Derby-Sieg für Pohlheim

(pie) Das erste Derby der noch jungen Handball-Oberliga-Saison der Männer stand in Hüttenberg auf dem Programm. Mit der HSG Pohlheim war eine Mannschaft bei der U 23 zu Gast, der es nicht an Erfahrung mangelte und den Gastgebern alles abverlangte.

Am Ende reichte es für die "jungen Wilden" aus Hüttenberg nicht und es stand ein verdienter 32:29-Sieg des Favoriten auf der Anzeigetafel, der durchaus noch höher hätte ausfallen können und aus Pohlheimer Sicht sicherlich müssen.

Mit den Ex-Hüttenbergern Andreas Lex und Tomas Jezewski von Beginn an auf der Platte legte die HSG einen fulminanten Start hin. Die Hüttenberger 3:2:1-Abwehr wurde mit Auflösen eines Rückraumspielers an den Kreis in Bedrängnis gebracht und so schlug es nach sechs Minuten bereits zum 4:1 (Jezewski) hinter dem TVH-Keeper Yannick Dellner ein. Erst nach und nach fasste Hüttenberg tritt und verkürzte in der 13. Minute per Siebenmeter durch Markus Semmelroth auf 6:7. In der Folge leisteten sich die Herren von HSG-Coach Thomas Wallendorf ein paar Fahrkarten zu viel.

"Wir hatten insgesamt die bessere Spielanlage, es aber zwischendurch versäumt das auch so auf die Platte zu bringen", erklärte Wallendorf hinterher. So brachten die Gäste den TVH wieder zurück ins Spiel, Jannik Hofmann glich beim 8:8 aus (16.), Pohlheim legte jeweils vor, aber Hüttenberg blieb bis zum 11:12 (24.) dran.

Nach einem Schlagwurfknaller von Chris Grundmann von neun Metern (11:13) sah sich Hüttenbergs Trainer Mario Weber genötigt, den etwas glücklos agierenden Dellner durch Konstantin Poltrum zu ersetzen und auch im HSG-Tor wurde gewechselt: Jan Wüst kam für Alexander Scholz. Nachdem der TVH eine Überzahlsituation nicht zu seinem Vorteil nutzen konnte, begannen sich die Torhüter ein Paradenduell zu liefern, aus dem Wüst letztlich als Sieger hervorging und mit dazu beitrug, dass seine Farben mit einem 17:13-Vorsprung in die Pause gehen konnte.

Auch nach der Halbzeit bot sich das gleiche Bild. Hüttenberg agierte teils zu ungestüm, nahm sich unvorbereitete Würfe oder scheiterte an Wüst. Die HSG spulte hingegen routiniert ihr Programm ab und ließ sich von kleinen Rückschlägen, wie der dritten Zeitstrafe für Lukas Happel nicht aus der Ruhe bringen. Selbst als es dem TVH in der 57. Minute gelang, bis auf 27:29 zu verkürzen, brach bei Pohlheim keine Hektik aus. In den Minuten zuvor war es Hüttenberg gelungen, einige Ballgewinne mit einer 4:2-Abwehr zu generieren, bei der Jezewski und Lex an die kurze Leine genommen wurden. Doch der ehemalige Drittligist Pohlheim legte ruckzuck nach, war schnell wieder auf 31:27 enteilt und brachte den Sieg abgeklärt über die Ziellinie.

"Wir haben heute vieles individuell nicht umsetzen können wie wir uns das vorgenommen hatten. Außerdem haben wir sehr langsam und gehemmt gespielt und konnte somit Pohlheim weder gefährden noch zwei Punkte holen", lautete hinterher das nüchterne Fazit von Weber.

TV Hüttenberg U 23: Dellner, Poltrum; Rühl (6), Schleenbecker (3), Semmelroth (11/4), Chalepo, Hofmann (3), Engel (3), Henkel (3), Sasse, Klein, Niclas, Dorzweiler, Langenbach.

HSG Pohlheim: Scholz, Wüst: Hirz (1), Sames, Nikolas Happel (3), Weisel (1), Schäfer (2), Jakobi, Erdmann (1), Lukas Happel (3), Jezewski (6), Lex (2), Heß, Grundmann (13/7).

Stenogramm / Schiedsrichter: Biaesch/Sattler (Oberursel). – Zuschauer: 250. – Zeitstrafen: 12:8 Minuten. – Rote Karte: Lukas Happel (Pohlheim, drei Zeitstrafen). – Siebenmeter: 4/4:7/7.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare