Das Derby steht im Blickpunkt

(fro) In der Verbandsliga Mitte steht das Sportkreis-Derby zwischen dem VfB 1900 Gießen und der SG Birklar im Blickpunkt des Interesses. Vor einer richtungsweisenden Partie steht zeitgleich Eintracht Lollar, der Neuling ist im Kellerduell Gastgeber des SV Zeilsheim (beide heute, 15.30 Uhr). Wiedergutmachung steht bei der TSG Wieseck auf dem Programm, wenn man bei der SG Oberliederbach antritt.

(fro) In der Verbandsliga Mitte steht das Sportkreis-Derby zwischen dem VfB 1900 Gießen und der SG Birklar im Blickpunkt des Interesses. Vor einer richtungsweisenden Partie steht zeitgleich Eintracht Lollar, der Neuling ist im Kellerduell Gastgeber des SV Zeilsheim (beide heute, 15.30 Uhr). Wiedergutmachung steht bei der TSG Wieseck auf dem Programm, wenn man bei der SG Oberliederbach antritt. Eine schwere Auswärtshürde muss der SC Waldgirmes II meistern, will man beim FV Biebrich 02 Zählbares entführen (beide Sonntag, 15 Uhr).

Rollen sind klar verteilt

VfB 1900 Gießen - SG Birklar (Heute, 15.30 Uhr): Die Vorzeichen vor dem Sportkreis-Derby könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Elf von Gießens Trainer Stefan Hassler ist nach dem 2:1-Sieg in Zeilsheim in Schlagweite zum Relegationsplatz "nach oben". Dagegen steht seinem Trainerkollegen William Masso mit dessen SG das Wasser nach vier Niederlagen in Folge bereits bis zum Hals. Fünf Punkte beträgt der Rückstand der Licher Vorstädter auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Die Rollen sind also klar verteilt.

"Wir wollen weiter oben dranbleiben. Dazu dürfen wir in den kommenden Spielen keine Federn lassen. Wir sind aufgrund der Tabellensituation der Favorit. Allerdings haben Derbys immer ihre eigenen Gesetze. Die SG steht unter Druck und wird uns das Leben sicher nicht leicht machen. Moritz Brückmann und Marco Semmler sind die herausragenden Spieler des Gegners. Hier müssen wir vor allem bei Standardsituationen sauber zuordnen", erklärt Hassler. Mit Ausnahme der drei Langzeitverletzten stehen ihm alle Spieler zur Verfügung, so dass sich von der Bank aus endlich wieder Handlungsalternativen für den Fußball-Lehrer anbieten.

"Wir haben den Spaß in der Trainingsarbeit in dieser Woche in den Vordergrund gestellt, um die Jungs bei Laune zu halten", berichtet Masso. "In einem Derby gelten immer andere Gesetze. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung. Realistisch betrachtet sind wir aber klarer Außenseiter. Selbst eine knappe Niederlage wäre in unserer derzeitigen Situation in Ordnung, um nicht demoralisiert in die wichtigen Spiele gegen die SG Hausen/ Fussingen/Lahr und Eintracht Lollar zu gehen", meint der 39-Jährige.

VfB 1900 Gießen, Aufgebot: Fall, Eckert; Celik, Hasan, Imakor, Kilian, Maro, Max-Peter Mohr, Michel Mohr, Özen, Ott, Ranke, Samun, Schmidt, Solak, Spottka, Stehle. - Dem VfB 1900 stehen Chabou, Münnich und Siegl (alle verletzt) nicht zur Verfügung.

SG Birklar, Aufgebot: Damerow; Bez, Bouffier, Brückmann, Dervishi, Heinemann, Alexander Koch, Kozy, Oehm, Paul, Petrivalsky, Rehnelt, Andreas Schneider, Florian Schneider, Semmler, Trivilino, Zessin. - Die SG muss auf Breitenbach (Urlaub), Golze, Jan Koch und Sirin (alle verletzt) verzichten.

Sieg ist Pflicht

Eintracht Lollar - SV Zeilsheim (Heute, 15.30 Uhr): "Wir haben in Kastel gut gespielt, sind aber wieder einmal nicht belohnt worden. Das Eigentor zum 2:3 war bezeichnend für das fehlende Glück, was uns zuletzt so oft wichtige Punkte gekostet hat. Vor uns stehen drei Sechs-Punkte-Spiele. Wenn es uns gelingt, gegen Zeilsheim, Birklar und Kelsterbach sieben Punkte zu holen, sind wir nach der Vorrunde im Soll. Zeilsheim ist ein ganz harter Brocken. Ich hoffe, dass unsere guten Leistungen endlich einmal belohnt werden. Wir haben uns nach der Niederlage geärgert. Dennoch ist die Stimmung im Team gut. Dies müssen wir nur noch auf dem Platz umsetzen", erklärt Eintracht-Trainer Peter Sichmann.

