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Gino Parson in Diensten des gastgebenden FC Turabdin/Babylon könnte am Sonntag in Holzheim auf seinen beim FC Gießen II spielenden Sohn Kilian treffen.

Derbyzeit in Holzheim

  • VonPeter Froese
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(fro). In der Fußball-Verbandsliga Mitte kommt es am Sonntag zum Gießener Sportkreisderby zwischen dem FC Turabdin/Babylon und dem FC Gießen II. Zeitgleich tritt der SC Waldgirmes II beim SV Niedernhausen an.

Bereits heute Nachmittag hat der FC Cleeberg den FC Ederbergland zu Gast. Am heutigen Abend steht zudem die SG Kinzenbach bei der SpVgg. Eltville auf dem Prüfstand.

FC Cleeberg - FC Ederbergland (heute, 16 Uhr): Die Elf von Trainer Daniel Schäfer ist nach gutem Saisonstart seit nunmehr vier Spielen sieglos und musste zuletzt eine herbe 1:6-Klatsche bei den »Kombinierten« in Marburg quittieren. Keine gute Ausgangslage vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten, der mit dem besten Ligasturm und der zweitbesten -abwehr anreist. »Uns sind die Zweikampfstärke sowie der unbedingte Wille und die Leidenschaft, das eigene Tor zu verteidigen, abhandengekommen. Wir müssen begreifen, welchen Aufwand und Einsatz wir leisten müssen, um in dieser Liga bestehen zu können«, mahnt Schäfer. Der FC-Trainer will gegen die favorisierten Gäste aufgrund personeller Probleme nur auf seine Elf schauen. »Als Trainer habe ich aktuell kaum Alternativen. Wir müssen uns defensiv gut aufstellen, leidenschaftlich und laufbereit sein sowie den Gegner so gut wie möglich bekämpfen, um das an diesem Tag Beste für uns herauszuholen«, sagt Schäfer.

Personelles: Die beiden Torhüter Kevin Misgaiski und Roman Hellhund stehen nicht zur Verfügung. Da die Gäste einer Spielverlegung auf Sonntag nicht zugestimmt haben (»Das müssen wir akzeptieren«, Schäfer), wird wohl ein Feldspieler zwischen den Pfosten stehen müssen. Torjäger Sebastian Greb hat sich mehrere Bänder im Sprunggelenk gerissen und fällt länger aus. Kilian Mandler, Simon Kranz, Moritz Schmidt, Daniel Wiesenfeller und Dominik Trivilino sind weiterhin verletzt. Der Einsatz von Nico Rosenkranz, Patrick Löw und Moritz Riedel, die alle krank waren, ist fraglich. Stefan Hocker befindet sich im Aufbautraining.

Mit gleicher Einstellung zu Werke gehen

SpVgg. Eltville - SG Kinzenbach (heute, 18 Uhr): Durch den 2:1-Erfolg über den VfB Marburg konnte die Elf von Trainer Oliver Dönges nach einer Minikrise von zwei Spielen ohne Punktgewinn einen wichtigen »Dreier« einfahren. Um diesen zu vergolden, muss im Gastspiel bei der wiedererstarkten Elf aus dem Rheingau-Taunus-Kreis mit einer ähnlich couragierten Leistung nachgelegt werden. »Der Schlüssel zum Erfolg über den VfB war unsere defensive Leistung und der Teamgeist. Nach vorne hätten wir noch etwas zielstrebiger spielen können«, hatte Dönges »nicht viel zu motzen«. Die Spielvereinigung konnte in vier der letzten fünf Spiele Siege einfahren und ist mittlerweile auf einen einstelligen Tabellenplatz geklettert. »Wir müssen mit der gleichen Einstellung wie gegen Marburg zu Werke gehen und eine hohe Laufbereitschaft zeigen. Eltville hat ein gutes Umschaltspiel, sodass wir auf die Konterabsicherung Wert legen müssen«, mahnt Dönges.

Die SG setzt zu diesem Auswärtsspiel einen Bus ein. Abfahrt ist heute Nachmittag um 15 Uhr am Buswendehammer unterhalb der Kirche. Der Unkostenbeitrag beträgt 10 Euro.

Personelles: Pascal Sajonz und Timo Schmidt (beide verletzt) fehlen. André Marius Jörg kehrt zurück. Hinter dem Einsatz von Emre Yener (krank) steht ein Fragezeichen.

FC Turabdin/Babylon - FC Gießen II (Sonntag, 15 Uhr in Holzheim): Beide Mannschaften können eigentlich mit einer breiten Brust in dieses prestigeträchtige Derby gehen. Die Elf von Trainer Sherwin Rahmani ist seit sieben Spielen ungeschlagen und konnte am vergangenen Sonntag beim 1:1 einen Zähler beim Spitzenreiter TSV Steinbach II entführen.

»Für uns war sogar mehr als ein Punkt drin. Trotz des frühen Verletzungsschocks hat sich meine Elf gut präsentiert. Allerdings hat die letzte Präzision und das nötige Quäntchen Glück zum Sieg gefehlt«, blickt Rahmani zurück. Mit dem FC Gießen II steht nun erneut eine Partie gegen eine Regionalliga-Reserve an, die der TuBa-Trainer als »Wundertüte« bezeichnet. »Man weiß nie, wen sie von oben einsetzen werden. Daher beschäftigen wir uns vorrangig mit uns selbst. Wir sind gefestigt genug, unser eigenes Spiel durchzuziehen. Wir wollen dominant auftreten, das Spiel machen, den Gegner unter Druck setzen und uns Torchancen erarbeiten. Dabei dürfen wir die Grundtugenden, wie eine gute Konterabsicherung, nicht vergessen und müssen giftig und gallig in den Zweikämpfen sein«, fordert Rahmani.

Das Team von Gästetrainer Thomas Turgut konnte die letzten beiden Partien in Cleeberg und gegen den RSV Weyer sportlich für sich entscheiden. Die Punkte gegen Weyer wurden allerdings mittlerweile wieder aberkannt, da der zweifache Torschütze Aykut Öztürk die Zwei-Tages-Frist zwischen einem Einsatz in der Regionalliga- und der Verbandsliga-Elf nicht eingehalten hatte. »Die Mannschaft ist heiß und alle werden sich zerreißen, um das Derby zu gewinnen. TuBa ist zwar Favorit, aber wir werden uns nicht verstecken, um das scheinbar Unmögliche möglich zu machen«, gibt sich Turgut vor dem Spiel bei seinem Ex-Verein kämpferisch. In den Fokus könnte dabei ein Vater-Sohn-Duell rücken, sollte der bei den Holzheimern spielende Routinier Gino Parson auf seinen am vergangenen Spieltag bei den Gießenern debütierenden Filius Kilian treffen. »Kilian hat seine Sache ordentlich gemacht und wird wieder im Kader stehen. Wir wollen unsere Jugendspieler an den Seniorenfußball heranführen«, unterstreicht Turgut.

Personelles: Philipp Basmaci (Nasenbeinbruch) fehlt weiterhin. Der Einsatz von Ahmet Marankoz und Antonyos Celik ist fraglich. Helmut Schäfer kommt zu seinem Comeback.

Bei den Gästen kehren David Osei, Gabriel Gülec, Bakin Montanes, Leon Messik, Fabian Wenig, Dennis Lepper und Tim Diz zurück. Yannick Schwabe und Erik Wiegel (beide verletzt) fehlen weiterhin.

SV Niedernhausen - SC Waldgirmes II (Sonntag, 15 Uhr): Drei Auswärtstore in Walluf reichten für die Elf von Trainer Thorsten Schäfer nicht, um von dort Zählbares zu entführen. Auch beim SV, der auf dem dritten Platz geführt wird, hängen die Trauben hoch. »Wie bereits in Bauerbach haben uns drei Treffer nicht zu Punkten gereicht. Das war eine Enttäuschung, die mir immer noch in den Knochen steckt. Die Moral, zweimal zurückzukehren, war da, aber im entscheidenden Moment haben wir es der SG wieder zu einfach gemacht«, stellt Schäfer fest. Der SC-Trainer möchte mit seiner Elf so langsam die Kurve bekommen, um die unangenehmen Tabellenplätze wieder verlassen zu können. »Der SV hat erst acht Gegentore zugelassen und seine Stärke neben der Defensive in seiner ausgeglichenen Besetzung. Wir strotzen derzeit nicht vor Selbstvertrauen und werden defensiver als zuletzt auftreten«, sagt Schäfer

Personelles: Leon van Moll und Merlin Schmidt sind weiterhin verletzt. Aufgrund des spielfreien Wochenendes der Hessenliga-Elf hofft Schäfer auf Unterstützung »von oben«.

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