Derbyzeit bei der TSG Leihgestern

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(pie). Die Handball-Landesliga der Frauen teilt sich ein wenig in zwei Abschnitte auf. Hinter den ersten drei TSG Leihgestern, HSG Eibelshausen/Ewersbach und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, die alle noch Aufstiegsmöglichkeiten haben, tummeln sich nach einem kleinen Vier-(Plus-)Punkte-Loch alle anderen Teams. Somit kämpft mehr als die halbe Liga gegen den Abstieg.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden - HSG Wettenberg II (Sa., 15:30 Uhr/Sporthalle Elsäßer Platz):Vor der Runde hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass Wiesbaden und die HSG nach der Hinrunde nur durch einen Punkt getrennt in der Tabelle auf den Plätzen vier und fünf zu finden sein würden. Das erste Spiel haben die Damen von Wettenbergs Trainer Henrik Schneider mit vier Toren Differenz verloren, deshalb ist die "HSG Hermenau der Favorit", schmunzelte der Coach. Denn Annika Hermenau bestimmt das Spiel der Landeshauptstädterinnen wie kaum eine zweite in der Liga. Sie bestimmt die Richtung im Spiel und ist mit durchschnittlich acht Treffern auch Haupttorschützin der Gastgeberinnen. Personell kann Schneider aus dem Vollen schöpfen.

TSV Griedel - SG Kleenheim-Langgöns II (Sa., 17:35 Uhr/Sporthalle Butzbach):Mit Griedel und der SGK treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der Runde mit dem einen oder anderen lichten Moment wie Siegen gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen aufwarten konnten. Der TSV ist vor allem in eigener Halle ein unangenehmer Gegner, der mit seiner robusten Spielweise Druck erzeugt. "Das gilt es durch ein gutes Offensivspiel zu unterbinden", erklärte Kleenheims Coach Christian Manderla, der die Marschroute "Auswärtssieg" ausgibt. Als gefährlichste Schützin macht er Lisa Sophie Frank aus, die zusammen mit Katharina Fina und Juliane Wagner für einen Großteil der Griedeler Tore sorgt. Bei der SGK sind alle an Bord. "Ich muss eher noch schauen, wer aussetzt."

TSG Leihgestern - TV 05/07 Hüttenberg II (Sa., 18 Uhr/Stadthalle Linden):Das Hinspiel hatte Favorit Leihgestern zwar gewonnen, so richtig zufrieden war TSG-Trainerin Jonna Jensen aber nicht. "Da lief wenig zusammen und wir haben viele Fahrkarten gezogen. Wir wollen den Heimvorteil nutzen, dafür müssen wir konzentrierter im Abschluss sein." Zumal der TVH mit zwei Siegen vor der Weihnachtspause gehörig Selbstbewusstsein getankt hat. ""Unsere Prämisse ist, in Leihgestern ein ordentliches Spiel abzuliefern", so Hüttenbergs Coach Stefan Mappes. Der Fokus liegt eher auf den nächsten Partien gegen Idstein und Eddersheim, wo ein Erfolg eher ins Auge gefasst werden kann. Trotzdem warnt Jensen: "Die wollen, die müssen, also ist immer Vorsicht geboten vor so einer Mannschaft." In Leihgestern sind alle Spielerinnen einsatzfähig, wenn auch teilweise noch mit Trainingsrückstand. Der TVH muss auf Carina Schmidt verzichten, dafür ist Sarah Taylor nach langer Verletzungspause erstmals wieder mit dabei. "Im Hinspiel haben wir Kristin Steinhauser nicht in den Griff gekriegt, das wollen wir in Leihgestern besser machen. Dort ist uns ein ordentliches Ergebnis wichtig", gibt Mappes vor.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - HSG Sindlingen/Zeilsheim (So., 17 Uhr/Sporthalle Münchholzhausen):Mit dem Tabellenletzten aus Sindlingen und Zeilsheim kommt eine Pflichtaufgabe auf die HSG zu. "Da müssen wir sehr konzentriert arbeiten", erklärt Wetzlars Trainer Sebastian Roth. "Gerade die ersten Spiele sind immer wichtig, da kommt es auf die Einstellung an." Es gibt allerdings auch keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen, der in der Hinrunde einige Male nur knapp an Punkterfolgen gescheitert ist.

"Sie haben sich im Laufe der Hinrunde an die Landesliga gewöhnt. Daher müssen wir volle Pulle gehen und wollen gleich mit einem guten Ergebnis in die Rückrunde starten und uns so das nötige Selbstvertrauen für die restliche Saison holen", so HSG-Coach Roth. Auffälligste Spielerin beim Gegner ist Jennifer Walter, die mit durchschnittlich 7,55 Toren in der Torschützenliste auf Rang vier überwintert hat.

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