Eintracht Lollar, Aufgebot: Steinbrenner, Fernandez; Akci, Alkan, Amiri, Apostolou (?), Bender, Bingöl, Birk, Glied, Koyuncu, Lynker, Maus, Mengeler, Peldzius, Sakarya, Temiz, Yedikat, Zuhric. - Es fehlen Bellof jr., Oktay, Riegel und Siner (alle verletzt).

SV Zeilsheim, Aufgebot: Weber; Bäuchle, Bouchen, Burakcin, Castellino, Chaatouf, El Mhranni (?), Karim El Ouardani, Reda El Ouardani, El Yadini, Kara, Muminovic, Pioch, Rebic, Sanfratello, Soptil, Temur, Terzic, Uworuya, Zaidan. - Der SV kann aus dem Vollen schöpfen.

Es geht auch um den Ruf

SG Oberliederbach - TSG Wieseck (Sonntag, 15 Uhr): Nach der 3:8-Klatsche gegen den FV Biebrich 02 schlichen die Spieler der TSG Wieseck zuletzt mit hängenden Köpfen vom Platz."Das war eine schmerzliche Niederlage, die Spieler und Trainer gleichermaßen wurmt. Wir sind noch im Soll und müssen das letzte Spiel abhaken. Unser Ziel ist es, bis zum Ende der Vorrunde kein Spiel mehr zu verlieren", erklärt Wiesecks Trainer Achim Mohr. Personell und taktisch wird der TSG-Trainer einige Veränderungen vornehmen. Wir werden wieder von der Viererkette abweichen. Dennis Schlecht wird auf die Liberoposition rücken. Tobias Schäfer klagt über Hüft- und Rückenprobleme und wird voraussichtlich drei Wochen ausfallen.

Nelson Delzer und David Klimek sind daher als Verteidiger vorgesehen. Im Sturm werden Joshua Garden und Niklas Wagner den Vorzug bekommen. Ebenfalls gesetzt ist Luca Leib", gibt Mohr einen Einblick in seine Planungen.

SG Oberliederbach, Aufgebot: Reisinger; Azakir, Beimel, Danka, Eller (?), Fouad, Gräf, Karrer, Mader, Piazza, Pinto Diaz, Pusic, Schlesier, Weller. - Es fehlen Schmidbauer (privat verhindert), Dashi, Müller, Walentowitz und Westbeld (alle verletzt).

TSG Wieseck, Aufgebot: Dominik Wagner, Walden; Delzer, Drescher, Eisner, Garden, Klan, Klimek, Kocas, Sebastian Kraft, Leib, Noske, Pitz, Schlecht, Niklas Wagner, Zimmer. - Die TSG muss auf Schäfer und Schneider (beide verletzt) verzichten.

Eine harte Nuss

FV Biebrich 02 - SC Waldgirmes II (Sonntag, 15 Uhr): Will man den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen, muss die Elf von Trainer Ralf Landgraf in Biebrich. Keine einfache Aufgabe, denn durch den 8:3-Erfolg in Wieseck konnte sich der FV 02 bereits mächtig warmschießen. Das Team um Spielertrainer Engin Özdemir wird eine harte Nuss für die Hessenliga-Reserve des SC. Schlüssel zum Erfolg ist die Frage, ob es gelingt, die Angriffswelle des Gegners zu brechen und die torgefährlichen Zer-Brüder in den Griff zu bekommen.

"Ich bin sehr stolz auf meine Elf. Wir haben der Partie gegen Ederbergland unseren Stempel aufgedrückt und verdient gewonnen. Endlich war uns auch mal das Glück hold. Wenn wir in Biebrich nachlegen wollen, muss alles passen. Im Mittelfeld müssen wir Spielertrainer Engin Özdemir an die Leine legen. Er ist der Dreh- und Angelpunkt des FV-Spiels. Daneben gilt es, die Zer-Brüder auszuschalten, die ihre Gefährlichkeit zuletzt gegen Wieseck eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben", meint Landgraf.

FV Biebrich 02, Aufgebot: Strzelecki, Tempel; Chatzi-Bentel, Hachenberger, Hoffmann, Kramke, Löbelt, Maurer, Özdemir, Pilger, Polat, Rivera, Sengün, Simsek, von Michalkowsky, Orkun Zer, Volkan Zer. - Der FV muss auf Meurer (verletzt) verzichten.

SC Waldgirmes, Aufgebot: Holzhäuser, Grutza, Thielmann; Agirman, Aydin, Brandl, Büthe, Döring, Hartmann, Heuser, Iyasere, Jordan, Kaguah (?), Künkler, Kurucu, Schappert (?), Siegel, Sofinski, Thormann, Weber. - Schlierbach (privat verhindert) und Gül (verletzt) fehlen.

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