristig treffen. »Am Anfang wurde mir im Krankenhaus gesagt, ich soll sechs Wochen lang meine Schulter nicht stark belasten und kein Rad fahren. Nachdem ich dann eine Pause gemacht habe, ging es aber schon deutlich besser und ich trainiere seither wieder«. Allerdings treten bei »schnellen Bewegungen noch Schmerzen auf«.

Zur Strecke, die liegt dem Biebertaler »mit seinen vielen kurzen Anstiegen nicht. Deshalb habe ich genau das mit Hinsicht auf die diesjährige DM verstärkt trainiert und fühle mich jetzt auch deutlich besser«. Ein nicht verletzter Zimmer würde ein »Top-5-Ergebnis« anpeilen, zumal er über eine gute Form vor Albstadt verfügte. »Aber jetzt heißt es für mich: Ohne Sturz durchkommen, Spaß haben und schauen, was dabei rauskommt.«

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