Derbyerfolg

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Als "Kampfkrampfspiel" bezeichnet TSV-Coach Michael Razen das 33:31 seiner Mannschaft gegen die abstiegsgefährdete HSG Lollar/Ruttershausen. Zumindest eng wurde es aus Lang-Gönser Sicht am Ende nicht.

"Wir haben ab der ersten Minute alles gegeben", erklärt HSG-Trainer Dino Dragicevic. Tatsächlich führten seine Farben über die Stationen 5:3 (8.), 7:5 (13.) und 9:7 (15.) anfangs mehrmals knapp. Nach einer Auszeit konnte der TSV durch ein Tor von Nils Tietböhl dann auf 14:14 stellen (24.).

"Das Spiel verlief in Wellenbewegungen", so Razen, der sich in der ersten Hälfte insbesondere über die gute Deckungsarbeit gegen den torgefährlichsten HSG-Akteur Christian Ziehm freute. Erst in der zweiten Hälfte platzte der Knoten beim Rückraumspieler.

Sieben Tore markierte Ziehm nach dem Seitenwechsel, konnte so aber auch nicht verhindern, dass Lang-Göns die erspielte 19:15-Pausenführung beharrlich verteidigte. "Mal haben wir gut und diszipliniert gespielt, dann wieder einfache Fehler gemacht und Lollar zu Gegenstößen eingeladen", führt Razen aus, warum der Sack nicht schon früher zugemacht werden konnte.

Drei Tore der Gäste in den letzten Minuten hätten fast noch die Wende bedeutet. Wirklich in Gefahr geriert der Heimsieg des TSV aber nicht mehr. "Wir hatten am Ende ein bisschen Pech", räumt Dragicevic ein, der dennoch ein Lob parat hatte: Früher seien Spiele gegen favorisierte Gegner mental schon vor dem Anwurf abgeschenkt worden. "Heute war es bis in die Schlussphase eng, alle haben gekämpft", sagt der Trainerfuchs.

Lang-Göns: Kludt (5), Schier (6/2), Jänicke (6), Weigel (4), Hopp, Alflen, Schmitz (1), Herbel (2), Ceh (1), Tietböhl (5), Patrick Engel (3), Schäfer.

Lollar/Rutt.: Schwellnus (4), Semmelroth (4), Engel (2), Lindenthal, Dud, Schlapp (4), Piazzolla (2), Los Santos (1), Ziehm (12), Mandler (2), Brücher.

Stenogramm / SR: Eichner/ Henkel. - Zuschauer: 200. - Zeitstrafen: 8:8 Min. - Siebenmeter: 2/2:2/2.

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